Statistik & Standardisierte Verfahren

Prof. Dr. Albert Brühl

Lehrstuhl für Statistik und standardisierte Verfahren der Pflegeforschung

Arbeitsschwerpunkte

Der Lehrstuhl vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Bearbeitung empirisch gehaltvoller Fragestellungen in der Pflege. Zentral ist hierbei der kompetente Einsatz angemessener Methoden.

Ziel ist es, die Qualität der in der Pflege standardisiert erhobenen Daten und das Niveau der Datenanalyse zu verbessern. Statistische Analyse-Verfahren werden mit dem Ziel ausgewählt,  Theorieentwicklung in der Pflege-Wissenschaft zu unterstützen.

Der Schwerpunkt des Lehrstuhls liegt in der Bewertung und Weiterentwicklung von standardisierten Erhebungsinstrumenten jeder Art und im notwendigen Einsatz innovativer, statistischer Methoden. Wichtig ist hierbei die Rezeption von Innovationen, aus der sich sehr dynamisch entwickelnden, modernen Statistik. Die Pflege profitiert an dieser Stelle von der Explikation der genutzten Standardisierungsmodelle und von der Erweiterung des methodischen Rahmens der Instrumentenentwicklung. Wesentlich ist die Ableitung empirisch gehaltvoller Hypothesen aus inhaltlichen Theorien und die Wahl passender Methoden zu deren Prüfung. Inhaltliche Themen, die dabei bearbeitet werden, sind: Pflegebedürftigkeit, Pflegequalität, Pflegekompetenz und Personalbemessung. 

Prof. Dr. Albert Brühl

Kontakt

Philosophisch-Theologische
Hochschule Vallendar (PTHV)

Pallottistr. 3, 56179 Vallendar

Tel: +49 261 6402-257

E-Mail: abruehl@pthv.de

Aktuelle Veröffentlichung: Zur Interaktion von Pflegebedürftigkeit, Pflegequalität und Personalbedarf "PiBaWü"

Vita

1984-1989 Studium der Psychologie und Betriebswirtschaft in Bonn

1990 Diplom in Psychologie an der Universität Bonn

1990 Gründung des Sozialpsychologischen Instituts Köln (SPI KÖLN; www.spikoeln.de) mit Prof. Dr. Herbert Feser

Im SPI KÖLN von 1990 bis 2009 insgesamt 22 Auftragsforschungs- und   Beratungsprojekte 

1992-2010  Lehraufträge für Methoden der empirischen Sozialforschung in Aachen und Köln

2003 Promotion in Osnabrück bei Prof Dr. Müller-Kohlenberg mit den Fallgruppen Sozialer Arbeit (FdS®)

2008 Berufung zum Professor für Statistik und standardisierte Verfahren an der PTHV

Forschung/ Projekte

  • Entwicklung einer Validitätsprüfung für die Qualitätsmessung nach § 115 Abs. 1a SAtz 6 SGBXI - Daten-Analyse der Bewohner bezogenen Kriterien anhand des Rasch-Modells im Auftrag der Diakonie Württemberg in 2010
  • Wissenschaftliche Begleitung des Projekts "Personalbedarf in der Pflege" (PiP) des Verbands katholischer Altenhilfeeinrichtungen Deutschlands (VKAD), 2010- 2012
  • Pflegebedarf im Saarland (PiSaar)- Eine empirische Untersuchung zur Erklärung des Pflegeaufwands in 62 stationären Einrichtungen mit Zeitmessungen bei 2170 Bewohnern an zwei aufeinanderfolgenden Arbeitstagen im Auftrag der Saarländischen Pflegegeellschaft, 2011-2013
  • "Analysis of a reform proposal for the Luxembourg nursing tariff system for extramural nursing services" Empirische Studie in 20 ambulanten Pflegediensten im Auftrag der Cellule d'xpertise medicale (CEM) der Inspection générale de la sécurité sociale (IGSS), Luxembourg, 2012-2013
  • Entwicklung eines Vergütungssystems "soins palliatifs" im Auftrag der Cellule d'expertise medicale (CEM) der Inspection générale de la sécurité sociale (IGSS), Luxembourg, 2013-2014
  • PiBaWü-Pflege in Baden-Württemberg, Forschungsprojekt zum Zusammenhang zwischen Pflegequalität, Pflegebedürftigkeit und Pflegepersonalbemessung gefördert vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg, 2016-2018
  • InQuaFa-Innovationen zur Förderung der Pflegequalität bei variierender Fachkraftquote. 
    Ziel des Projektes ist es, den Zusammenhang zwischen der Differenzierung von Pflegebedürftigkeit, der erreichten Pflegequalität und der Ausstattung mit Pflegefachkräften zu untersuchen.Die Projektlaufzeit geht von 2017 bis 2020. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz und die Bethesda-St. Martin gemeinnützige GmbH.
  • LernStandPD - Grundsatzfragen und Gelingensbedingungen der digital-gestützten Lernstandsanalyse in Bildungskontexten der personenbezogenen Dienstleistung. Schwerpunkt der PTHV liegt in diesem Verbundprojekt mit der Universität Osnabrück im Bereich der so genannten "Learning Analytics". Hier werden innovative statistische Analyseverfahren bei der Analyse von Daten aus so genannten "serious games" eingesetzt. Das Projekt schließt an die Arbeiten am Lehrstuhl im Bereich Pflegekompetenzmessung an. Die Laufzeit geht von 2019 bis 2022. "LernStand-PD" wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Bereich empirische Bildungsforschung. 

 

Veröffentlichungen

Publikationen in Zeitschriften

  • Brühl A, Planer K (2019): Trias Pflegebedürftigkeit, Personalumfang und Qualität:Schein und Sein. neue caritas 16|19: S. 17-20
  • Brühl A, Planer K (2019): Der unerklärte Pflegeaufwand. Die Schwester | Der Pfleger 7|19: S. 60-64 
  • Brühl A, Planer K, Hagel A. (2018): Variation of Care Time Between Nursing Units in Classification-Based Nurse-to-Resident Ratios: A Multilevel Analysis. INQUIRY: The Journal of Health Care Organization, Provision, and Financing.  Volume 55: 1 - 9. journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/0046958018755242
  • Brühl, A., Hoffmann, J., Sottong, U., Isfort, M. , Tucman, D. (2017):Use of the Barthel Index, mini mental status examination and discharge status to evaluate a special dementia care unit, Journal of Gerontology and Geriatrics, 65, S. 144-149
  • Brühl, A., Planer, K. (2017): Zur Diskussion: Stellungnahme zu den Ausschreibungen zur Instrumentenentwicklung in den Bereichen Personalbemessung und Pflegequalität des Qualitätsausschuss Pflege e.V. Pflegewissenschaft muss Position beziehen, Pflege & Gesellschaft, S. 180-182, Beltz Juventa

  • Brühl, A., Planer, K. , Bensch, S. (2016): Zur Diskussion: Entwicklungsperspektiven für das Neue Begutachtungsassessment, Pflege & Gesellschaft, S. 78-87, Beltz Juventa

  • Brühl, A.; Avlund K. (2012): Structural validity and internal consistency of functional ability scales for healthy older people. In: Journal of Clinical Gerontology and Geriatrics, Volume 3, Issue 1, p 29-35 (online bei ELSEVIER: http://dx.doi.org/10.1016/j.jcgg.2011.11.007    
  • Brühl, A; Berger B. (2011): Mit weniger Kriterien besser differenzieren. Warum bei der Messung von Qualität, weniger mehr sein kann -Selektion von 15 validen Bewohner bezogenen Kriterien der Pflegetransparenzvereinbarung nach §115 SGB XI. In: Pflegewissenschaft, 10/11, S. 525-534
  • Brühl, A.; Isfort, M.; Zinn, W. (2008): Patientenklassifikation und Personalbemessung auf Intensivstationen (2). In: Intensiv, H. 6, S. 314–319
  • Brühl A. (2007) Empirische Prüfung von Case- und Care-Management. In: Case-Management im Krankenhaus - Das Kölner Modell in Theorie und Praxis. Herausgegeben von R. Bostelaar. Schlütersche Verlagsgesellschaft, Hannover
  • Brühl A. (2005) Betreuungsvergütung mit empirischen Fallgruppen. In: bdb-aspekte 56, S. 18-22
  • Brühl A. (2005) Argumente für den Einsatz von Ressourcen. Erfahrungen mit dem Brühl-Index©. In: Zeitschrift für SOCIALwirtschaft, Heft 4/2005, S. 17-19
  • Prange S., Ebeling K.-H., Brühl A. (2003) Sozialdienst: Auf dem Weg zu Prozesskostenrechnung und Benchmarking. In: Krankenhausmanagement Aktuell, 11, S. 68-72
  • Brühl A. (2003) Sozialarbeit hat einen Preis. Gerechte innerbetriebliche Leis­tungsverrechnung mit den Fallgruppen der Sozialarbeit In: Kranken­dienst, 2/2003, S 45- 50
  • Brühl A. (2002) Fallgruppen feststellen und begründen. In: SOCIALmanage­ment,Heft 6, November/Dezember, S. 25-29
  • Brühl A., Schubert G. (2000) Wege zur internen Leistungsverrechnung und Professionalisierung klinischer Sozialarbeit In: Gesundheitsökonomie und Qualitätsmanagement 2 : S. A 39 - A 42, Thieme, Stuttgart
  • Brühl A., Feser H., Schellhoff Th., Haugrund L., Petersmann L. (1996) Servicezentren Häusliche Pflege in Krankenhäusern - Er­fahrungen mit einem innovativen Konzept von 1992 bis 1995. In: f & w führen und wirtschaften im Krankenhaus 3: S. 266 - 272
  • Brühl A. (1995) Von der angebotsorientierten Versorgung zur nachfrageorien­tierten Dienstleistung im Gesundheitswesen. In: Arbeitsgemeinschaft kath. Krankenhäuser Rheinland-Pfalz und Saarland (Hrsg.) „Vernetzung statt Insellösung“. Dokumentation der Mitgliederversammlung 1995. Trier. S. 11 – 41
  • Feser H., Brühl A., Stichhan K. (1994) Qualitätssicherung des VDR-Gesund­heitstrainings in Reha-Kliniken. In: Prävention - Zeit­schrift für Gesund­heitsförderung 3: S. 93 - 95
  • Brühl A. (1994) Überleitung in die ambulante Pflege. In: Pflegen Ambulant 5: 4. S. 3 – 6
  • Brühl A., Feser H., Petersmann L., Schellhoff Th., Schifflers H.?P. (1993) Servicezentren: Häusliche Pflege in Krankenhäusern - ein inno­vatives Konzept. In: f & w führen und wirtschaften im Krankenhaus 5: S. 406 – 410

Bücher

 

  • Brühl, A., Planer, K. (2019): PiBaWü - Zur Interaktion von Pflegebedürftigkeit, Pflegequalität und Personalbedarf. Freiburg: Lambertus
  • Brühl A. (2004) Fallgruppen der Sozialarbeit (FdS©) als Antwort auf die Einfüh­rung der Diagnosis Related Groups in Akut-Krankenhäusern, Nomos-Verlag, Baden-Baden

 

Buchbeiträge

 

  • Feser H., Brühl A. (1990) Weiterbildung in gesundheitlicher Prävention. In: Feser H.:  Gesundheitliche Prävention durch Sozialarbeiter und Sozial­pädagogen. Borgmann. Dortmund. S. 135 – 153
  • Schirmer A., Brühl A. (1997) Kap. 14: Psychologie. In: Beske F.: Lehrbuch für Krankenpflegeberufe. Thieme. Stuttgart. S. 162 - 187
  • Brühl A. (2008) Ergebnisse der Kontrollstudie. In: Gebert A, Schmidt C, Weidner F: Präventive Hausbesuche bei Senioren. Schlütersche, Hannover, S. 119-128
  • Brühl A. (2008) Prozess und Leistungstransparenz im Case-Management. In: Bostelaar R.A.,Pape R.: Case Management im Krankenhaus. Schlütersche, Hannover, S. 115-125
  • Brühl A. (2016) Statistik und standardisierte Verfahren der Pflegeforschung. In: Brandenburg, H., Hülsken-Giesler M., Sirsch, E.: Vom Zauber des Anfangs und von den Chancen der Zukunft. Festschrift zum 10-jährigen Bestehen der Pflegewissenschaftlichen Fakultät an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar. Hogrefe, Göttingen

Abschlussberichte

  • Brühl, Albert ; Planer, Katarina (2014): Avis de la Cellule d’expertise médical : analyse et propositions relatives à la modernisation de la nomenclature des actes et services des infirmiers – Empirische Studie zum Vergütungssystem in der ambulanten Pflege in Luxemburg. Veröffentlicht im Internet unter: http://opus.bsz-bw.de/kidoks/volltexte/2015/463/    
  • Brühl, A., Planer, K. (2013): Abschlussbericht PiSaar - Empirische Studie zum Pflegebedarf im Saarland im Auftrag der Saarländischen Pflegegesellschaft. Veröffentlicht im Internet unter: http://opus.bsz-bw.de/kidoks/volltexte/2013/117/pdf/ PiSaar_Abschlussbericht_2013.pdf              
  • Brühl, A (Hg.) (2012): Pflegebedürftigkeit messen? - Herausforderungen bei der Entwicklung pflegerischer Messinstrumente am Beispiel des Neuen Begutachtungsassessments (NBA). Mit Beiträgen von Sandra Bensch, Katarina Planer, Georg Franken, Christian Grebe und Albert Brühl. Veröffentlicht im Internet unter: http://opus.bsz-bw.de/kidoks/volltexte/2012/71/pdf/ Bruehl_Pflegebeduerftigkeit_messen_2012.pdf
  • Brühl A., (1995) Forschungsbericht Servicezentrum Häusliche Pflege und Überleitungspflege am Marienhospital Aachen, St. An­tonius-Hospital Eschweiler, Bethlehem-Krankenhaus Stolberg. Schriftenreihe „Sozial­forschung“ des Bundesministeriums für Ar­beit und Sozialord­nung, Band 266 (vergriffen)

 

Konferenzbeiträge der letzten fünf Jahre

(begutachtet)

 

  • Brühl A., (2019) Was können Assessmentinstrumente leisten? Bundeskongress der Deutschen Gesellschaft für Case und Care Management.

  • Brühl A., (2018) Perspektiven der Personalbemessung in der Pflege. Salut!. Dasein Gestalten. Der Gesundheitskongress in Saarbrücken.

  • Brühl, A., Planer, K. , Hagel, A. (2017): Staffing levels and variance in quality indicators in residential long-term care facilities in Germany: a multi-level analysis , Care4,University Antwerp, International Nursery and midwifery congress, Abstracts Oral Presentations

  • Brühl, A., Bergmann, J., Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar; Planer, K., Berner Fachhochschule; Bensch, S., Katholische Hochschule Mainz (2016): Vallendarer Methodensymposium, 03. März 2016, 13.30 Uhr – 15.00 Uhr. Moderne Statistik in aktueller Pflegeforschung. Kongress Forschungswelten, München, 2016

  • Brühl, A., Die Abbildung von Pflegebedürftigkeit im NBA und ihre Bedeutung für die Weiterentwicklung der Pflege. Frühjahrstagung des Bayerischen Landespflegerats (2016)

  • Brühl, A., Im Reich des Zufalls. Pflegebedürftigkeit, Pflegequalität und Personalbedarf. 4. Liga-Expertenkongress Pflege 21. Oktober 2015 Stuttgart

  • Brühl, A., Planer, K. , Hohmann, J. (2014): Designing Fair Scales of Fees for Ambulatory Nursing Services – Proof from Empirical Evidence Wanted! A Case Study From Luxembourg. Health Technology Assessment International (HTAi), 11th Annual Meeting, Washington, Abstract Volume, S. 147

  • Brühl, A. (2014) Qualitätsvergleich zwischen Pflegeeinrichtungen über Ergebnisindikatoren:- Welche Rolle spielen Organisationsvariablen? Forschungswelten, Vallendar

  • Brühl, A. (2014) Rationierung in der stationären Altenhilfe!? Fakten – Reflexionen – Perspektiven, 7. Oktober 2014 im Schloss Liebenau, Priorisierung und Rationierung im stationären Pflegealltag. Was führt noch zu Unterschieden im Zeitaufwand?- Ergebnisse der Studie Pflegebedarf im Saarland (PiSaar) in 62 Altenhilfeeinrichtungen bei 2028 Bewohnern

 

Rezensionen

  • Brühl, Albert Rezension vom 23.07.2019 zu: Thomas Klie, Michael Monzer: Regionale Pflegekompetenzzentren. Innovationsstrategie für die Langzeitpflege vor Ort. medhochzwei Verlag GmbH (Heidelberg) 2018. ISBN 978-3-86216-502-5. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, www.socialnet.de/rezensionen/25241.php, Datum des Zugriffs 25.09.2019. 
  • Brühl, Albert., Rezension vom 30.07.2018 zu: Sarantis Tachtsoglou, Johannes König: Statistik für Erziehungswissenschaftlerinnen und Erziehungswissenschaftler. Konzepte, Beispiele und Anwendungen in SPSS und R. Springer VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2017. ISBN 978-3-658-13436-5. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, www.socialnet.de/rezensionen/23833.php, Datum des Zugriffs 25.09.2019.          
  • Brühl, Albert. Rezension vom 22.09.2011 zu: Stefanie Becker, Roman Kaspar, Andreas Kruse: H.I.L.DE.. Heidelberger Instrument zur Erfassung der Lebensqualität demenzkranker Menschen (H.I.L.DE.). Verlag Hans Huber (Bern, Göttingen, Toronto, Seattle) 2010. ISBN 978-3-456-84903-4. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, www.socialnet.de/rezensionen/11026.php, Datum des Zugriffs 25.09.2019.

 

Dissertationen

Abgeschlossene Dissertationen:

Mai, Markus (2010): Entwicklung eines konstruktvaliden Sturzrisikossessments unter Einsatz von Modellen aus dem Bereich der probabilistischen Testtheorie

Krupp, Maria (2012): Konstruktvalidität der Erfassung der fachlichen Kompetenz im praktischen Teil der Prüfung in der Gesundheits- und Krankenpflege in Rheinland-Pfalz

Bensch, S. (2013). Konstruktvalidität der Module „Mobilität“ und „Kognitive und kommunikative Fähigkeiten“ des Neuen Begutachtungsassessments zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit. Hungen: Hpsmedia. ISBN: 978-3981532531

Planer, Katarina (2014): Die Bedeutung der Facettentheorie für die Theorie- und Instrumentenentwicklung in der Pflege. Dissertation an der Philosophisch Theologischen Hochschule Vallendar. Online verfügbar: http://opus.bsz-bw.de/kidoks/volltexte/2014/327/

Krupp, Elisabeth (2016): Die Pflegetransparenzvereinbarung ambulant (PTVA) - ein Instrument zum Erfassen von Pflegequalität? Dissertation an der Philosophisch Theologischen Hochschule Vallendar. Online verfügbar: http://kidoks.bsz-bw.de/frontdoor/index/index/docId/699

Knappich, Thomas (2017): Messung des mathematischen Textverständnisses von Altenpflegeschülern zu Beginn der Pflegeausbildung : eine empirische Untersuchung an privaten und öffentlichen Altenpflegeschulen

Dissertation an der Philosophisch Theologischen Hochschule Vallendar. Online verfügbar: https://kidoks.bsz-bw.de/frontdoor/index/index/docId/1020

Tuschy, Silja (2019): Pflegeaufwand und Pflegeleistungen auf der Intensivstation Dissertation an der Philosophisch Theologischen Hochschule Vallendar. Online verfügbar:

kidoks.bsz-bw.de/frontdoor/index/index/start/0/rows/10/sortfield/score/sortorder/desc/searchtype/simple/query/Tuschy/docId/1519

 

 

 

Dissertationsthemen die aktuell betreut werde

Organisationsanalysen in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen mit Mehr-Ebenen-Modellen

Organisationsanalysen mit Hilfe der Methode der Qualitative-Comparative-Analysis (QCA)

Anwendung von Intra-Klassen-Korrelations-Schätzern zur Anpassung der Fallzahlberechnung bei cluster-randomisierten Studien

Messung von Pflegekompetenzen mit den Instrumenten des TEMA-Projektes

Bayesianische Parameter-Schätzer im Vergleich zum klassisch-frequentistischen Null-Hypothesen-Testen in Mehr-Ebenen-Modellen

Möglichkeiten Multipler Korrespondenzanalysen bei der Analyse von Pflegebedürftigkeit

Facettentheoretisch basierte Abbildungssätze zur Theorieentwicklung im Bereich Pflegebedürftigkeit

Einsatz der Facettentheorie und multidimensionaler Skalierung zur Entwicklung von Theorien zur Pflegebedürftigkeit

Validität des Pflegekomplexmaßnahmen-Scores (PKMS)

 

 

Vorlesungen

1. Teil: Von der Fragestellung zur Datenanalyse

Hier werden Fragestellungen aus der Pflege auf ihren empirischen Gehalt hin geprüft, empirisch gehaltvolle Hypothesen formuliert und Forschungsdesigns vor dem Hintergrund verschiedener Arten von Fragestellungen diskutiert. Zentral ist hierbei, empirisch gehaltvolle Fragestellungen auch wirklich prüfen zu können.

 

2. Teil: Grundlagen Inferenzstatistik

Hier geht es um den Einsatz erster theoretischer Wahrscheinlichkeitsverteilungen und um statistisches Hypothesentesten in seiner klassichen Form des H0-Hypothesen-Testens und seiner Grenzen. Am Ende wissen die Studenten, wie man ein 95% Vetrauensintervall z.B. mit der Z-Verteilung berechnet und wie die Zusammenhänge zwischen alpha-,beta-Fehler, power, Fallzahl und Effektgrößen beschrieben werden können. Die Studenten haben die Grenzen des klassichen H0-Hypothesens kennengelernt. Alternative Formen zur rein Likelihood-basierten Parameter-Schätzung sind den Studenten bekannt. Die Studenten wissen, dass es neben funktionalen auch strukturiende statistische Analyseverfahren gibt.

 

3. Teil: Zentrale Teststatistiken

Hier wird das Grundmodell statistischen Hypothesentestens anhand von 10 -15 der gängigsten parametrischen und nicht-parametrischen Teststatistiken eingeübt. Dies schliesst auch deren Kombination in multivariaten Verfahren ein. Ziel ist es, die angewandten Verfahren zu verstehen, um sie selbständig anwenden zu können. Am Beispiel des Vergleichs eines klassischen T-Tests mit dem Bayes-Factor wird auf die Begrenzungen des klassischen H0-Hypothesen-Testens aufmerksam gemancht.

 

4. Test-/Instrumentenentwicklung und ausgewählte Vertiefungsthemen

Hier werden zentrale Verfahren der Bewertung und Entwicklung standardisierter Instrumente anhand verschiedener Skalen eingeführt.

Hierbei werden sowohl die Klassische als auch die Probabilistische Testtheorie behandelt und deren Anwendung anhand eigener Beispiele demonstriert.

Diese Veranstaltung bildet die Basis, um Instrumentenentwicklungen und -bewertungen anstellen zu können.

Alternativ können als Vertiefungsthemen auch einzelne Verfahren in Anwendungsbeispielen behandelt werden. So können Beispiele für Mehr-Ebenen-Modelle mit bayesianisch geschätzten Modellparametern und klassisch geschätzte Mehr-Ebenen-Modelle in der Analyse von Organisations- und Bewohner-Daten in der Langzeitpflege verglichen werden. Es besteht die Möglichkeit die Anwendung der multidimensionalen Skalierung in der Entwicklung des Konstrukts der Pflegebedürftigkeit zu studieren. Eine Einführung in die einfache und multiple Korrespondenzanalyse ist anhand von Arbeiten zum Thema Pflegequalität möglich. Die Auswahl der Themen erfolgt meist in Verbindung mit den anstehenden Master-Arbeiten.

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