Leben in einer multioptionalen Gesellschaft als pastorale Herausforderung

Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth hielt Vortrag in Indien

Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth hielt Vortrag in Indien/ Foto:privat

Vallendar, 03.12.2018. "Life in a Multi-optional Society as a Pastoral Challenge" lautete der Titel des Vortrags, den Prof. Dr. mult. Klaus Vellguth, Missionswissenschaftler an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV), am 24.11.2018 in Bengalore (Indien) im Rahmen der Internationalen Konferenz "Vocation and Mission of the Family – Reflections on Chavarul and Amoris Laetitia" hielt.

Klaus Vellguth ordnete die eigenen Erfahrungen mit Ehe und Familie als einen locus theologicus ein, differenzierte zwischen Familienideal und Familienrealitäten in Deutschland, skizzierte die theologischen Diskussionen zu Ehe und Familie im Vorfeld und während der beiden Bischofssynoden in den Jahren 2014 und 2015 in Rom und warb anknüpfend an die Ausführungen von Papst Franziskus in Amoris laetitia für ortskirchliche Lösungen drängender pastoraler Fragen. Mit Blick auf das dadurch evtl. entstehende Spannungsverhältnis von Universalkirche und Ortskirche merkte er an: "Papst Franziskus ermutigt dazu, inkulturierte Perspektiven auch zu Fragen von Ehe und Familie zu entwickeln. Diese dürfe und müssen in Deutschland vielleicht anders aussehen als in Indien. Das Unterschiedliche trennt uns in der katholischen Kirche aber nicht, sondern kann uns in einzigartiger Weise zusammenbringen. Wenn wir uns gegenseitig von unseren Erfahrungen mit unseren inkulturierten Lösungen erzählen und wenn wir diese gemeinsam im Licht des Evangeliums betrachten, dann entsteht dabei die katholische Kirche in ihrer Weite als Weltkirche."