"Kompakt, interessant, methodenvielfältig"

5. interfakultärer LERN-Tag an der PTHV

Der LERN-Tag wurde wieder gut besucht/ Foto: Spürk

Vallendar, 15.10.2018. "Es wird Abschied genommen vom ‚Bescheidwissen‘. Lernen verlangsamt und verschärft den Blick; es umfasst Stutzen, Staunen, Entdecken, Imaginieren, Mitleiden, Deuten, Vergleichen, Urteilen; die Fähigkeit, Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu gestalten und zu beobachten, die Wahrnehmung von Widersprüchen und Brüchen." In Bezugnahme auf dieses Zitat von Peter Biehl, evangelischer Theologe und Religionspädagoge, fand der bereits 5. interfakultäre LERN-Tag am 11.10.2018 an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV), statt. Organisiert wurde der LERN-Tag wieder von Frau Dorothee Spürk, Lehrkraft für besondere Aufgaben am Lehrstuhl für Pflegedidaktik an der Pflegewissenschaftlichen Fakultät.

An diesem Tag, der sich vorrangig an die Erstsemester-Studierenden beider Fakultäten richtet, geht es darum, das Lernen leichter zu erlernen. "Wir möchten die Studienanfängerinnen und -anfänger dazu bewegen, sich der eigenen Lernerfahrungen, Lernstrategien und -techniken bewusst zu werden und Neues auszuprobieren", erklärt Dorothee Spürk. "Außerdem ist es uns ein Anliegen, dass eine interdisziplinäre Begegnung zwischen den Studierenden stattfindet." Im Zentrum des Tages stand daher das Erlernen der drei Ebenen der Lernstrategien: die kognitive, die metakognitive und die ressourcenbezogene. Dazu hielt Dorothee Spürk einen Kurzvortrag. Im Anschluss wurde eine Reihe an Workshops zu den folgenden Themen angeboten:

 1.Let's do it together (Gerlinde Strunk-Richter)
2.Selbst- & Fremdwahrnehmung (JProf. Dr. Maria Marchwacka)
3.Lernprozess steuern (Dorothee Spürk)
4.Strukturiertes Lesen (Nils Fischer)
5.Kreatives Schreiben (Jürgen Spitzlay)
6.Lernpausen nutzen   (Christine Bach)

"Die Besonderheit an diesem Tag war die Gruppenzusammensetzung: sie war konsequent den ganzen Tag Studienkohorten-gemischt", erklärt Dorothee Spürk. Zudem nahmen alle Erstsemester der Pflegewissenschaftlichen Fakultät teil (Lehramt, Bachelor 'Pflegeexpertise', Pflegewissenschaft-Master). "Für mich war es ein sehr gehaltvoller Tag, mich mit dem Lernen, den persönlichen Zugängen dahin und meinen Mitstudierenden zu beschäftigen. Die Erkenntnis schlechthin war, die nur durch die Gruppenzuteilung entstandene Situation, das 'Lernen' mit der Entspannung zu beginnen, damit Raum für das Neue überhaupt entstehen kann. Vielen Dank dafür, der Tag war sehr lebendig und vielseitig", dankte Frau Daniela Kiefer-Fischer, Studierende des Masterstudiengangs Pflegewissenschaft. Andere Teilnehmerinnen äußerten sich wie folgt: "Anschlussveranstaltungen sind dringend erforderlich als Zeit 'zur Seite' zu treten, innezuhalten, zu reflektieren ..."; "Der LERN-Tag ist eine tolle Aktion und sollte unbedingt weitergeführt werden - schon allein des sozialen Austausches wegen"; "kompakt, interessant, methodenvielfältig".