Summer School der Pflegewissenschaftlichen Fakultät

Absolventen und Studierende des Lehrstuhls für Statistik und standardisierte Verfahren tauschten sich aus

Bild: PTHV

Vallendar, 24.08.2018. Am 23.und 24.08.2018 fand an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) eine "Summer School" statt. Dabei tauschten sich Absolventen und Studierende des Lehrstuhls für Statistik und standardisierte Verfahren über Möglichkeiten aus, mit denen durch standardisierte Verfahren Theorieentwicklung in der Pflegewissenschaft unterstützt werden kann. Anwesend waren 18 Absolventinnen und Absolventen der PTHV und als externer Gast Frau Dr. Rebecca Palm vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). 

"In ihrer sozialwissenschaftlich ausgerichteten empirischen Forschung kann die Pflegewissenschaft von den Impulsen profitieren, die von Versuchen ausgehen, Strukturierende Methoden einzusetzen, die helfen ein besseres Verständnis von zentralen Konstrukten wie "Pflegebedürftigkeit" und "Pflegequalität" zu entwickeln", erklärte Prof. Dr. Albert Brühl, Lehrstuhlinhaber und Leiter der Sommer School. Hierbei wurden deduktive (Mertes-Büschel) und induktive (Teigeler) Ansätze vorgestellt, wobei sich methodisch der induktive Ansatz der Multidimensionalen Skalierung und der deduktive Ansatz der Facettentheorie bedient.

Weiterhin wurde eine Verbindung aus Multiplen Korrespondenz- und hierarchischen Cluster-Analysen zur Entwicklung einer Typologie von Pflegeheimen (Bergmann, Palm, Holle) vorgestellt, die ebenfalls strukturierend vorgeht. Eine Verbindung von Multidimensionaler Skalierung und Multipler Korrespondenzanalysen zur Abbildung der Konstruktion von Pflegebedürftigkeit und verschiedenen Pflegequalitätsniveaus bildete den Abschluss der Veranstaltung (Brühl).

"Wir versprechen uns vom Einstieg in diese Art von Statistik, Erkenntnisprozesse besser statistisch modellieren zu können“, so Prof. Dr. Brühl.
Zusätzlich erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch Hilfen bei der Unterscheidung von gemischten Modellen und Mehrebenen-Analysen (Reichert). Beide Ansätze modellieren die in der Pflege so präsente Abhängigkeit von Datenerhebungen vom Setting der Datenerhebung (Krankenhäuser, Stationen, Pflegeheime, Wohnbereiche etc.), gehen dabei aber sehr unterschiedlich vor.

Der Expertenworkshop fand im fünften Jahr in Folge statt. "Die Resonanz steigt und wir werden den Workshop sicher im nächsten Jahr wieder anbieten", freut sich Prof. Brühl.