"Arbeit 5.0 oder: Warum ohne Muße alles nichts ist"

PTHV-Rektor Herausgeber des Begleitbandes zum Kultursommer Rheinland-Pfalz

Buchcover "Muße"/ Foto: Wallstein

Vallendar, 09.08.2018. "Wozu eigentlich arbeiten?" Und: "Was macht man, wenn man nicht arbeitet?" Diesen und vielen weiteren Fragen rund um das Spannungsfeld zwischen Arbeit und Muße sind die Herausgeber des Begleitbandes zum Kultursommer Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV), und Martin Ramb, Beauftragter des Bistums Limburg für den Kultursommer Rheinland-Pfalz, nachgegangen.

Der Kultursommer Rheinland-Pfalz steht in diesem Jahr unter dem landesweiten Motto "Industrie-Kultur". Der Begleitband hat den Titel "Arbeit 5.0 oder: Warum ohne Muße alles nichts ist". Dieser Sammelband vereint Beiträge namhafter Autorinnen und Autoren wie z.B. Sabine Bätzing-Lichtenthäler (Sozialministerin RLP), Christian Felber (Aktivist und Autor), Corinne Michaela Flick (Unternehmerin), Alexander Lorz (Kultusminister Hessen), Hartmut Rosa (Soziologe), Patrick Roth (Schriftsteller), Markus Rudolf (Ökonom), Abt Johannes Schaber OSB (Theologe) sowie Christian Schüle (Journalist). Es ist nach "Helden und Legenden" der zweite Begleitband, der zum Kultursommer Rheinland-Pfalz erschienen ist.

Im Vordergrund des diesjährigen Begleitbandes stehen zentrale Fragen der gegenwärtigen Gesellschaft. Diese ist konstantem Wandel unterlegen. Nicht zuletzt steht die Arbeitswelt vor gewaltigen Transformationen: Globalisierung, der technische Fortschritt und insbesondere die Digitalisierung führen zu neuen Herausforderungen. Die Industrie steht in einem weltweiten, immer schneller werdenden Wettbewerb – und mit ihr jeder Arbeitnehmer. Für Menschen mit geringen Qualifikationen ist es schwierig, eine Arbeitsstelle zu finden, ihre Arbeit wird heute oft von Maschinen übernommen. Andere Menschen müssen immer mehr arbeiten. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit sind fließend geworden.

Begleitband ab sofort im Handel erhältlich

Politik und Wirtschaft müssen über den Charakter und die Rahmenbedingungen von der heutigen Arbeitswelt neu nachdenken – vor allem aufgrund des in vielen Branchen spürbaren Arbeitskräftemangels. Aber auch auf gesellschaftlicher und individueller Ebene stellen sich viele Fragen, denn die Zeit ohne Arbeit ist nicht allein „Freizeit“, von Arbeit befreite Zeit. Demgegenüber steht die Muße, ein heute unmodern gewordener Begriff. In den 26 Beiträgen des Sammelbandes „Arbeit 5.0“ wird dargelegt, was unter „Muße“ zu verstehen ist und wird wie gerade die moderne Arbeitswelt auf diese Haltung angewiesen ist. Der Begleitband ist unter der ISBN-Nummer 978-3-8353-3340-6 im Handel erhältlich.

Lesung und Diskussion am 31.08.2018, 19 Uhr

Innerhalb der Veranstaltungsreihe "Denkbares", die PTHV-Rektor Zaborowski und Martin Ramb ins Leben gerufen haben, finden verschiedene Termine zu dieser Thematik statt. Weitere Informationen unter: www.denkbares.org.

Die erste Veranstaltung findet am 31.08.2018 um 19 Uhr in der Annakapelle, Abtei Marienstatt, statt. Eduard Zwierlein, Franziskus von Heereman, Holger Zaborowski und Martin Ramb diskutieren ihre Beiträge zum Begleitband des Kultursommers untereinander und mit dem Publikum. Der Eintritt kostet 8 Euro.