Diese Website verwendet Cookies. Wir verwenden Cookies, um Funktionen für diese Webseite anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Sie akzeptieren unsere Cookies, wenn Sie diese Webseite nutzen.Mehr lesen

OK

Aktuelles

IFW© IFW© IFW

Prof. Dr. Albert Brühl

"Was können Assessmentinstrumente leisten?"

Prof. Brühl hielt Vortrag auf dem 15. Fachkongress der Deutschen Gesellschaft für Case- und Care-Management

Am 21.06.19 hielt Prof. Dr. Albert Brühl, Lehrstuhl für Statistik und standardisierte Methoden an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV), auf dem 15. Fachkongress der Deutschen Gesellschaft für Case- und Care-Management in Koblenz die Key-Note zum Thema „Was können Assessmentinstrumente leisten?“.

In seinem Vortrag zeigte Prof. Brühl auf, was Assessmentinstrumente im Allgemeinen erfüllen können. „Diese haben die Aufgabe, Informationen strukturiert zu erfassen. Sie können somit Grundlagen liefern, auf denen eine Interventionsplanung stattfindet“, erklärte Prof. Brühl. Assessmentinstrumente haben immer eine inhaltliche Fundierung, bestenfalls Theorie basiert, sie enthalten meist ein Strukturmodell, in dem spezifiziert wird, wie Kriterien auf einander zu beziehen sind und sie wenden in der Regel ein Messmodell an, wenn sie Merkmalsprofile inhaltlich qualitativ strukturieren oder Merkmale quantifizieren.

Assessmentinstrumente haben immer normativ-wertbezogene und empirisch prüfbare Anteile. „Bestenfalls sind sie eingebettet in ständige Verbesserungsprozesse, in denen ihre Güte geprüft und Verbesserungen auf der Basis dieser Prüfungen angestoßen werden können. Werden die Ergebnisse von Assessments zur nachvollziehbaren Ressourcenverteilung eingesetzt, kann überprüft werden, inwieweit sie dies gewährleisten“, sagte Prof. Brühl.

Er machte darauf aufmerksam, dass standardisierte Assessments mit vorgegeben Kriterien bei konstruierten Merkmalen, die durch Instabilität, Situationsabhängigkeit und Interaktionen geprägt sind, schnell an Grenzen in ihrer Aussagekraft stoßen. Dies gelte für allen Hilfebedarf im Bereich Sozialer Arbeit und Pflege. Hier stelle sich die Frage, ob nicht zusätzlich zu standardisierten Assessments mit vorgegeben Kriterien auch die immer wieder neue Konstruktion von Hilfe- oder Pflegebedarfen aus Bedürfnissen in ihrer Komplexität qualitativ standardisiert dargestellt werden müsse, wenn über Voraussetzungen für Qualität beziehungsintensiver Dienstleistungen diskutiert werden solle? Hierfür bedürfe es einer angemessenen Beteiligung von Wissenschaft und Praxis und passender Methoden, die im Laufe des Vortrags erläutert wurden.

Kontakt

Verena Breitbach

Philosophisch-Theologische
Hochschule Vallendar (PTHV)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marketing
Pallottistr. 3, 56179 Vallendar

Tel.: +49 261 6402-290
Fax: +49 261 6402-300
E-Mail vbreitbach@pthv.de