Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung (IWW)

  

Als Einrichtung der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) dient das Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung (IWW) der Initiierung und Koordinierung, Planung, Organisation und Durchführung der Fort- und Weiterbildungsaktivitäten der Hochschule

Aktuelles Veranstaltungsangebot

Personalbedarfsbemessung in der Pflege

Personalbedarfsbemessung in der Pflege – wissenschaftliche Herausforderungen und Lösungsansätze für die Praxis

 

Mit ansteigendem Aufwand der Pflege (wachsende Multimorbidität und Hochaltrigkeit der Klienten bei sinkender Verweildauer) wird die Unzulänglichkeit der landesunterschiedlichen, auf einem (Einzel-)Leistungsprinzip basierenden und sich an den Pflegestufen orientierenden Personalanhaltszahlen offensichtlich.

 

Obwohl mit der Einführung der Pflegeversicherung 1995/96 die Einführung eines „empirischen Personalbe-messungs-Verfahrens“ (§ 75 SGB XI) in Aussicht gestellt wurde, zeichnet sich bislang keine gang-bare Lösung ab.
Die Pflegestufen nach § 14 SGB XI können Pflegeaufwand nur zu ca. 30% erklären. Aufgrund der Dysfunktionalität der Pflegestufen unterscheiden sich stationäre Pflegeeinrichtungen neben unterschiedlichen Organisationsstrukturen sehr stark in ihrer Personalausstattung. Personalplanung, die sich an den Pflegestufen orientiert, ist deshalb mit einem großen Unsicherheitsfaktor verbunden. Erklärt wird in diesem Seminar, warum auch die Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs (NBA) keine Lösung für dieses Problem darstellen kann.


Anhand der Ergebnisse der PiSaar-Studie wird in diesem Seminar erklärt, warum ein (einzel-)leistungsbasierter Ansatz zur Entwicklung eines Personalbedarfsbemessungs-Instrumentes für die Pflege nur den Dokumentationsaufwand steigert, ohne eine Erklärung (und damit Vorhersage) für eine quantitative Personalausstattung zu liefern. Gezeigt wird, welche politischen und methodischen Voraussetzungen zur Entwicklung eines empirischen Personalbedarfsbemessungs-Instrumentes im Sinne eines Paradigmenwechsels notwendig wären und welche Chancen für die Pflege damit verbunden sind.

 

Ziel des Seminars ist es, sinnvolle Kennzahlen für eine Personalplanung zu vermitteln, die über die aktuell geltenden gesetzlichen Grundlagen hinausgehen. Dabei wird auf die Ergebnisse der PiSaar-Studie zurückgegriffen, in der in 62 Einrichtungen Organisations- und Bewohner-Variablen erhoben wurden, um Pflegeaufwand zu erklären.

 

Anmeldung hier

 

Veranstaltungspogramm

Grundlagen der seelsorglichen Kommunikation

Das ‚In-Beziehung-treten‘ und das ‚Miteinander reden‘ sind existentielle
Grundlagen unseres Lebens.
In den Kontexten seelsorglichen Handelns, wie in vielen anderen helfenden Berufen, so auch im Gesundheitswesen, sind diese Kompetenzen unverzichtbar. Sie bedürfen der Grundlegung und ständig fortschreitender Entwicklungen.

 

INHALTE
In diesem Seminar werden Grundkompetenzen und Basiswissen zu den vielfältigen Formen der Kommunikation miteinander erarbeitet und in ersten Schritten
praktisch eingeübt (Kommunikationstraining).


Neben der seelsorglichen Gesprächsführung geht es dabei auch um nichtsprachliche Formen von Kommunikation, um symbolische und rituelle Kommunikation,
um Kooperation und Leitung, wie auch um Wahrnehmung und damit um die ästhetische Dimension der Kommunikation.
Neben ausgewählten systemischen und kommunikations-theoretischen Konzepten aus den Human- und Sozialwissenschaften werden biblische Überlieferung
und die eigene Erfahrung als Grundlage herangezogen.


ZIELE
• Kommunikation als einen lebenslangen Entwicklungsprozess verstehen lernen
• Grundkompetenzen sowie unterschiedliche Formen und Methoden sozialer Kommunikation, insbesondere aus dem kommunikationstheoretischen
und systemischen Kontext erarbeiten und diese in eigenen Arbeitsfeldern nutzen
• Grundkompetenzen der Kommunikation mit eigenen Erfahrungen und der biblischen Überlieferung verbinden
• Mit Störungen (in) der Kommunikation konstruktiv und kompetent umgehen lernen

 

ZIELGRUPPE
Interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge, im Sozial- und Gesundheitswesen, Studierende der PTHV ( Anrechenbarkeit für Theologiestudierende im M23 B3)


SEMINARLEITUNG
Prof. Dr. Wolfgang Reuter, Lehrstuhl für Pastoralpsychologie, Theologische Fakultät, PTHV


ZEITPLAN
13.11. 2014 und 27.11.2014, jeweils um 13.15 Uhr bis 17.00 Uhr am Folgetag


ORT
Philosophisch - Theologische Hochschule Vallendar (PTHV)
Pallottistraße 3
56179 Vallendar

Nutzen sie die Möglichkeit der Förderung durch den QualScheck oder Bildungsprämie.

Pro Jahr und Person sind 50 Prozent der Kosten der jeweiligen Weiterbildungs-maßnahme bis zu einer Höchstgrenze von 500 Euro unter bestimmten Voraussetzungen erstattungsfähig.

 

Hier können Sie direkt Ihre Anmeldung registrieren.

Profession, Qualität und Innovation in der Gerontologischen Pflege Modul 7

Modul 7: Wohnformen in der Altenhilfe

 

4.-5. November 2014

 

 

4. NOVEMBER 2014

 

11:00 – 11:20

Begrüßung und Einführung
(Referenten: Hermann Brandenburg und Helen Güther)

Menschen mit Behinderung, Krankheit, Pflegebedürftigkeit aus der Gesellschaft auszugliedern – in welcher Form auch immer – hat eine lange Tradition. Was sind die Ursachen? Was sind die Konsequenzen (für die Betroffenen und für die Gesellschaft)? Welche „Gegenbewegungen“ sind erkennbar?

 

11:10 – 11:50

Input: Alter, Demenz, Wohnen, Quartier - Möglichkeiten und Grenzen (Referent: Stefan Kleinstück)

Die überwiegende Mehrheit der älteren Menschen (auch der Menschen mit Demenz) wird zu Hause versorgt. Diesem Trend steht die Alternative einer stärker wohnortnahen bzw. quartiersbezogenen Versorgung gegenüber. Welche Erfahrungen liegen vor, insbesondere bei Menschen mit Demenz? Wovon ist der Erfolg abhängig? Welche Rolle spielt die (demenzfreundliche) Kommune?

 

11:50 – 12:30

Input: Sozialraumorientierte „Öffnung“ der Altenhilfe – Erfahrungen eines Trägers (Referent: Alfons Maurer)

Die Frage ist, ob eine Öffnung der Heime  (hin zum Sozialraum) tatsächlich möglich ist. Auf der Basis konkreter  Erfahrungen in Weil d. Stadt soll diese Frage diskutiert werden, insbesondere im Hinblick auf fördernde und hemmende Faktoren.

 

14:00 – 15:30

Vom Altenheim zum Seniorenservice. Veränderte
Akteurskonstellationen im sozialen Dienstleistungssektor 
(Referentin: Karin Schneiders)

Der Beitrag beleuchtet insbesondere die Auswirkungen des institutionellen Wandels der Altenhilfe auf die Wohlfahrtsverbände. Was bedeutet diese Entwicklung für die Betroffenen und die Pflege vor Ort?

 

16:00 – 17:30

Wohnen, Versorgung und Pflege – Strategien eines großen Verbands  (Referent: Hanno Heil)

Der Vortrag greift verschiedene Aussagen des vorhergehenden Beitrags auf. Wie stellt sich die Situation bzgl. der verschiedenen Wohnformen und ihrer Prägung durch die katholisch geprägte Altenhilfe dar?

 

5. NOVEMBER 2014

 

09:00 – 10:30

Jenseits der institutionellen Versorgung:
Ein „neues“ Modell - Wohnen für Hilfe
(Referentinnen: Heike Bermond, Sandra Wiegeler)

Alternativ zu betreuenden Wohnformen stellt dieser Beitrag ein Modell gelebter Solidarität im Alltag vor. Ältere Menschen bieten Studierenden für Hilfeleistungen im Alltag mietfreien Wohnraum an

11:00 – 12:30

Workshop: Möglichkeiten und Grenzen der Autonomie zu Hause und im Heim (Referentin: Heike Baranzke)

Autonomie ist das Leitmotiv für die gesundheitlich-pflegerische Versorgung im Alter. Was passiert, wenn die Grenzen erreicht werden?

14:00 – 15:30

Abschlussdiskussion:
Konsequenzen für die Profession, Moderation: Helen Güther und Hermann Brandenburg

Adressaten/Adressatinnen:

Vorrangig akademische Dienstleister und Verantwortungsträger im
Gesundheitswesen: Personen, die im Management, der Aus-, Fort- und Weiterbildung, in der Qualitätssicherung, in der (Krankenhaus)-
Seelsorge tätig sind sowie Referenten von Wohlfahrtsverbänden und Ministerien. (Max. 18 Teilnehmer/-innen)

Kursleitung:

Prof. Dr. Hermann Brandenburg & MPH Helen Güther (Lehrstuhl für Gerontologische Pflege, Pflegewissenschaftliche Fakultät der PTHV)

 

Weitere Details zum Programm finden Sie hier.

Kosten:

300 € pro Modul

 

 

hier können Sie sich anmelden

 

 

 

 

Veranstaltungsreihe Profession, Qualität und Innovation im Gesundheitswesen

hier können Sie die aktuellen Veranstaltungsdetails der Reihe ansehen

Kontakt

Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung (IWW)

Pallottistr. 3, 56179 Vallendar

Tel.: 0261/6402-290 

Fax: 0261/6402-350

E-Mail: iww(at)pthv.de

Web: www.pthv.de/institute/iww