M23-C1: Ordenstheologie

M19-4

[auch M 23-A3

oder M 23-C1]

Kurstitel:

„Baue meine Kirche wieder auf!“ –‚Ordenstheologie’ als Impuls für die Erneuerung der Kirche

Dozent

Fröhling

Veranstaltungstyp

Vorlesung

ECTS-Punkte / SWS

3 / 2

Termin

Dienstag, 10.25—12.00 Uhr

Inhaltliche Beschreibung

Ordensgemeinschaften teilen mit der Kirche Europas und (Nord-)Amerikas die Erfahrung mit gesellschaftlichen Umbrüchen, mit den unterschiedlich bedingten Abbrüchen des kirchlichen Lebens, aber auch mit dem Versuch neuer Aufbrüche in der Kirche.

Bereits seit dem II. Vatikanischen Konzil befinden sich die Ordensgemeinschaften angesichts von Symptomen von Nachwuchsmangel, Austritten, Überalterung und Arbeitsüberlastung, „äußere Krankheits-Symptome“, die inzwischen auch die Gesamtkirche zeigt, … in einem intensiven Prozess, ihren geistlichen Dienst wie ihr diakonisches und pastorales Wirken zu überprüfen und neu auszurichten.

In diesem Kontext entwickelten Ordensfrauen und –männer, ausgehend von Nordamerika und seit Ende der 1990er Jahre auch in Deutschland eine profilierte „Theologie geistlichen Lebens“, die „in der Kirche den absoluten Vorrang Gottes präsent halten will“: Den Vorrang der Gnade vor der menschlichen Leistung, der Vorrang der Berufung zur Heiligkeit vor der Selbstdarstellung, den Vorrang der Personen vor den Strukturen, den Vorrang des gemeinsamen Bemühens vor dem Alleingang Einzelner, den Vorrang des Dienens vor dem Amt, den Vorrang des verborgenen Fruchttragens vor dem publikumswirksamen Auftritt, den Vorrang der Armen und Bedrängten vor den Mächtigen und Reichen.

So lohnt sich ein vertiefter Blick auf die Orden und geistlichen Gemeinschaften, die ihre Existenz und Entwicklung „dem schöpferischen Wirken des Gottesgeistes [verdanken], der immer wieder neue oder erneuerte zeitgemäße geistliche Lebensformen hervorbringt“ (R. Zollitsch), und denen die Kirche ausdrücklich eine „prophetisches Aufgabe“ für Glauben und Leben aller Gläubigen zuschreibt.

Welche Impulse also bietet die Theologie und Spiritualität geweihten Lebens für die Erneuerung der Gesamtkirche?

Lernziele

 

Literatur:

Chittister, Joan: Unter der Asche ein heimliches Feuer. Spiritueller Aufbruch heute. München 22004.

Gruber, Margareta / Kiechle, Stefan (Hrsg.): Gottesfreundschaft. Ordensleben heute denken. Würzburg 2007.

Hochschild, Michael: Neuzeit der Orden. Kursbuch für Himmelsstürmer. [Glauben und Leben; Bd. 26]. Münster 2005.

Metz, Johann Baptist / Peters, Tiemo Rainer: Gottespassion. Zur Ordensexistenz heute. Freiburg i. Br. 1991.

Schneiders, Sandra M.: Finding the Treasure. Locating Catholic Religious Life in a New Ecclesial and Cultural Context. [Religious Life in a New Millennium; Volume 1]. <st1:place w:st="on"><st1:state w:st="on">New York</st1:state></st1:place> / Mahwah 2000.

Schneiders, Sandra M.: New Wineskins. Re-imagining Religious Life Today. New York/Mahwah 1986.

Zollitsch, Robert: Ekklesiologischer Standort der Orden [Vortrag des Vorsitzenden der DBK bei der Mitgliederversammlung der DOK; Vallendar, 06.06.2011]. http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse/2011-081a-Vortrag-Zollitsch_DOK.pdf (Stand: 15.06.2011)

 

Teilnahmevoraussetzungen:

Keine.

Leistungsnachweis

Mündliche oder schriftliche Fach-Abschlussprüfung (M19)

Modulkursprüfung oder Hausarbeit (M 23)

M23-C2: Gottes (Un-)Beweisbarkeit


M 23-C2

Kurstitel:

GOTTES (UN-) BEWEISBARKEIT - Geschichte einer Theologie ‚auf Messers Schneide‘

Dozent

Löbbert

Veranstaltungstyp

Seminar

ECTS-Punkte / SWS

3 /2

Termin

Als Blockveranstaltung Samstags

Vorgespräch Mp 31.10.11, 16.15 – 18.00 

Inhaltliche Beschreibung

Das Seminar soll Kenntnisse der historischen und zeitgenössischen Diskussion um die Beweisbarkeit Gottes vermitteln und exemplarisch die Schwierigkeiten heutiger Gotteslehre zu verstehen versuchen.
Angestrebt wird Dialogfähigkeit und 'Unterscheidung der Geister'.

Lernziele

Die Studierenden

·         können sich in das aktuelle Gespräch orientiert  einbringen;

·        haben einen Überblick über zentrale Positionen der ‚negativen und positiven‘
 Gotteslehre;

·        können kirchliche und persönliche Positionen
 situationsgerecht schriftlich und mündlich artikulieren;

·        sind zu dogmatisch-religionsphilosophischer Reflexion befähigt

 

Teilnahmevoraussetzun-gen:

Keine.

Leistungsnachweis

Referat und schriftliche Seminararbeit