Tagung der Deutschen Sektion der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie

24. – 25. April 2015

Frankfurt, Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen

 

 

Seit 2012 begleitet die Deutsche Sektion der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie den Dialogprozess der deutschen Kirche mit Workshops, in denen das jeweilige Jahresthema aufgegriffen und vertieft wird. 2015 kommt der Gesprächsprozess zu einem vorläufigen Abschluss. Die Aussage des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, am Ende dürfe kein Punkt stehen, sondern ein Doppelpunkt, hat beim letzten Treffen in Magdeburg zu dem von verschiedenen Seiten vorgetragenen Wunsch nach einer Neuauflage der Gemeinsamen Synode der Bistümer geführt.

An dieser Stelle will der Workshop weiterdenken. Ausgehend von einer Bilanz des bisherigen Dialogprozesses sollen parallele Initiativen einzelner Bistümer in den Blick genommen werden. Aus ihnen ergeben sich gemeinsame Themen und Fragestellungen, die mit dem seit der Würzburger Synode Erreichten abgeglichen werden. Die von Papst Franziskus immer wieder betonte Rolle von Synodalität in der Kirche soll aus katholischer und evangelischer Perspektive untersucht werden. Schließlich ist die Frage nach den kirchenrechtlichen Möglichkeiten einer eventuellen Synode zu stellen.

Tagung der Deutschen Sektion der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie

Magdeburg, Roncalli-Haus

11.-12. September 2014

 

 

Mit der Martyria rückt eine komplexe Problematik ins Zentrum des Gesprächsprozesses, in der Gottesfrage, Glaubens- und Kirchenkrise sich berühren: Wie kann in der Gegenwart unter den Bedingungen der Religionsfreiheit, des säkularen Pluralismus und eines „Zeitalters der Authentizität“ (Taylor) der Glaube bezeugt und weitergegeben werden? Wie kann dieses Zeugnis in seiner Schwäche und Brüchigkeit zum Ort werden, wo Gottes Kraft und Wahrheit erfahrbar sind (1 Kor 2)? Die Verkündigung des Evangeliums scheint den letzten institutionellen Schutz der konstantinischen Ära zu verlassen und ist Räumen ausgesetzt, in denen kirchliches Zeugnis nur durch die Krise der Sprachlosigkeit hindurch und in Fühlung mit den Brüchen des Lebens neu Relevanz und Prägnanz gewinnen kann. An die Stelle erfolgreicher Strategien der Glaubensweitergabe tritt das Risiko, authentisch, suchend und im Dialog mit dem eigenen Glauben zu scheitern – und vielleicht nur in dieser Schwachheit die Kraft des Evangeliums neu zu finden. Die Vorträge reflektieren diese Herausforderungen unter unterschiedlichen Aspekten: der sozialgeschichtliche Verlust einer lebensweltlichen und biografischen Einbettung des Glaubens, der Dialektik von dialogischer Öffnung und identifizierbarem Bekenntnis, den Bewährungsorten Religionsunterricht und Mediengesellschaft, der Option für eine evangelisierende Kirche der Armen, der Predigt als einem Raumgeben für die Kraft des Gotteswortes.

Maria und das Alte Testament Tagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Mariologie Mittwoch, 07. Mai bis Samstag, 10. Mai 2014

Über die neutestamentlichen Stellen hinaus, in denen von der Gottesmutter Maria die Rede ist, wurden seit der Frühzeit des Christentums auch Erzählungen und Bilder aus dem Alten Testament zur Deutung herangezogen. Die Fachtagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Mariologie greift diese Typologien auf und geht den marianischen Spuren im Alten Testament sowie ihren Nachwirkungen in Theologie und Frömmigkeit nach.

 

Den Einladungsflyer können Sie hier herunterladen.

DFG-Projekt: Das Zweite Vatikanische Konzil und seine Rezeption in der deutschen Kirche (1959-1971)

Ziel des von Oktober 2009 bis September 2011 von der DFG geförderten Projekts ist die Untersuchung der Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils in Deutschland. Ein Forschungsdesiderat ist nach wie vor die Situierung des Konzilsprozesses auf regionaler und lokaler Ebene. Es fehlt eine Gesamtschau darüber, welcher Beitrag wirklich von den deutschen Teilnehmern auf die Textfassungen ausging. Nicht untersucht ist zudem die Rückwirkung zwischen dem Konzilsgeschehen und seiner begleitenden Vermittlung in die Diözesen. Schließlich fehlen Studien über die konkret unternommenen Reformschritte in den Diözesen nach dem Konzil, die den Umfang der wirklichen Rezeption und eventueller Leerstellen verdeutlichen.

Im Projekt wurden folgende Arbeitsschritte unternommen und werden nach Förderungsende abgeschlossen: Anhand der „Acta Synodalia“ und der Amtsblätter werden die Beiträge der deutschen Konzilsteilnehmer und die einzelnen Schritte der Umsetzung in ihren Diözesen in der Form einer wiki-basierten Datenbank erfasst. Für einige unter sachlichen und regionalen Aspekten ausgewählte Diözesen soll sodann die Rezeption des Konzils beispielhaft unter Hinzuziehung archivalischen Materials näher untersucht werden.

Die aus dem Projekt entstandene Monographie wird zur Drucklegung vorbereitet:

 

Joachim Schmiedl, Dieses Ende ist eher ein Anfang. Die Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils durch die deutschen Bischöfe (1959-1971), Paderborn: Ferdinand Schöningh 2014.

 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter (2009-2011): Tobias Schnieders (tobias.schnieders@web.de)

Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils

Zeitschrift "REGNUM"

REGNUM ist eine wissenschaftliche Zeitschrift, in der das Gespräch der Schönstatt-Bewegung mit gesellschaftlichen und kirchlichen Gruppierungen gepflegt wird und Beträge zu aktuellen Diskussionen dokumentiert werden. Sie erscheint vier Mal im Jahr. Dem Redaktionsteam gehören an: Prof. Dr. Joachim Schmiedl (Chefredakteur), Generaldirektor PD Dr. Bernd Biberger, Dr. Alicja Kostka, Dr. Daniela Mohr-Braun, Prof. Dr. Lothar Penners.

Seligsprechungsprozess Josef Engling

Joachim Schmiedl ist Vize-Postulator in der Causa zur Seligsprechung des Dieners Gottes Josef Engling (1898-1918). Am 17. Juni 2008 wurde die diözesane Untersuchung abgeschlossen. Zur Zeit laufen die Vorbereitungen für die Erstellung der "Positio" über Leben und Tugenden Englings.

Seligsprechungsprozess P. Johannes Maria Haw

Der Gründer des Johannesbunds in Leutesdorf, P. Johannes Maria Haw, war ein früher Vertreter der Katholischen Aktion in Deutschland. Sein Kampf gegen den Alkoholismus wurde von einer tiefen Spiritualität getragen. In einem breiten Netzwerk war er mit den führenden Persönlichkeiten des deutschen Katholizismus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbunden. Joachim Schmiedl ist Vorsitzender der Historischen Kommission im Seligsprechungsprozess. 2013 hat er eine wissenschaftlich dokumentierte Biographie veröffentlicht:

 

Joachim Schmiedl, Pionier des Laienapostolats und Anwalt der Gestrandeten. Johannes Maria Haw (1871-1949), Trier: Paulinus-Verlag 2013.

Seligsprechungsprozess P. Franz Reinisch

Am 28. Mai 2013 wurde der Seligsprechungsprozess für P. Franz Reinisch (1903-1942) eröffnet. Joachim Schmiedl ist Vorsitzender der Historischen Kommission, der noch P. Martin Manus SAC (Rom) und Prof. Dr. Bernhard Schneider (Trier) angehören.

Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte

Ab 2010 ist Joachim Schmiedl Herausgeber der "Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte".

Liturgie zwischen Mysterium und Inkulturation

Tagung der Deutschen Sektion der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie

Stuttgart, Haus der katholischen Kirche

12.-13. September 2013

 

Publikation in Vorbereitung. Erscheinungstermin: Frühjahr 2014 im Verlag Herder, Freiburg, in der Reihe "Katholische Kirche im Dialog"

Einladungsflyer

 

In der Liturgie feiert die Kirche, was den innersten Kern ihres Glaubens ausmacht. Sie soll, wie das Zweite Vatikanum hervorhebt, „Quelle und Höhepunkt“ des kirchlichen Lebens (SC 10) sein. Gerade an diesem „Herzstück“ des Glaubens liegt das emotionale Zentrum der Konflikte um den Kurs der Kirche. Zugleich wird gerade in der Liturgie deutlich, dass viele Menschen keinen Zugang mehr finden zum christlichen Glauben, dass ihnen die Sprache fremd bleibt und das Geheimnis verschlossen. Gerade hier hatte das Konzil einen Aufbruch gewagt – auch hier ist der Aufbruch ins Stocken geraten, wäre die Dynamik neu zu suchen, die sich einmal mit der liturgischen Bewegung verbunden hatte.

Es stellen sich Herausforderungen, denen die Kirche nicht ausweichen kann: Wie kann das liturgische Geschehen heute lebendig gefeiert und Menschen erschlossen werden, die ihm fremd gegenüberstehen? Wie kann die Kraftquelle und der Gipfelpunkt des Glaubens auf den Lebensalltag bezogen werden, auf den sozialen und diakonischen Einsatz der Kirche und auf die „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen dieser Zeit“ (GS 1)?

„Dialog“ heißt dabei, die Konflikte auszutragen und die Anliegen des Anderen aufzugreifen: Die einen fürchten eine „Verflachung“ und „Entleerung“ der Liturgie, die pädagogisiert und verkopft wird, so dass statt des Mysteriums Gottes nur banales Menschenwerk übrig bleibt. Die anderen warnen vor einer Flucht aus der Welt, die sich nostalgisch in ein vermeintliches Geheimnis flüchtet, das in seiner Unverständlichkeit und Erfahrungsferne den Zugang zu Gott gerade verstellt.

Die Tagung will in theologischer Reflexion deutlich machen, wie Geheimnis und Inkulturation, Ereignis des unverfügbaren Gottes und konkretes menschliches Handeln einander bedingen und provozieren können. Lassen sich die Konflikte in einen produktiven Austrag bringen? Kann die Feier der Liturgie vielleicht das Verbindende zwischen den Jahresthemen des Dialogprozesses werden, indem sie das diakonische Handeln der Kirche abbildet und auf Gottes zuvorkommendes Handeln bezieht und indem von diesem gefeierten Geschenk her ein lebendiges Zeugnis des Glaubens möglich wird, das weder Penetranz noch Rechthaberei nötig hat?

Zeitschrift "REGNUM" (Kopie 1)

REGNUM ist eine wissenschaftliche Zeitschrift, in der das Gespräch der Schönstatt-Bewegung mit gesellschaftlichen und kirchlichen Gruppierungen gepflegt wird und Beträge zu aktuellen Diskussionen dokumentiert werden. Sie erscheint vier Mal im Jahr. Dem Redaktionsteam gehören an: Prof. Dr. Joachim Schmiedl (Chefredakteur), Dr. Bernd Biberger, Dr. Daniela Mohr-Braun, Prof. Dr. Lothar Penners, Prof. Dr. Joachim Söder.

Lehrstuhl für Mittlere und Neue Kirchengeschichte

Aktuelle Vorträge

23. August 2012: Perfectae Caritatis. Impulse für das Ordensleben des 21. Jahrhunderts

Vortrag beim Generalkapitel des Deutschen Ordens, Wien

07. September 2012: Die deutschen Bischöfe und das achte Kapitel der Kirchenkonstitution. Ihr Beitrag zum Marienschema und die Rezeption bis zur Würzburger Synode

Vortrag beim Internationalen Mariologischen Kongress, Rom, Antonianum

11. Oktober 2012: Geglückter Auftakt. 50 Jahre Eröffnung Zweites Vatikanisches Konzil

Vortrag in Münster, Franz-Hitze-Haus

24. Oktober 2012: Wider die Unglückspropheten. Johannes XXIII. und die Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren

Vortrag an der Universität Passau

07. November 2012: Fr. Joseph Kentenich and the German Liturgical Movement

Vortrag beim RelInsEurope-Symposium "Liturgy as Muse", Katholische Universität Leuven / KADOC

19. November 2012: Das Konzil und die Orden. "Perfectae Caritatis" nach 50 Jahren neu gelesen

Vortrag bei der Herbsttagung der österreichischen Orden, Wien, Kardinal-König-Haus

29. November 2012: Das Zweite Vatikanische Konzil - ein Ereignis auch für Bayern

Vortrag an der Universität Würzburg / Lehrstuhl für Neuere und Neue Geschichte, Bayerische Landesgeschichte

30. November 2012: Das Konzil und die heutige Sozialgestalt von Kirche

Vortrag beim Bezirkssynodalrat Westerwald (Bistum Limburg), Simmern, Priesterhaus Berg Moriah

13. Dezember 2012: Offenbarung im Zweiten Vatikanum

Vortrag bei der Recollectio des Dekanats Rhein-Wied (Bistum Trier), Vallendar, Priesterhaus Marienau

12. Januar 2013: Die Ordenslandschaft im Bistum Limburg an der Wende vom 19. zrtum 20. Jahrhunde

Vortrag beim Studientag "Dominikus Willi O.Cist. Bischof von Limburg (1898-1913), Frankfurt, Haus am Dom

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