Die DFG hat im Februar 2012 ein internationales Forschungsprojekt zu den Nationalsynoden nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil genehmigt. Das Projekt wird an der Theologischen Fakultät der PTHV unter Leitung von Prof. Dr. Joachim Schmiedl durchgeführt. Internationale Kooperationen bestehen mit Kollegen aus Utrecht, Luzern, Innsbruck, Fulda und Potsdam.
Die Gemeinsame Synode der Bistümer der Bundesrepublik Deutschland (Würzburger Synode, 1971-1975) und zeitgleich abgehaltene Nationalsynoden in Europa (Niederlande, DDR, Schweiz und Österreich) waren entscheidend für die teilkirchliche Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils. In diesen synodalen Prozessen zeigen sich Chancen und Schwierigkeiten einer partizipativen Rechtsstruktur in der katholischen Kirche. Die Versammlungen repräsentierten und reflektierten das konziliare Selbstverständnis von Kirche im Spannungsfeld von Volk Gottes und hierarchischem Amt. Beeinflusst wurden die Ergebnisse durch die wechselseitige Kommunikation, die in der Erinnerung der Zeitzeugen lebendig ist. Die Erhebung der Erinnerung durch narrative Interviews der Mitglieder der jeweiligen Synoden ist ein zentraler Bestandteil des Projekts.
Kooperationspartner:
Prof. Dr. Johann Ev. Hafner, Potsdam
Prof. Dr. Richard Hartmann, Fulda
Prof. Dr. Wilhelm Rees, Innsbruck
Prof. Dr. Markus Ries, Luzern
Prof. Dr. Jozef Wissink, Tilburg
Ziel des von Oktober 2009 bis September 2011 von der DFG geförderten Projekts ist die Untersuchung der Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils in Deutschland. Ein Forschungsdesiderat ist nach wie vor die Situierung des Konzilsprozesses auf regionaler und lokaler Ebene. Es fehlt eine Gesamtschau darüber, welcher Beitrag wirklich von den deutschen Teilnehmern auf die Textfassungen ausging. Nicht untersucht ist zudem die Rückwirkung zwischen dem Konzilsgeschehen und seiner begleitenden Vermittlung in die Diözesen. Schließlich fehlen Studien über die konkret unternommenen Reformschritte in den Diözesen nach dem Konzil, die den Umfang der wirklichen Rezeption und eventueller Leerstellen verdeutlichen.
Im Projekt wurden folgende Arbeitsschritte unternommen und werden nach Förderungsende abgeschlossen: Anhand der „Acta Synodalia“ und der Amtsblätter werden die Beiträge der deutschen Konzilsteilnehmer und die einzelnen Schritte der Umsetzung in ihren Diözesen in der Form einer wiki-basierten Datenbank erfasst. Für einige unter sachlichen und regionalen Aspekten ausgewählte Diözesen soll sodann die Rezeption des Konzils beispielhaft unter Hinzuziehung archivalischen Materials näher untersucht werden.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter (2009-2011): Tobias Schnieders (tobias.schnieders@web.de)
REGNUM ist eine wissenschaftliche Zeitschrift, in der das Gespräch der Schönstatt-Bewegung mit gesellschaftlichen und kirchlichen Gruppierungen gepflegt wird und Beträge zu aktuellen Diskussionen dokumentiert werden. Sie erscheint vier Mal im Jahr. Dem Redaktionsteam gehören an: Prof. Dr. Joachim Schmiedl (Chefredakteur), PD Dr. Bernd Biberger, Dr. Daniela Mohr-Braun, Prof. Dr. Lothar Penners, Prof. Dr. Joachim Söder.
Joachim Schmiedl ist Vize-Postulator in der Causa zur Seligsprechung des Dieners Gottes Josef Engling (1898-1918). Am 17. Juni 2008 wurde die diözesane Untersuchung abgeschlossen. Zur Zeit laufen die Vorbereitungen für die Erstellung der "Positio" über Leben und Tugenden Englings.
Der Gründer des Johannesbunds in Leutesdorf, P. Johannes Maria Haw, war ein früher Vertreter der Katholischen Aktion in Deutschland. Sein Kampf gegen den Alkoholismus wurde von einer tiefen Spiritualität getragen. In einem breiten Netzwerk war er mit den führenden Persönlichkeiten des deutschen Katholizismus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbunden. Joachim Schmiedl ist Vorsitzender der Historischen Kommission im Seligsprechungsprozess und schreibt eine wissenschaftlich dokumentierte Biographie.
Ab 2010 ist Joachim Schmiedl Herausgeber der "Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte".