Der im Jahre 1900 in Ruppach-Goldhausen/Ww. geborene Pallottinerpater Richard Henkes strebte schon als Schüler im Studienheim Schönstatt (1912-1919) nach Wahrheit und Freiheit. Nach der Priesterweihe wurde er ein begeisternder Lehrer; seit 1931 wirkte er in Katscher, Frankenstein und in Branitz im östlichen Teil Deutschlands. Nach einer Predigt am 7.3.1937 in Ruppach gegen die Nazis wurde er beim SD angezeigt und eine Untersuchung durchgeführt. Ebenfalls 1937 wurde er wegen einer politischen Äußerung in Katscher/OS angezeigt. Der drohenden Verurteilung vor einem Sondergericht in Breslau entging er wegen der Amnestie beim Anschluß Österreichs. Am 8. April 1943 wurde er wegen einer Predigt in Branitz/OS endgültig verhaftet und am 10. Juli 1943 ins KZ Dachau eingeliefert. Dort ließ er sich Ende November/Anfang Dezember 1944 freiwillig in der Zugangsbaracke 17 zur Pflege und Seelsorger Typhuskranker einschließen, steckte sich dabei an und starb am 22. Februar 1945 im KZ Dachau. Die Dachauer KZ-Priester und der Richard-Henkes-Kreis haben sich seit 1982 für seine Seligsprechung eingesetzt.
Jan. 2001 Beschluss des Provinzkapitels der Limburger Pallottinerprovinz für
einen Seligsprechungsprozess.
06.04.2001 Bischof Dr. FranzKamphaus beauftragt Rechtsdirektor
Dr. Schüller und Herrn Joachim Rotberg mit der Voruntersuchung.
03.12.2001 Ernennung von P. Dr. Manfred Probst SAC zum Postulator.
25. Mai 2003 Eröffnung des Bischöflichen Erhebungsverfahrens mit Bischof
Dr. Franz Kamphaus in Anwesenheit von Bischof F. Lobkowicz von Ostrava-Opava und Prälat Dr. W. Grocholl (Visitator Branitz) und sehr vielen Gläubigen, auch aus Strahovice.
23. Januar 2007 Pontifikalamt mit Bischof Dr. Franz Kamphaus zum Abschluss
des Bischöfl. Erhebungsverfahrens unter Teilnahme vieler Gläubigen,
am Ende Versiegelung der Aktenkiste.

Glaubenszeuge im KZ Dachau
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