JProf. P. Dr. Edward Fröhling SAC

Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und Theologie der Spiritualität

 

 

 

 

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"Theologie ist ein Akt des Glaubens - Der Glaube ringt um die Einsichtigkeit seiner Sache. Voraussetzung der Theologie ist, dass sie vom Glauben getrieben wird. Dabei ist mitgedacht, dass es auch ganz andere Formen des Selbstausdrucks des Glaubens gibt, zum Beispiel eine fides cantans. Glaube vollzieht sich auch als singender, tanzender, als schweigender, als kämpfender Glaube. Aber eine seiner Formen ist die Suche nach intellektueller Klarheit, nach Einsichtigkeit."

(Dorothee Sölle)

 

„In Wirklichkeit besagt Tradition nicht die Wendung zur Vergangenheit als solcher, sondern den Zug zum Grunde, zum Wesentlichen und Bleibenden im Leben wie in der Geschichte. [ … ] So ist Tradition nicht ein Festhalten am alten, sondern das Bejahen des tieferen Wesens und des eigenen Grundes, der gerade dann bewahrt werden muss, wenn sich ein Lebendiges sinnvoll entwickeln und organisch reifen soll. [ … ] In dieser Sicht verliert die Tradition den Charakter einer konservierenden und restaurierenden Macht und wird zur Kraft der schöpferischen Erneuerung des Lebens in der Gegenwart.“

(Leo Scheffczyk)

 

Es ist nicht genug, Gottes Wort zu wissen, sondern man muss auch dasselbe in die lebendige tätige Übung bringen. Viele meinen, die Theologia sei nur eine bloße Wissenschaft und Wortkunst, da sie doch eine lebendige Erfahrung und Übung ist! [ ... ] Ein rechter Diener und Liebhaber Christi muss auch ein Nachfolger Christi sein. [ ... ] Denn das wahre Christentum stehet nicht in Worten oder im äußerlichen Schein, sondern im lebendigen Glauben, aus welchem rechtschaffene Früchte und allerlei christliche Tugenden entsprießen."

(Johann Arndt)

Fundamentaltheologie heißt ...

Verstehen-wollen:

  •         die "Tradition":
  •         das Evangelium als "Heilige Schrift" und
  •         die kirchliche Überlieferung;
  •         das Geheimnis der Lebenshingabe Jesu;
  •         das „Bild des Sohnes“:
  •         die Einladung, Gott in der Person Jesu zu erkennen;
  •         die „Zeichen der Zeit“ mit ihren Licht- und Schattenseiten.   

Aufmerksam-sein:

  •         für die "Spuren Gottes" in der Welt und im eigenen Leben;
  •         für das, was Menschen heute (offen oder verborgen) bewegt:
  •         für Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen; 
  •         für das Wirken des Geistes, der "Antwort geben will" …;
  •         für die  Realität der Welt, in der Menschen heute leben;
  •         gegenüber Einwänden gegen Religion, ihre Ausdrucksformen und institutionellen Gestalten.

Bereit-sein:

  •         zu ernsthaftem "Nach-Denken" und mutig-kritischem Selber-Denken;
  •         für den Geist, „der uns mit Leben erfüllt“:
  •         zur Vertiefung des eigenen geistlichen Lebens;
  •         zum „Einsatz mit ganzer Kraft“ für das Evangelium;
  •         zur Nachfolge Jesu;
  •         zur Erneuerung des eigenen und auch des kirchlichen Lebens;
  •         zum „Gott-entgegen-Gehen“, zur nicht endenden Gott-Suche.

Fundamentaltheologie und "Geistliches Leben"

„Gehen wir davon aus, dass es eine elementare Krise gibt, die unser europäisches Christentum befallen hat. Wir leben in einer ‚Zeit der Gotteskrise’. Sie ist nicht einfach identisch mit einer innerkirchlichen Glaubenskrise, sie ist vielmehr die Signatur der geistigen Situation unserer Zeit. [...]

Es scheint, als wäre Gott einfach abhanden gekommen (wie ein Hut, wie ein Stock, den man nicht allzu lange vermisst) oder als wäre er zur freischwebenden Metapher geworden, die vielerlei Interessen schmücken kann.

In dieser Zeit der Gotteskrise geht es für Kirche und Christentum nicht um dies oder das, sondern um – Gott!“ (J. B. Metz) ....

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Die zentralen Themen der Fundamentaltheologie

 

Im Zentrum des Studiums der Fundamentaltheologie stehen die hier im folgenden aufgeführten Themenkomplexe.

Diese bekommen natürlich - je nach Prägung und Profil der geistlichen Tradition, in der sie behandelt werden - nicht nur an einer "freien Fakultät" - ihre eigene, charakteristische Färbung und inhaltliche Prägung.

An der PTHV wird diese bestimmt durch die Spiritualität Vinzenz Pallottis, die mit ihm und seiner Gründung verbundene Tradition, die uns ihre "eigen-artigen" Impulse, Fragestellungen, Anstöße, Herausforderungen mit zu bedenken gibt.

 

Theo-Logie: Wissenschaft des Unbegreiflichen

Religionsphilosophie / Religionskritik

 

Hermeneutik:

Sich-Verstehen im Licht des Evangeliums

 

Offenbarung in Christus

Christus allein!? -

Christlicher Glaube in einer pluralistischen Welt

 

Christus-Geheimnis und Kirche

Ökumene:

"Unstillbarer Hunger nach Einheit"

 

Das "universale Apostolat"

Leben im Glauben ... Leben im Heiligen Geist

Dem Gekreuzigten nachfolgen -

Theologie an der Seite der Leidenden

"Das rettende Wort - Handeln!" (Paul VI.) -

Die Frage nach der "politischen Theologie

 

"Pallotti - Zurück zur Wirklichkeit"

Installation in der Stadtpfarrkirche Friedberg/Bayern

www.saraopic.com

Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und Theologie der Spiritualität

Aktuelle Empfehlung

Aus dem Kreis der "Verbündeten" (www.gottes-suche.de) lege ich allen diese aus meiner Sicht wichtige und im wahrsten Sinn "Not-wendige" Neuerscheinung zur aufmerksamen Lektüre sehr ans Herz!

Infos zum Buch finden sich hier ...

 

Fröhling, Edward: Der Gerechte werden - Meister Eckhart im Spiegel der Neuen Politischen Theologie. Ostfildern 2010. 728 S.

ISBN 978-3-7867-2812-2

Fröhling, Edward: Stetige Erneuerung als Herausforderung. Gossau/Ch. 2013. 29 S.

 

Hier finden sich "Verbündete"

 

Prof. Martha Zechmeister CJ

Catedrática del Departamento de Teología

Universidad Centroamericana "José Simeón Cañas" (UCA) - El Salvador

 

"Gottes-Suche" -

Glaube nach Gewalterfahrungen

Hier lohnt es sich, regelmäßig vorbeizusehen!

 

"Die Losungen" - Gottes Wort für jeden Tag

 

"Leben aus den Quellen":

"Bibel und Kirchenväter" und

"Geistige Schriftauslegung"

(Projekte der Benediktinerinnenabtei Mariendonk)

 

Herz-Jesu-Provinz der Pallottiner