Pflegewissenschaftlerin erhält Wissenschaftspreis ConSozial 2009

Frau Kurka-Wöbking erhielt den Preis für ihre Masterarbeit, die sich mit der kommunalen Versorgungslage von älteren Hilfe- und Pflegebedürftigen der Stadt Landshut beschäftigt.

Frau Alexandra Kurka-Wöbking, die im vergangenen Jahr ihr Masterstudium Pflegewissenschaft in der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) erfolgreich abgeschlossen hat, hat für ihre Masterarbeit den diesjährigen ConSozial-Wissenschaftspreis erhalten. Der von der Unternehmensgruppe Dr. Loew gestiftete Preis wurde zum fünften Mal auf Deutschlands größter Sozialmesse in Nürnberg verliehen. Die Zusammenlegung der „ConSozial“ - Deutschlands größter Sozialmesse - und des „Deutschen Fürsorgetages“ in Nürnberg bezeichnete die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer als „sozialen Gipfel“. Bei der Eröffnungsveranstaltung mit rund 1500 Besuchern verlieh sie den Wissenschaftspreis gleich an zwei Gewinnerinnen. Frau Kurka-Wöbking erhielt den Preis für ihre Masterarbeit, die sich mit der kommunalen Versorgungslage von älteren Hilfe- und Pflegebedürftigen der Stadt Landshut beschäftigt. Ferner wurde Frau Dr. Annegret Saxe wurde für ihre Dissertation „Erfolgsfaktoren für Stiftungskooperationen“ ausgezeichnet. Beide Arbeiten der Bewerberinnen seien so hochwertig gewesen, dass man sich für eine Teilung des Preises entschieden hätte, heißt es u.a. in der Begründung der Jury.

 

Die Masterarbeit von Frau Alexandra Kurka- Wöbking untersucht die Versorgungslage der älteren Mitbürger mit einem (potenziellen) Hilfe- und Pflegebedarf auf kommunaler Ebene am Beispiel der Stadt Landshut. Mit der Methode eines Community Health Assessments – also einer umfassenden Auswertung und Beurteilung der kommunalen Versorgungsstruktur - wurde im Rahmen der Untersuchung ein 4-Phasen-Modell entwickelt. Hierbei wurden sowohl qualitative als auch quantitative Methoden verwendet, um möglichst präzise und vielfältige Erkenntnisse zu erhalten. Die gewonnenen Ergebnisse flossen in eine Risiko-Potential-Analyse ein, um damit fundierte Handlungsempfehlungen auszusprechen. Eine zentrale Empfehlung ist die Errichtung eines kommunal verorteten Pflegestützpunktes, der sein Beratungsangebot für Betroffene und Angehörige erweitert auf die bereits ortsansässigen sozialen Anbieter von Dienstleistungen. Im Vordergrund stehen die Nutzung von Synergien und die sowohl qualitative aber auch finanzielle Effizienzsteigerung der Versorgung angesichts des demographischen Wandels.

 

Quelle: http://www.dr.loew.de/6_consozial09.html