
Der Lehr- und Forschungsbereich des Lehrstuhls Ethik, Theorie und Geschichte der Medizin befasst sich mit der Identifizierung und Analyse ethischer und wissenschaftstheoretischer Fragen in der Medizin und der biowissenschaftlichen Forschung sowie historischen Aspekten.
Thematische Schwerpunkte liegen im Bereich der Stammzellforschung, der Neuroethik, der molekularen Medizin, der Altersforschung sowie der Untersuchung von Möglichkeiten und Voraussetzungen einer interkulturellen Bioethik. Charakteristisch für den Lehrstuhl ist zum einen die interdisziplinäre Herangehensweise, die die Naturwissenschaften mit der Ethik und der Philosophie verbindet. Zum anderen ist die Arbeit gekennzeichnet durch einen starken Praxisbezug sowohl im Hinblick auf die Biowissenschaften als auch auf Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäuser und Altenhilfeeinrichtungen.
Der Lehrstuhl ist mit dem philosophischen Teilprojekt „Normative Bedeutung von zellulärer Totipotenz bei der induzierten Reprogrammierung von Zellen“ an dem vom BMBF geförderten Verbundprojekt „Entwicklungsbiologische Totipotenz: Bestimmung als normatives Kriterium in Ethik und Recht unter Berücksichtigung neuer entwicklungsbiologischer Erkenntnisse“ beteiligt und koordiniert dieses Projekt.
Verbundpartner sind Herr Prof. Dr. jur. Hans-Georg Dederer, Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, Völkerrecht, Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht der Universität Passau sowie Herr Dr. med. Tobias Cantz, Excellence Cluster „REBIRTH“, Medizinische Hochschule Hannover und Prof. Dr. rer. nat. Hans Schöler, Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin, Münster.
Prof. Dr. Dr. Thomas Heinemann
Philosophisch-Theologische Hochschule
Pallottistr. 3
56179 Vallendar
Tel.: 0261 6402 510
E-mail: theinemann(at)pthv.de
Lehrveranstaltungen werden in der Pflegewissenschaftlichen Fakultät und der Philosophisch-Theologischen Fakultät der PTHV angeboten.