Prof. Dr. Albert Brühl

Professor für Statistik und standardisierte Verfahren der Pflegeforschung

Der Lehrstuhl vermittelt in der Lehre grundlegende Kenntnisse zur Bearbeitung empirisch gehaltvoller Fragestellungen in der Pflege. Zentral ist hierbei der kompetente Einsatz angemessener Methoden.

 

In der Forschung liegt der Schwerpunkt auf der Bewertung und Entwicklung standardisierter Erhebungsinstrumente. Beispiele hierfür sind alle standardisierten Assessments.

 

In den Master- und Doktorarbeiten werden Messmodelle verschiedener standardisierter Instrumente entwickelt und/oder bewertet. Aktuell erfolgt dies z.B. zu den Themen: Personalbemessung, Sturz, Pflegebedürftigkeit, Kompetenz und Qualität.

 

Ziel ist es immer, die Qualität der in der Pflege standardisiert erhobenen Daten durch valide Formen der Standardisierung zu erhöhen.

Forschungsschwerpunkte

Gegenstand der Lehrveranstaltungen, des Lehrstuhls sind die Bewertung und Weiterentwicklung des Einsatzes theoretischer Wahrscheinlichkeitsverteilungen und entsprechender Teststatistiken bei allen empirisch gehaltvollen Fragestellungen in der Pflege.

 

Der Schwerpunkt des Lehrstuhls ist die Bewertung und Weiterentwicklung von standardisierten Erhebungsinstrumenten jeder Art. Die Pflege profitiert an dieser Stelle von der Explikation der genutzten Standardisierungsmodelle und von der Erweiterung des methodischen Rahmens der Instrumentenentwicklung. Themen, die dabei bearbeitet werden sind: Personalbemessung, Pflegebedürftigkeit, Sturzrisiko, Benotung von Pflegeschulabsolventen (Kompetenzmessung), Pflegequalität.

 

Zum Standardisierungsmodell der so genannten "Pflegenoten" die im Rahmen der Pflegetransparenzvereinbarungen für ambulante Pflegedienste und stationäre Pflegeeinrichtungen vergeben werden, hat Prof. Brühl zusammen mit Frau Berger eine Itemselektion von 15 Items aus den 39 Bewohner bezogenen Items der PTV im stationären Bereich vorgenommen und eine valide Form der Standardisierung mit dem Rasch - Modell entwickelt. Eine entsprechende Veröffentlichung erscheint im Oktober-Heft 2011 der Zeitschrift "Pflegewissenschaft".

 

Abgeschlossene Dissertationen:

 

Markus Mai: Entwicklung eines konstruktvaliden Sturzrisikossessments unter Einsatz von Modellen aus dem Bereich der probabilistischen Testtheorie

 

Dissertation von Markus Mai als pdf-Datei

 

Konstruktvalidität der Erfassung der fachlichen Kompetenz im praktischen Teil der Prüfung in der Gesundheits- und Krankenpflege in Rheinland-Pfalz

 

 

Dissertationsthemen die aktuell betreut werden:

 

Konstruktvaldität des Standardisierungsmodells des Neuen Begutachtungsassessments (NBA) zur Weiterentwicklung des SGB XI

 

Entwicklung eines Klassifikationssystems zur Personalbemessung in der stationären Langzeitpflege

 

Konstruktvalidität eines Assessments zur Erhebung von Familienkohäsion

 

Konstrukt- und Kriterien bezogene Validität der Pflegetransparenzvereinbarung - ambulant (PTVA)

 

Entwicklung einer Klassifikation zur Unterscheidung verschiedener Arten von Querschnittsgelähmten

 

Vorträge in 2010/2011

  • 28.01.10, Mainz: Ressourcenallokation in der stationären Langzeitpflege - Verband katholischer Altenhilfeeinrichtungen Deutschlands
  • 19.02.10: Alzey: Empirisch valide Alternativen zum Standardisierungsmodell der Pflegenoten in der Pflegetransparenzvereinbarung/ambulant (PTVA) - Medizinischer Dienst der Krankankassen Rheinland-Pfalz
  • 11.03.10, Lahr: Empirisch valide Alternativen zum Standardisierungsmodell der Pflegenoten in der Pflegetransparenzvereinbarung/stationär - (PTVS) - Medizinischer Dienst der Krankenkassen Baden Württemberg
  • 29.07.10, Berlin: Validierung der PTVS mit dem Rasch-Modell - Vorstellung von Auswertungsergebnissen - Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege, Fachausschüsse Altenhilfe und Qualität
  • 19.11.10, Hannover: Probabilistische Testtheorien als Grundlage für die Validierung standardisierter Erhebungsinstrumente in der Pflege. Hochschultag der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft
  • 24.02.11 Validitätsprüfung der Bewohner bezogenen Kriterien nach § 115 SGB XI, Fachtag des Diakonischen Werks Württemberg, Stuttgart
  • 05.04.11, Münster Entwicklungsfähige Messmodelle für psychiatrische Pflege - Jahrestagung der Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen der Psychiatrie e. V.
  • 07.04.11, Qualitätsmanagement im Spannungsfeld zwischen Alltagsgeschäft und MDK-Prüfungen einerseits und einer systematischen Pesonal- und Organisationsentwicklung andererseits, DiCV Trier, Abschlusstagung zur Einführung des Qualitätskatalogs für Katholische Einrichtungen in der stationären Altenhilfe, Vallendar
  • 18.05.11, Entwicklungsperspektiven für Personalbemessungsverfahren, 17. Bundestagung Verband Katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V., Kassel
  • 30.05.11, Messung von Pflegebedürftigkeit, Aktueller Stand und Entwicklungsperspektiven, 1. Waldbreitbacher Pflegekongress, Waldbreitbach
  • 19.10.11, Auftaktveranstaltung zum Projekt PiSaar (Pflegebedarf im Saarland) als Kooperationspartner der saarländischen Pflegegesellschaft in Saarbrücken
  • 24.11.11, Fallgruppen der Sozialarbeit zur Klassifikation Sozialer Arbeit, Vallendar, Jahrestagung der Sozialdienste der Marienhaus GmbH

Vita

1984-1989 Studium der Psychologie und Betriebswirtschaft in Bonn

1990 Diplom in Psychologie an der Universität Bonn

1990 Gründung des Sozialpsychologischen Instituts Köln (SPI KÖLN; www.spikoeln.de) mit Prof. Dr. Herbert Feser

Im SPI KÖLN von 1990 bis 2009 insgesamt 22 Auftragsforschungs-   Beratungsprojekte für über 30 Auftraggeber

1992-2010  Lehraufträge für Methoden der empirischen Sozialforschung in Aachen und Köln

2003 Promotion in Osnabrück bei Prof Dr. Müller-Kohlenberg mit den Fallgruppen Sozialer Arbeit (FdS®)

2008 Berufung zum Professor für Statistik und standardisierte Verfahren an der PTHV

Aktuelle Veröffentlichungen

  • Brühl, A.; Avlund K. (2011): "Structural validity and internal consistency of functional ability scales for healthy older people" in Journal of Clinical Gerontology and Geriatrics, zur Veröffentlichung angenommen
  • Brühl, A; Berger B. (2011): Mit weniger Kriterien besser differenzieren

    Warum bei der Messung von Qualität, weniger mehr sein kann -

    Selektion von 15 validen Bewohner bezogenen Kriterien der Pflegetransparenzvereinbarung nach §115 SGB XI. In: Pflegewissenschaft, 10/11, S. 525-534
  • Brühl A. (2008) Ergebnisse der Kontrollstudie. In:Gebert A, Schmidt C, Weidner F: Präventive Hausbesuche bei Senioren.Schlütersche,Hannover, S. 119-128
  • Brühl A. (2008) Prozess und Leistungstransparenz im Case-Management. In: Bostelaar R.A.,Pape R.: Case Management im Krankenhaus.Schlütersche,Hannover, S. 115-125
  • Brühl, A.; Isfort, M.; Zinn, W. (2008): Patientenklassifikation und Personalbemessung auf Intensivstationen (2). In: Intensiv, H. 6, S. 314–319.
Kontakt

Prof. Dr. Albert Brühl

 

Philosophisch-Theologische Hochschule

Pflegewissenschaftliche Fakultät

Pallottistr. 3

56174 Vallendar

 

1. Tel.: +49- 261-6402 257

2. Mobil:+49-170-1653157

 

E-mail: abruehl(at)pthv.de

 

 

Lehrveranstaltungen

Im Masterstudiengang:

Teil 1: Von der Fragestellung zur Datenanalyse

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Teil 2: Grundlagen Inferenzstatistik [...mehr]
Teil 3: Zentrale Teststatistiken [...mehr]
Teil 4: Test-/Instrumentenentwicklung [...mehr]

 

Im Doktorandenkolloquium:

Unterstützung der Instrumentenentwicklungen und -bewertungen der Doktorandinnen und Doktoranden

Qualitätsmanagement

Im Rahmen des QM der Hochschule werden regelmäßig Befragungen der Studierenden unternommen und ausgewertet.

zu den Befragungen