
Der Lehrstuhl vermittelt in der Lehre grundlegende Kenntnisse zur Bearbeitung empirisch gehaltvoller Fragestellungen in der Pflege. Zentral ist hierbei der kompetente Einsatz angemessener Methoden.
In der Forschung liegt der Schwerpunkt auf der Bewertung und Entwicklung standardisierter Erhebungsinstrumente. Beispiele hierfür sind alle standardisierten Assessments.
In den Master- und Doktorarbeiten werden Messmodelle verschiedener standardisierter Instrumente entwickelt und/oder bewertet. Aktuell erfolgt dies z.B. zu den Themen: Personalbemessung, Sturz, Pflegebedürftigkeit, Kompetenz und Qualität.
Ziel ist es immer, die Qualität der in der Pflege standardisiert erhobenen Daten durch valide Formen der Standardisierung zu erhöhen.
Gegenstand der Lehrveranstaltungen, des Lehrstuhls sind die Bewertung und Weiterentwicklung des Einsatzes theoretischer Wahrscheinlichkeitsverteilungen und entsprechender Teststatistiken bei allen empirisch gehaltvollen Fragestellungen in der Pflege.
Der Schwerpunkt des Lehrstuhls ist die Bewertung und Weiterentwicklung von standardisierten Erhebungsinstrumenten jeder Art. Die Pflege profitiert an dieser Stelle von der Explikation der genutzten Standardisierungsmodelle und von der Erweiterung des methodischen Rahmens der Instrumentenentwicklung. Themen, die dabei bearbeitet werden sind: Personalbemessung, Pflegebedürftigkeit, Sturzrisiko, Benotung von Pflegeschulabsolventen (Kompetenzmessung), Pflegequalität.
Zum Standardisierungsmodell der so genannten "Pflegenoten" die im Rahmen der Pflegetransparenzvereinbarungen für ambulante Pflegedienste und stationäre Pflegeeinrichtungen vergeben werden, hat Prof. Brühl zusammen mit Frau Berger eine Itemselektion von 15 Items aus den 39 Bewohner bezogenen Items der PTV im stationären Bereich vorgenommen und eine valide Form der Standardisierung mit dem Rasch - Modell entwickelt. Eine entsprechende Veröffentlichung erscheint im Oktober-Heft 2011 der Zeitschrift "Pflegewissenschaft".
Abgeschlossene Dissertationen:
Markus Mai: Entwicklung eines konstruktvaliden Sturzrisikossessments unter Einsatz von Modellen aus dem Bereich der probabilistischen Testtheorie
Dissertation von Markus Mai als pdf-Datei
Konstruktvalidität der Erfassung der fachlichen Kompetenz im praktischen Teil der Prüfung in der Gesundheits- und Krankenpflege in Rheinland-Pfalz
Dissertationsthemen die aktuell betreut werden:
Konstruktvaldität des Standardisierungsmodells des Neuen Begutachtungsassessments (NBA) zur Weiterentwicklung des SGB XI
Entwicklung eines Klassifikationssystems zur Personalbemessung in der stationären Langzeitpflege
Konstruktvalidität eines Assessments zur Erhebung von Familienkohäsion
Konstrukt- und Kriterien bezogene Validität der Pflegetransparenzvereinbarung - ambulant (PTVA)
Entwicklung einer Klassifikation zur Unterscheidung verschiedener Arten von Querschnittsgelähmten
1984-1989 Studium der Psychologie und Betriebswirtschaft in Bonn
1990 Diplom in Psychologie an der Universität Bonn
1990 Gründung des Sozialpsychologischen Instituts Köln (SPI KÖLN; www.spikoeln.de) mit Prof. Dr. Herbert Feser
Im SPI KÖLN von 1990 bis 2009 insgesamt 22 Auftragsforschungs- Beratungsprojekte für über 30 Auftraggeber
1992-2010 Lehraufträge für Methoden der empirischen Sozialforschung in Aachen und Köln
2003 Promotion in Osnabrück bei Prof Dr. Müller-Kohlenberg mit den Fallgruppen Sozialer Arbeit (FdS®)
2008 Berufung zum Professor für Statistik und standardisierte Verfahren an der PTHV
Warum bei der Messung von Qualität, weniger mehr sein kann -
Selektion von 15 validen Bewohner bezogenen Kriterien der Pflegetransparenzvereinbarung nach §115 SGB XI. In: Pflegewissenschaft, 10/11, S. 525-534Prof. Dr. Albert Brühl
Philosophisch-Theologische Hochschule
Pflegewissenschaftliche Fakultät
Pallottistr. 3
56174 Vallendar
1. Tel.: +49- 261-6402 257
2. Mobil:+49-170-1653157
E-mail: abruehl(at)pthv.de
Teil 1: Von der Fragestellung zur Datenanalyse
Teil 2: Grundlagen Inferenzstatistik [...mehr]
Teil 3: Zentrale Teststatistiken [...mehr]
Teil 4: Test-/Instrumentenentwicklung [...mehr]
Unterstützung der Instrumentenentwicklungen und -bewertungen der Doktorandinnen und Doktoranden
Im Rahmen des QM der Hochschule werden regelmäßig Befragungen der Studierenden unternommen und ausgewertet.