Laufende Projekte

Entwicklungsbiologische Totipotenz

Projekttitel

Entwicklungsbiologische Totipotenz – Bestimmung als normatives Kriterium in Ethik und Recht unter Berücksichtigung neuer entwicklungsbiologischer Erkenntnisse

Teilprojekt 1 (Ethik): „Normative Bedeutung von zellulärer Totipotenz bei der induzierten Reprogrammierung von Zellen.“

Projektart

Verbundprojekt

Förderer

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektleitung

Prof. Dr. Dr. Thomas Heinemann

Mitarbeit

Barbara Advena-Regnery, M.A.

Dipl. Biol. Kathrin Rottländer

Laufzeit

2011-2016

Hintergrund und Ziele

Die Möglichkeit der De-Differenzierung von adulten somatischen Zellen in ein embryonales Entwicklungsstadium (Reprogrammierung) eröffnet neue Erkenntnisse über die molekulare Grundlage des biologischen Entwicklungspotentials von Zellen und könnte eine Strategie für die Umgehung der ethischen Probleme darstellen, die mit der Zerstörung von menschlichen Embryonen zum Zwecke der Gewinnung menschlicher pluripotenter Stammzellen verbunden sind. Da das Entwicklungspotential, namentlich die Totipotenz von Zellen, als normatives Kriterium für die Beurteilung des moralischen Status des menschlichen Embryos herangezogen wird, soll in dem vorliegenden Teilprojekt untersucht werden, ob bzw. inwieweit die mit der Entwicklung der Reprogrammierung gewonnenen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse eine Neubewertung des normativen Konzepts des biologischen Entwicklungspotentials notwendig machen. Da es nicht auszuschließen ist, dass die Reprogrammierung von Zellen temporär durch ein Stadium der zellulären Totipotenz läuft, ergibt sich zudem die Notwendigkeit einer Beurteilung der ethischen Rechtfertigung der Reprogrammierung.

In dem Teilprojekt wird

(1)     ein aktualisiertes Begriffskonzept des biologischen Entwicklungspotenzials entwickelt,

(2)     die Bedeutung und Stichhaltigkeit des normativen Arguments der Potentialität unter Berücksichtigung jeweiliger Handlungskontexte analysiert und das Potentialitätsargument einer erneuten Bewertung unterzogen,

(3)     praktische Konsequenzen für die Reprogrammierung von Zellen aus einem solcherart revidierten Potentialitätsargument erarbeitet, die die Ungewissheit bezüglich einer möglichen temporären Totipotenz berücksichtigen, und

(4)     das Konzept einer präventiven Unterbindung möglicher zellulärer Totipotenz durch molekularbiologische Eingriffe (cdx2-RNAi) untersucht und bewertet.

Design

Im Rahmen des Verbundprojektes gibt es entsprechende rechtswissenschaftliche und naturwissenschaftliche Teilprojekte. Charakteristisch für das gesamte Projekt ist die enge interdisziplinäre Herangehensweise unter Einbeziehung von Philosophen, Rechtswissenschaftlern und Entwicklungsbiologen.

Dies wird durch regelmäßige Treffen aller Projektpartner sowie gemeinsame Publikationen und Veranstaltungen gewährleistet.

Links

BMBF: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/186.php

Projektpartner: http://www.jura.uni-passau.de/2014.html?&L=0%2Bclass%253Dl


Reha-Biograf

Projekttitel

Analyse von Berufsbiografien langzeiterkrankter Pflegekräfte zur Rekonstruktion der Wege in die berufliche Rehabilitation

 

Projektart

Förderprojekt

Förderer

CJD Berufsförderungswerk Koblenz

Projektleitung

Prof. Dr. Frank Weidner

Mitarbeit

Mareike Müller, M.Sc. Pflegewissenschaft, Dipl.-Berufspädagogin (FH)

Laufzeit

01/2011 - 12/2011

Hintergrund und Ziele

Bei Angehörigen der Pflegeberufe im Alter von 50 Jahren und darüber (50+) liegen sowohl die Fehlzeiten infolge von Erkrankungen als auch die Frühberentungsquote deutlich über dem Durchschnitt aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Zugleich gibt es für diese Mitarbeiter/innen in der Pflege nur wenige spezifische und altersgerechte Angebote in den Betrieben, um sie mitsamt ihrer Erfahrung und ihren Kompetenzen trotz der steigenden Belastungen im Pflegeberuf zu halten.

Dies erscheint jedoch notwendig vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und dem daraus resultierenden verstärkten Bedarf an professioneller Pflege einerseits und den abnehmenden bzw. stagnierenden Ausbildungskapazitäten in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege andererseits. Hinzu kommt, dass ein Anstieg an Bedarfen innerhalb neuer Aufgaben- und Handlungsfelder der Pflege erwartet wird.

In der Zusammenführung dieser Entwicklungen geht es im vorliegenden Projekt um die Fragen, welche Erkenntnisse zu der Vor-Reha-Phase bei langzeiterkrankten Pflegekräften bereits vorliegen und wie sich typische Verläufe in den Berufsbiographien rekonstruieren lassen.

Design und Methoden

Die Pilotstudie “Reha-Biograf” soll mithilfe von qualitativen Interviews mit Rehabilitanden eine retrograde Introspektion zum Thema ermöglichen, d. h. rückwirkend die individuellen beruflichen Verläufe nachzeichnen. Dabei geht es um die Einsichtnahme in mögliche (auch verpasste) Interventionszeitpunkte und –maßnahmen zur Sensibilisierung und Prävention entlang dieser Biografien.

Ziel ist die Entwicklung eines ersten Kategoriensystems wichtiger Eckpunkte bezüglich dieser Fragen, das in folgenden Forschungsprozessen aufgegriffen, weiterentwickelt und überprüft werden kann.

Berichte und Publikationen

folgen

Personalplanung in der stationären Altenpflege

Projekttitel

Wissenschaftliche Begleitung des Projekts: Personalplanung in der stationären Altenpflege

Projektart

Auftragsprojekt

Auftraggeber

Verband der katholischen Altenhilfe für Deutschland e.V.

Projektleitung/Projektmitarbeit

Prof  Dr. Albert Brühl

Laufzeit

2010-2012

Design/Methoden

Befragung von Einrichtungsleitungen und Validitätsanalyse der im Projekt produzierten Daten

Berichte und Veröffentlichungen

Berichte erfolgen an den Auftraggeber

Vorstudie "Lagerung nach pAVK-OP"

Projekttitel

Einfluss von Lagerungsmaßnahmen auf Mikrozirkulation und Schmerzempfinden in der Endstrombahn nach infrainguinaler Revaskularisierung bei chronisch arterieller Verschlusskrankheit - Vorstudie zur Bestimmung der Messgrößen

Projektart

Vorstudie zum Förderprojekt

Projektleitung

Prof. Dr. Frank Weidner (Hauptprüfer)

Projektbeteiligte

Alexander Pröbstl (Pflegedirketor, Uniklinik Bonn), Liliane Beste, Dr. med. Frauke Verrel (Prüferinnen), Dr. Friedhelm J. Baisch (DLR), Prof. Dr. Albert Brühl (PTHV, Statistik)

Laufzeit

03/2011 - 12/2011

Hintergrund und Ziele

In der klinischen Praxis erfolgt die postoperative Lagerung nach infrainguinalen Revaskularisierungen bisher nach der Maßgabe, in dem Bein, an dem die Operation durchgeführt worden ist, eine gute Durchblutung zu gewährleisten. Eine gute postoperative Durchblutung gilt als Voraussetzung für den langfristigen OP-Erfolg. Weil es bisher keine gesicherten Erkenntnisse zur optimalen Lagerungsart gibt, werden in den Kliniken unter kriterienorientierter Überwachung des Patientenbefindens und der Beindurchblutung - inkl. des Verlaufs häufig auftretender Revaskularisierungsödeme - sowohl Hoch- als auch Flachlagerungen der betroffenen Extremitäten vorgenommen.

Vor diesem Hintergrund ist das Ziel der angestrebten Studie eine begründete Lagerungsempfehlung für die postoperative Phase von Patienten, die wegen peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) eine infrainguinale Revaskularisierung erhalten. Derzeit erfolgt die Vorstudie zur fundierten Festlegung der studienrelevanten Einflussgrößen, insbesondere der Effektgrößen.

Design und Methoden

Die Vorstudie wird als Pre-Post-Verlaufsanalyse durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen engmaschige Messungen der Mirkozirkulationsparameter venoläre Sättigung, Flow und relatives Hämoglobin der operierten Extremität, gemessen unterhalb D1 (große Zehe) und oberhalb des Fußinnenknöchels. Die Messverläufe werden analysiert a) während postoperativer Flachlagerung des Beines und b) während einer Hochlagerung von 10-20 cm über Herzniveau. Darüber hinaus werden die Patienten nach ihren Bewegungsprofilen und der Schmerzintensität befragt. Weiterhin werden die Beinumfänge an jedem Messzeitpunkt erfasst.

Aufbauend auf den Vorstudienergebnissen ist die sich anschließende Untersuchung als 'Randomized Controlled Trial' (RCT) geplant. Es soll geprüft werden, ob die entsprechend definierte Hochlagerung im Vergleich zur Flachlagerung mit einer signifikanten Verbesserung der Durchblutung einhergeht.

Berichte und Publikationen

folgen

PiSaar Pflegebedarf im Saarland

 

Projekttitel

PiSaar – Pflegebedarf im Saarland

Projektart

Ein Projekt der Saarländischen Pflegegesellschaft in Zusammenarbeit
mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar

Auftraggeber

Saarländische Pflegegesellschaft (SPG)

Projektleitung

Prof. Dr. Albert Brühl

Mitarbeit

Anja Hagel
Katarina Planer

Laufzeit

11/2011 - 10/2012

Design und Methoden

Nach aktuellem Erkenntnisstand halten wir es für möglich, Aussagen darüber machen zu können, welche bewohnerbezogenen Merkmalskombinationen eine entsprechende Aufwendung von Leistungszeit der Mitarbeiter bewirken.
Um die Kriterien zu finden, die die derzeitige Verteilung des Zeiteinsatzes der Pflegenden erklären können, werden in diesem Forschungsprojekt dreierlei Daten erhoben:
1.    Bewohnerbezogene Merkmale und Risikokonstellationen
2.    Organisationsbezogene Merkmale
3.    Zeiteinsatz/Bewohner/Tag

Das bedeutet, dass die Leistungszeit der Mitarbeiter für eine Bewohnerin über 48 Stunden ins Verhältnis zu den bewohnerbezogenen Merkmalen und ihren Kombinationen gesetzt wird. Da diese Verteilung der Leistungszeit durch die Mitarbeiterinnen auch unabhängig von den bewohnerbezogenen Merkmalen geschieht und von weiteren Faktoren abhängig sein wird, werden parallel zu den Bewohnermerkmalen verschiedene  Organisationsmerkmale erfasst. Im Ergebnis liegen pro Einrichtung, bzw. pro Träger oder Region mögliche trennscharfe Kombinationen von Bewohnermerkmalen vor, die empirisch gesehen die Verteilung der zur Verfügung stehenden Leistungszeit erklären können. Im Umkehrschluss ist es dann möglich, den Personalbedarf anhand dieser bewohnerbezogenen Merkmalskombinationen über die Darstellung der Veränderung der Bewohnerstruktur (in Bezug auf die ermittelten Merkmale) fortzuschreiben. Aufgrund der derzeitigen (begrenzten) Personalausstattung ist es empirisch nicht möglich einen theoretisch argumentierten idealen Personalbedarf zu messen.
Methodisch kommen voraussichtlich Modelle des rekursiven Partitionierens, probabilistisch qualitative und quantitative Modelle und Modelle der multidimensionalen Skalierung zum Einsatz.
Als Datensatz streben wir ein N von ca. 3000 Bewohner – Fällen mit jeweils zwei erhobenen Arbeitstagen an.
Das Forschungsprojekt wird im Feld von der Saarländischen Pflegegesellschaft mit erheblichem Einsatz von Management, Pflegekräften und Pflegeschulen unterstützt. Aktuell liegen die Anmeldungen von 90 stationären Langzeitpflegeeinrichtungen zur Teilnahme am Projekt vor.Über die Vereinbarung mit den Kostenträgern zu einer angemessenen Personalausstattung und deren Finanzierung auf Landesebene hinaus ist es für die Verantwortlichen des Pflegemanagements innerbetrieblich entscheidend, die vorhandenen Personalressourcen entsprechend der Pflegebedarfe angemessen zu verteilen. Eine entsprechende Klassifikation der Bewohner aufgrund ihrer Personenmerkmale ermöglicht es, ein einrichtungsinternes Verteilungsmodell zu entwickeln. In Anbetracht konzeptioneller, gesetzlicher und gesellschaftlicher Anforderungen und Begrenzungen (Fachkräftemangel) kommt der Struktur einer internen Verteilungssystematik eine wachsende Bedeutung zu.

Neben einer beschreibenden Darstellung der Situation der Einrichtung/des Landes kann aus der Kombination dieser Variablen ein Modell entwickelt werden, das den relativen Zeitbedarf erklärt. Um valide Aussagen treffen zu können, ist es wichtig, dass alle Kombinationsmöglichkeiten der Kriterien getestet werden können – dies erfordert die oben beschriebene hohe Fallzahl von erfassten Bewohnern.

Berichte und Publikationen

folgen

Wissenschaftliche Begleitung des Caritas Fachzentrums Demenz Eifel-Mosel-Ahr

 

Projekttitel

Wissenschaftliche Begleitung des Caritas Fachzentrums Demenz Eifel-Mosel-Ahr (CFD) für den Aufbau einer demenzfreundlichen Kommune

Förderer /Auftraggeber

Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V., Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück e.V., Caritasverband Westeifel e.V. (Dienststellen Bitburg und Daun) (federführend)  

Projektleitung

Prof. Dr. Hermann Brandenburg

Mitarbeit

Carolin Baczkiewicz, Hochschule Saarbrücken (BA)

Laufzeit

01.06.2012 – 31.12.2014

Hintergrund und Ziele

Ziel ist die Unterstützung des Auftraggebers bei der Entwicklung  und Umsetzung einer Konzeption zur Förderung einer demenzfreundlichen Kommune in RLP (landkreisübergreifend). Inhaltlich geht es um vier Punkte: (1) Teilnahme an Projektbeiratsitzungen des CFD (inklusive kurzen Inputs), (2) Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Workshops und einer Zukunftswerkstatt „Demenzfreundliche Kommune Eifel-Mosel-Ahr (DekoEMA)“,  (3) Vorbereitung, Durchführung und Auswertung einer Expertenbefragung zu fördernden und hemmenden Faktoren der Vernetzung und Kooperation sowie (4) Mitarbeit bei der Erstellung einer Konzeption zur demenzfreundlichen Kommune. 

Design und Methoden

Moderierte Workshops , Zukunftswerkstatt und Expertenbefragung

Berichte und Veröffentlichungen

folgen

Projekte in Entwicklung 

Ethik im Krankenhaus, Schwerpunkt: End-of-life care

Forschungsfeld I:  Ethik im Krankenhaus, Schwerpunkt: End-of-life care

In Kooperation mit den Kolleginnen von drei Universitäten, Dr. Ann Gallagher, University of Surrey (England); Prof. Dr. Joan McCarthy, University College Cork (UCC) (Irland); Prof. Dr. Regina Szylit Bousso, University of Sao Paulo (Brasilien) wird ein Forschungsprojekt eingereicht, mit dem Thema Care-Practices at the End of Life on the Intensive Care Unit – The Nursing Terrain of Decision-Making.

Stand: Finishing application for funding

Vorarbeiten

  • Each country recruited their own sample of ~10 ICU nurses
  • Semi-structured interviews explored understanding of care and decision-making at the end-of-life
  • Interviews were digitally recorded, transcribed and analysed using grounded theory

Care- Arrangements und häusliche Pflege

Forschungsfeld II: Care- Arrangements und häusliche Pflege

(1) Examine the Ethical Implications of the Shift to Self-Care Among Vulnerable People in home care beim Canadian Institute of Health Research (CIHR) beantragt (Grant).

In Kooperation mit den KollegInnen der Universität Alberta (Edmonton, Kanada), Prof. Dr. Brenda Cameron, Prof. Dr. Vera Caine, Prof. Dr. Christine Ceci, Prof. Dr. Derek Sellman ist das Projekt (Leitung: Vera Caine, Christine Ceci, Helen Kohlen)

Stand: Application for funding at the Canadian Research Institution (CRI) handed in, feed-back expected in December 2012

Vorarbeiten: Gathering in Vallendar in June 2011 for developing the research idea, gathering for formulation of research theme and method in September 2011 and gather for application writing in May 2012 (funded by the University of Alberta)

(2) Global Homelessness: Examining pathways to health equity

In Kooperation mit den Kolleginnen der Universität Alberta (Edmonton, Kanada), Prof. Dr. Solina Richter und Professor Dr. Vera Caine ist das Projekt beim Canadian Institute of Social Research beantragt (Leitung: Solina Richter)

Stand: Planning Grant (CISR) succeeded, now working on Full Grant Application (to be finished in December 2012

Vorarbeiten: Monthly meetings via Skype for the development of a theoretical approach for the project (Leitung: Vera Caine, Helen Kohlen.

Diskurs und Praxis der Bioethik und Biopolitik mit dem Schwerpunkt Psychiatrie

Forschungsfeld: Diskurs und Praxis der Bioethik und Biopolitik mit dem Schwerpunkt Psychiatrie

Projektidee zur Entwicklung nach Abschluss der Juniorprofessur (2014) ist das Forschungsprojekt mit dem Arbeitstitel Von der kritischen Psychiatriebewegung zu neuen Sozialtechnologien? – Transformationsprozesse der deutschen Anti-Psychiatriebewegung.


Abgeschlossene Projekte

Pflegeoase

Projekttitel

Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation der Implementierung der Pflegeoase im Seniorenzentrum Idar-Oberstein der Arbeiterwohlfahrt

Förderer /Auftraggeber

Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Rheinland e.V. und Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen (MASGFF)des Landes Rheinland Pfalz

Projektleitung

Prof. Dr. Hermann Brandenburg

Mitarbeit / Projektmanagement

Renate Adam-Paffrath, MScN, Dipl.- Pflegewirtin (FH)

Laufzeit

31.03.2009 – 28.02.2011

Hintergrund und Ziele

Pflegeoasen sind Mehrpersonenräume, in denen drei bis sieben Menschen mit (schwerer) Demenz in Institutionen der Langzeitpflege versorgt werden. Auswirkungen und Effekte dieser neuen Versorgungsform sind weitgehend unbekannt. In der Schweiz (Sonnweid) existiert ein entsprechendes Modell, welches in Deutschland in unterschiedlichen Varianten erprobt wird. Ziel der Studie ist es mögliche Auswirkungen  der Pflegeoase auf die Lebensqualität der betroffenen alten Menschen und die Belastung der Pflegenden zu untersuchen. Darüber hinaus werden subjektive Einschätzungen der beteiligten Berufsgruppen  und der Angehörigen erfasst. 

Design und Methoden

Es wird ein längsschnittliches Design mit fünf Meßzeitpunkten realisiert. Dabei kommen sowohl quantitative Verfahren (QUALID, MDS / RAI, BHD) wie auch qualitative Zugänge über Gruppen- und Einzelinterviews zum Einsatz. Darüber hinaus findet eine Prozeßevaluation statt. 

Berichte und Veröffentlichungen

Brandenburg, H., Adam-Paffrath, R., Brühl, A., Burbaum, J. 2011: Pflegeoasen: (K)Ein Lebensraum für Menschen im Alter mit schwerer Demenz!? POLA-SD; Abschlussbericht. [download pdf]; [Anlagenband download pdf]

Brandenburg, H., Adam-Paffrath, R. (2011): Pflegeoasen: (K)Ein Lebensraum für Menschen im Alter mit schwerer Demenz !? Abschlusstagung 17.03.2011 [Präsentation, pdf]

Brandenburg, H., Adam-Paffrath, R. (2011): Pflegeoasen: (K)Ein Lebensraum für Menschen im Alter mit schwerer Demenz !? Zentrale Befunde von POLA-SD. online-Veröffentlichung: www.pthv.de/pflegewissenschaft/forschung-projekte/ [pdf]

Brandenburg, H.  (2010). Sicherheit und Wohlbefinden der Bewohner - Die Sicht der Angehörigen auf die Pflegeoase. Vortrag beim 2. Kongress Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie und der Schweizerischen Gesellschaft für Gerontologie am 16.09.2010 in Berlin.

Brandenburg, H., Adam-Paffrath, R., Stettler, N., Benz, S., Gödecke, C. & Gerten, Y. (2010). Pflegeoasen - die Perspektive von Angehörigen und Pflegenden: Zwischen Kontrolle und guter Pflege.  Vortrag beim 1. Hochschultag der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft am 19.11.2010 in Hannover.

Brandenburg, H., Adam-Paffrath, R., Brühl, A.  & Burbaum, J. (2011). Pflegewelten: (K)Ein Lebensraum für Menschen mit schwerer Demenz !? Endbericht der wissenschaftlichen Begleitung zur Evaluation der Pflegeoase in Idar-Oberstein und der Vergleichsgruppe in Höhr-Grenzhausen (als pdf Ende März 2011 auf der Homepage der PTHV abrufbar).

Demenzfreundliche Kommune

Projekttitel

Wissenschaftliche Begleitung für den Aufbau einer demenzfreundlichen Kommune im Kreis Ahrweiler

Förderer /Auftraggeber

Caritas-Geschäftsstelle Ahrweiler „Leitstelle Demenz“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Projektleitung

Prof. Dr. Hermann Brandenburg

Mitarbeit

Renate Adam-Paffrath, MScN, Dipl.- Pflegewirtin (FH)

Laufzeit

01.03.2010 – 30.06.2010

Hintergrund und Ziele

Im Kreis Ahrweiler hat die Leitstelle „Demenz“  durch zahlreiche Veranstaltung und Projekt eine breite Öffentlichkeit erreicht. Diese Aktivitäten sollen im Jahre 2011 in eine Kampagne zur „demenzfreundlichen Kommune“ gebündelt werden. Im Vorfeld wurden drei ganztägige Workshops mit den Akteuren durchgeführt, die von der pflegewissenschaftlichen Fakultät vorbereitet, moderiert und wissenschaftlich unterstützt wurden.

Design und Methoden

Die Beratungen orientieren sich an den Methoden des Projektmanagements und der Projektevaluation. Darüber hinaus wurden innovative Ansätzen zur „demenfreundlichen Kommune“ vorgestellt (einschließlich externer Fachexpertise).

Berichte und Veröffentlichungen

Der Endbericht der Leitstelle „Demenz“ erscheint im zweiten Halbjahr 2011

Die  Abschlusstagung zur Kampagne ist für November 2011 in Remagen geplant

Flyer, Informationen und weitere Hinweise über die „Leitstelle Demenz im Landkreis Ahrweiler“, Bahnhofstr. 5, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel. 02641/759875, Fax 02641/759839, leitstelle.demenz@caritas-ahrweiler.de, www.leitstelle-demenz-ahrweiler.de

(verantwortlich: Frau Steinich)

 

Online-Informationssystem zum Thema Demenz

Projekttitel

Entwicklung und Evaluation eines Online-Informationssystems für Experten und Betroffene zum Thema Demenz

Projektleitung

Prof. Dr. Dr. Martin Härter und Prof. Dr. Michael Hüll, Universitätsklinikum Freiburg, Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie, Hauptstr. 5, 79104 Freiburg

Kooperationspartner

Prof. Dr. Hermann Brandenburg, Philosophisch-theologische Hochschule Vallendar, Lehrstuhl für Gerontologische Pflege

Form und Inhalt der Kooperation

Die beiden genannten Einrichtungen haben im Rahmen des Projekts "Entwicklung und Evaluation eines Online-Informationssystems für Experten und Betroffene zum Thema Demenz“ im Rahmen der Ressortforschung zum „Leuchtturmprojekt Demenz“  in der Zeit von 07/2009 bis 10/2010 zusammengearbeitet.  Die kooperierende Hochschule Vallendar hat das Studienzentrum bei der inhaltlichen Entwicklung und Pilot-Testung des Informationssystems, insbesondere bzgl. der pflegespezifischen Bedürfnisse und Ziele, unterstützt (vor allem durch die Teilnahme an drei Workshops). Durch Information und Verlinkung des Systems wurde die Disseminierung in die Versorgung sowie die Lehre ebenfalls gefördert.  

Hintergrund und Ziele

Trotz der stetig steigenden Zahl an Demenz leidenden Menschen fehlt in Deutschland eine Internetseite, die pflegende Angehörige, Pflegekräfte und Ärzte auf hohem wissenschaftlichem Niveau über die Erkrankung, damit zusammenhängende Belastungen und Behandlungsmöglichkeiten nutzergerecht informiert. Im Rahmen des Projektes www.demenz-leitlinie.de wurde eine interdisziplinäre Internetseite entwickelt, die das Ziel hat, den Zielgruppen freien Zugang zu evidenzbasierten Empfehlungen sowie Informationen zu Hilfen im Umgang mit Demenz-Betroffenen anzubieten. Um die Seite gezielt am Bedarf und den Erwartungen der Zielgruppen auszurichten, wurde eine Bedarfsanalyse durchgeführt, an der 80 Ärzte, 163 Pflegekräfte und 104 Angehörige teilnahmen. Alle Befragten bewerten Informationen zu demenziellen Erkrankungen, Verlauf und Behandlung sowie zu Entlastungsmöglichkeiten von pflegenden Angehörigen als wichtig. Spezifische Unterschiede gab es hinsichtlich des Informationsbedarfs zu finanziellen Unterstützungsmöglich-keiten und zur Betreuung / Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen.

Berichte und Veröffentlichungen

http://www.demenz-leitlinie.de

Komarahadi, F.L., Ruf, D., Röder, H., Deddner, K., Hüll, M., Brandenburg, H., Jansen, S., Kern, I. Härter, M. (2011). Bedarfanalyse zu Informationen und Erwartungen von Ärzten, Pflegenden und Angehörigen an eine Internetseite mit nutzerorientierten Demenzleitlinien (im Druck).

Härter, M., Ruf, D., Komarahadi, F.L. , Wernher, I.,  Jansen, S., Kern, I., Brandenburg, H., Hüll, M. (2010). www.demenz-leitlinie.de - Barrierefreier Zugang zu e-Leitlinien und Wissenstransfer für Ärzte, Pflegende, Angehörige und Betroffene.  Vortrag beim DGMP-Kongress in Gießen am 15.-18.09.2010.

 

Pflege und Unterstützung im Wohnumfeld

Projekttitel

Expertise für das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen des Landes Rheinland Pfalz zu „Pflege und Unterstützung im Wohnumfeld“

Förderer /Auftraggeber

Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen des Landes Rheinland-Pflalz

Projektleitung

Prof. Dr. Frank Weidner

Kooperationspartner

Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung (dip), Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (u.a. Prof. Dr. Hermann Brandenburg und Renate Adam-Paffrath, MScN, Dipl.-Pflegewirtin), Dekanat der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, Hochschule Fresenius

Form und Inhalt der Kooperation

In enger Abstimmung mit der Projektleitung wurden in der Zeit von 03/2009 bis 09/2009 vor allem zwei inhaltliche Teilbereiche der Expertise bearbeitet. Zum einen ging es um die Öffnung der stationären Altenhilfe, hier insbesondere bezogen auf  Voraussetzungen, Variationen und Innovationspotenziale der Öffnung. Zum anderen wurden Fragen der Stärkung und Förderung des bürgerschaftlichen Engagements thematisiert und hierzu aktuelle empirische Befunde mit berücksichtigt. Zwei Referenzprojekte wurden in die Expertise mit einbezogen.

Hintergrund und Ziele

In Rheinland-Pfalz existiert ein umfangreiches Netz an Hilfen und Unterstützungsmaßnahmen für (alte) Menschen mit Pflegebedürftigkeit und Behinderung. Durch Pflegestützpunkte und Landespflegegesetzgebung in Rheinland Pfalz sind neue Weichen gestellt worden, die u.a. von den Regionalen Pflegekonferenzen umgesetzt werden sollen. Der „Auftrag der Expertise bestand darin, vor dem Hintergrund der neueren Gesetzgebung, aber auch angesichts zahlreicher relevanter Initiativen und Projekte in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus, Innovationsfelder für die Entwicklung der Pflege und Unterstützung im Wohnumfeld zu beschreiben und Empfehlungen für die relevanten Einrichtungen und Akteure abzuleiten“ (aus dem Vorwort der Gutachterinnen und Gutachter zur Veröffentlichung, s.u.).

Berichte und Veröffentlichungen

  • Nichtöff. Expertenhearing, 27.10.2008, Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar
  • 2. Pflegekongress Rheinland-Pfalz, 20.11.2008, Mainz
  • Nichtöff. Expertenhearing, 13.3. 2009
  • Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (Hrsg.)(2010). Pflege und Unterstützung im Wohnumfeld. Innovationen für Menschen mit Pflegebedürftigkeit und Behinderung. Hannover: Schlütersche.

Praxisregister

Seit März 2008 wird im Rahmen eines Projekts das Praxisregister der Pflegewissenschaftlichen Fakultät aufgebaut. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGFF) Rheinland-Pfalz gefördert. Die Aufgaben des Praxisregisters bestehen in der systematischen Vernetzung der Fakultät mit verschiedenen Praxiseinrichtungen, ...mehr...