Prof. Dr. Heribert Gärtner

Honorarprofessor für Pflegesystemforschung




Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte

(1) Forschungsschwerpunkt Systemisches Management und Pflegesystemforschung:
(Re-)formulierung von Fragestellungen und Aufgaben des Managements in der Denkfolie der "neueren Systemtheorie"; systemtheoretische Bearbeitung pflegerelevanter Themen, wie z. B.  das Verständnis der MdK-Prüfung als soziales System; Pflege an den Rändern der Gesellschaft.

(2) Forschungsschwerpunkt "Wie kommt das Evangelium in die Organisation?" Führung und Leitung von Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft :
Entwicklung von Bausteinen einer  Organisationslehre, die Management und Theologie miteinander ins Gespräch bringt.

 

(3) Kann es im kirchlichen Krankenhaus "einen Unterschied" geben?
3.1 Zur Zeit werden Studien durchgeführt, die sich mit der Reichweite der GKV-Versorgung in kirchlichen Krankenhäusern beschäftigen; insbesondere geht es um die Frage mit welchen (beruflichen) Handlungen Pflegende und Ärzte ihre Arbeits-Zeit verbringen und wie sie diese Arbeitssituation subjektiv erleben und bewerten.
3.2 Auf der Ebene der theologischen Bewertung geht es um die Entwicklung einer bibeltheologischen Kriteriologie mit der man Betriebsprozesse auf Krankenstationen (im Organisations- und Interaktionskontext) beobachten kann.

Vita

Akademischer und beruflicher Werdegang

Studium der Theologie, Philosophie und Psychologie; Assistentätigkeit an der Universität Freiburg i.Br; Sozialwissenschaftlicher Leiter der Caritasakademie für Pflegeberufe in Freiburg i. Br.; Bundesgeschäftsführer der Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG) in Köln; Supervisor (BDP); seit WS 1994 Professor für Management und Organisationspsychologie an der KFH NW (neu KatHO NRW); von 2003 - März 2009 Vorstandsvorsitzender des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e. V. (dip) in Köln; seit Sommersemester 2008 Honorarprofessor für Pflegesystemforschung an der pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar.

Publikationen

1. Ethik und Organisation. Anmerkungen zu einem spannungsreichen Verhältnis. In: W. Heinemann u. G. Maio (Hg.): Ethik in Strukturen bringen. Denkanstösse zur Ethikberatung im Gesundheitswesen. Freiburg i. Br. 2010, 40-58.
2. Streiflichter zur Gattung "Pränatales" oder wie das dip als Idee entstand und ins Leben gerufen wurde...In: Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e.V.: Zehn Jahre dip. Instituts- und Geschäftsbericht. Köln 2010, 16-19.
3. Management jenseits der Rationalität. Zur Phänomenologie und Logik des Gerüchts als Kommunikationsform in Organisationen. In: Ulrich Deller (Hrsg.): Kooperationsmanagement (Schriften der KatHO NRW, Band 9). Opladen u. Farmington 2009, 110-135. [geringfügig  veränderte Fassung von Nr. 17]
4. Was passiert, wenn das Evangelium in die Organisation kommt? Anmerkungen zur doppelten Paradoxiebildung und zum Paradoxiemanagement in kirchlichen Einrichtungen. In: George Augustin u.a. (Hg.): Christliches Ethos und Lebenskultur. Paderborn 2009, 503-529.
5. Qualitätskriterien für Führungspersönlichkeiten. In: Theologisch-praktische Quartalschrift 157 (2009) 27-37.
6. Ethik und Organisation - eine spannende Partnerschaft. MTG (Hg.): gut denken - gut entscheiden - gut machen. Wie kommt die Ethik in die Organisation - wie kommt Organisation in die Ethik? Tagungsband. Köln 2008, 19-27.
7. Kann durch Qualitätsmanagement das Evangelium in die Organisation kommen? Möglichkeiten, Reichweite und Grenzen eines Programms. In: Modellprojekt zur Implementierung des Qualitätskataloges für Katholische Einrichtungen der Altenhilfe 2005-2007 (Tagungs- und Projektdokumentation). Trier 2008, 17-27.
8. Mitarbeiterführung als geplante Irritation. Kleines systemisches Essay zur Führung in Sozialunternehmen. In: Lothar Krapohl u.a. (Hg.): Supervision in Bewegung. Ansichten und Einsichten.    Opladen  u. Farmington Hills 2008, 243-256.
9. Schwerfälliger Tanker oder flotte Fregatte? Zur  Veränderungsfähigkeit von sozialen Organisationen. In: Norbert  Schuster: Management und Theologie. Führen und Leiten als spirituelle und theologische Kompetenz. Freiburg 2008, 77-88.
10. Zur Ambivalenz des Qualitätsmanagements. Steuerungsinstrument oder Betriebsaccessoire? In: Krankendienst 80 (2007) 10-14.
10. Ubi caritas? Ein unverwechselbares Profil der Caritas-Altenhilfe. In: Altenhilfe auf dem Sprung. Dokumentation zur 15. Bundestagung. Freiburg 2006, 50-61.
12. Qualitätsmanagement zwischen Steuerungsinstrument und Betriebsaccessoire. Schutzreaktionen der Einrichtung vor organisationaler Psychose. In: Kath. Fachhochschule NW (Hrsg.). Jahrbuch 2005. Münster 2005, 146-158.
13. Wie kommt das Evangelium in die Organisation? In: Hanswalter Bohlander u. Martin Büscher (Hrsg.): Werte im  Unternehmensalltag erkennen und gestalten (Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik 13). München und Mering 2004, 71-84.
14. Sicherung der kirchlichen Identität – Anspruch und Wirklichkeit. In: Trägergemeinschaft Katholischer Krankenhäuser im Bistum Trier (Hrsg.): Identitätssicherung des katholischen Krankenhauses in einer säkularisierten Gesellschaft. Dokumentationsband. Trier 2003, 30-48.
15. Kirche als Organisation – (Leib Christi) aus organisationstheoretischer Sicht. In: Wege zum Menschen 54 (2002) 373–388.
16. Das katholische Krankenhaus zwischen Management und Nächstenliebe. In: Gemeinsam in die Zukunft. Alexianer- Krankenhäuser im Spannungsfeld zwischen Christlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Neuss 2002,48-57.
17. Braucht die Pflege noch Sozialkompetenz? In. Thomas Eisenreich u.a. (Hrsg.): Handbuch Pflegemanagement. Neuwied u. Kriftel 2002, 121-130.
18. Zwischen Familie und Organisation. Anmerkungen zum Management im Hospiz. In: Die Hospiz Zeitschrift 3 (2001) 3-6.
19. Management jenseits der Rationalität. Zur Phänomenologie und Logik des Gerüchts als Kommunikationsform in Organisationen. In: Hermann Brandenburg u. Ulricke Schwendemann (Hrsg.): Kooperation - Konflikt (FS Ursula Geißner). Stuttgart 2001, 106-120.
20. Recht haben reicht nicht aus. Sozial- und Methodenkompetenz in der Pflege. In: BALK Info Fachzeitschrift für Pflegemanagement 41 (2000) 18-19.
21. Der auswechselbare Mitarbeiter. Der Nutzen der Personalentwicklung in kirchlichen Einrichtungen. In: Caritas in NRW. Heft 4 (2000) 6-8.
22. Pflege im Widerstreit der Interessen von Ökonomie, Professionalität, Kundenorientierung und christlichem Auftrag. In: Krankendienst 71 (1998) 257-264.
23. Management kirchlicher Einrichtungen. In: Die neue Ordnung 52 (1998) 220-230.
24. Unternehmenskonzepte - ein unverzichtbarer Bestandteil jeder CI“? oder kommt es nur auf die Motivation der Mitarbeiter an? In: Wolfgang Helbig (Hrsg.): Positionen und Erfahrungen. Unternehmensphilosophie in der Diakonie. Hannover 1997,137-138.
25. Das Krankenhaus als System. In: Eduard Zwierlein (Hrsg.): Klinikmanagement. München-Wien-Baltimore 1997, 119-138.
26. Auf dem Weg zur christlichen Identität. Corporate Identity als Beitrag zur Identitätsfindung der Henriettenstiftung. In: Wolfgang Helbig (Hrsg.): Positionen und Erfahrungen. Unternehmensphilosophie in der Diakonie. Hannover 1997, 127-136.
27. Kirchliche Identitätssicherung im Krankenhaus. 9 Thesen. In: Krankendienst 69 (1996) 224ff.
28. Die kirchliche Wirklichkeit ist organisational. Plädoyer für eine praktisch-theologische Organisationskunde. In: Norbert Schuster u. Ulrich Moser (Hrsg.): Kirche als Beruf. Mainz 1996, 11-30.
29. Zwischen Management und Nächstenliebe. Zur Identität des kirchlichen Krankenhauses. Mainz 1994 (2. Auflage 1995).
30. Die Kunst der Seelsorge in der Dimension der Beziehung. In: Josef Müller: Pastoraltheologie. Ein Handbuch für Studium und Seelsorge. Graz-Wien-Köln, 1993, 34 – 58.
31. Das christliche Krankenhaus auf dem Weg zur Identität. In: Zeitschrift für medizinische Ethik 39 (1993) 354-360.
32. Der Seelsorger – ein Profi? Anmerkungen eines Organisationspsychologen. In Lebendige Seelsorge 43 (1992) 354-360.
33. Pflege wohin? Von der Betroffenheit zur Argumentation. Solidarische Anmerkungen aus der zweiten Reihe. In Krankendienst 65 (1992) 253-259.
34. Mit Hans W. Linster u. Gisela Sträter: Mitarbeiter brauchen Förderung und Begleitung. In: Krankendienst 65 (1992) 370-374.
35. Leiten als Beruf. In: Heribert W. Gärtner (Hrsg.): Leiten als Beruf. Mainz 1992, 13-36. (2. Aufl. 1994).
36. Leiten als Verantwortung für Veränderungen. In:  Leiten als Beruf. Mainz 1992, 119-129. (2. Aufl. 1994).
37. Mitarbeiter fördern und begleiten. Eine Herausforderung für leitende Mitarbeiter/-innen im Krankenhaus. In: Krankendienst 64 (1991) 181-189.
38. Wenn (endlich) die Neue kommt... Die Einführung von Mitarbeitern als wichtige Leitungsaufgabe. In: Caritasgemeinschaft für Pflege- und Sozialberufe 4/5 (1990) 58-60.
39. Weiterbildung in den Pflegeberufen am Wendepunkt? Anmerkungen eines Trainers. In Krankendienst 63 (1990) 253-263.
40. Die Einheit von prägender Lebens- und Glaubensgeschichte. In: Michael Merz u. Josef Müller u. Alois Schwarz (Hrsg.): Handbuch für den Pfarrgemeinderat. München 1990, 169-176.
41. Praktische Theologie - eine Hypertrophie? Anfragen zum Verhältnis von Praktischer Theologie und Pastoraltheologie. In: Pastoraltheologische Informationen 4 (1984) 131-148.
42. Individualseelsorge in der Alten Kirche. Ein Beitrag zur Geschichte der Seelsorge. In: Wege zum Menschen 34 (1982) 95-101.

Kontakt

Prof. Dr. Heribert Gärtner

Fon 0221/77 57 163

Sprechzeiten

mittwochs  11:45 – 12:30 Uhr

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Ehtik und Organisation - Anmerkungen zu einem spannungsreichen Verhältnis. (pdf)
Management jenseits der Rationalität. Zur Phänomenologie und Logik des Gerüchts als Kommunikationsform in Organisationen. (pdf)