Prof. Dr. Hermann Brandenburg

Lehrstuhl für Gerontologische Pflege

Der Gerontologischen Pflege geht es um wissenschaftlich gestützte Maßnahmen und Interventionen zur Verbesserung der körperlichen, sozialen und psychischen Situation von hilfe- und pflegebedürftigen alten Menschen und ihrer Angehörigen sowie ihrer professioneller Betreuer. Der Gedanke der Modifikation und Veränderung von fachlich unangemessenen und für die Person als (über)-lastend wahrgenommenen Problemsituationen ist der Gerontologischen Pflege inhärent. Dabei akzeptiert sie als wissenschaftliches Programm die ethische Position, dass der Eingriff des Menschen in die Genetik des Alters und der Krankheit begrenzt ist und begrenzt sein sollte. Die genetische Manipulation des Alterns selbst ist kein Anliegen der Gerontologischen Pflege, sondern ausschließlich die Verbesserung der gesundheitlichen, psychischen, sozialen und räumlichen Lebensbedingungen. Die Gerontologische Pflege gründet dabei auf einem breiten Pflegeverständnis. Pflege wird nicht nur im engeren Sinne in ihrer handwerklich-technischen Dimension begriffen, sondern wesentlich auch als kommunikative und interaktive Begegnung zwischen Menschen aufgefasst. Edukative, präventive, rehabilitative und palliative Aspekte sind integraler Bestandteil der Gerontologischen Pflege.
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Vita

Studien

  • Studium der Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum, Abschluss: Diplom-Sozialwissenschaftler (Schwerpunkt Soziologie, Sozialpolitik)

  • Studium der Gerontologie an der Ruprecht Karls Universität Heidelberg, Abschluss: Diplom-Gerontologe

  • Studium der Philosophie und Neueren Deutschen Literaturwissenschaft an der Fern-Universität Hagen, Abschluss: M.A.

Praxis

Staatlich anerkannter Altenpfleger und mehrjährige Tätigkeit in verschiedenen Pflegeheimen (Schwerpunkt Gerontopsychiatrie)

 

Lehre und Forschung

  • Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Gerontologie, danach Promotion mit dem Thema: „Formen der Lebensführung im Alltag bei hilfe- und pflegebedürftigen älteren Menschen - Zusammenhänge zur Gesundheit und zum sozial-räumlichen Kontext“ (Betreuerin: Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr)
  • Juli 1996 Professor für Grundlagen der Pflege/ Pflegewissenschaft an der Katholischen Fachhochschule Freiburg (ab 1999 Professor für Gerontologie und Pflegewissenschaft; Arbeitsschwerpunkte: Gerontologische Pflege, Versorgungsforschung, Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie (Pflegewissenschaft / Gerontologie)
  • März 2007 Professur für „Gerontologische Pflege“ (50%) an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar und Professur für „Gerontologie und Pflegewissenschaft“ (50%) an der Katholischen Fachhochschule Freiburg
  • Oktober 2010 vollständiger Wechsel an die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar

(Forschungs)Schwerpunkte

Gerontologische Pflege (klinische Fragen und Herausforderungen),

Interventionsformen und Versorgung von Menschen mit Demenz,

Qualitätssicherung, Aus-, Fort- und Weiterbildung an der Schnittstelle von Gerontologie und Pflege,

Zur Zeit laufende Projekte

  • Mitarbeit an der Expertise für das Land Rheinland-Pfalz Pflege und Betreuung im Wohnquartier (zusammen mit Schulz-Nieswandt und Weidner), Endbericht erscheint im Frühjahr 2009
  • Wissenschaftliche Leitung des Projekts: Evaluation einer Pflegeoase - in Kooperation mit der dem Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt in Idar-Oberstein und der Vergleichseintung in Hoer-Grenzausen (zusammen mit Frau Adam-Paffrath), Laufzeit 3/2009 bis 2/2011
  • Wissenschaftliche Beratung des Landkreises Ahrweiler im Hinblick auf das Thema Demenzfreundliche Kommune (zusammen mit Frau Adam-Paffrath), Laufzeit 9/2009 bis 2011
  • Kooperation mit dem Universitätsklinikum Freiburg (Sektion Klinische Epidemiologie und Versorgungsforschung; Prof. Härter, Prof. Hüll). Projekt: Barrierefreier Zugang zu e-Leitlinien und Wissenstransfer für Ärzte, Pflegende, Angehörige und Betroffene (2008-2010), Leuchtturmprojekt Demenz: Sicherung einer evidenzbasierten Versorgung

Veröffentlichungen

Neueste Publikationen (2008-2009)

  • Brandenburg, H. & Calero, C. (2008). Pflegequalität in Altenheimen, in: Stemmer, R. (2008). Qualität in der Pflege – trotz knapper Ressourcen. Hannover: Schlütersche, 57-78.
  • Brandenburg, H. & Dorschner, S. (2008). Pflegewissenschaft I. Ein Lehr- und Arbeitsbuch zur Einführung. 2. korrigierte und erweiterte Aufl. Bern: Huber.
  • Brandenburg, H., Schoolmann, S., Weidner, F. (2009). Pflegetheorien, Pflegewissenschaft und Pflegeforschung. In: Schewior-Popp, S., Sitzmann, F., Ullrich, L. (Hrsg.). Thiemes Pflege (11. Aufl.). Stuttgart: Thieme, 52-85.
  • H. & Maucher, H. (2009). Pflegenetz und Brückenpflege, in: In: Heiss, H. (Hrsg.), Altersmedizin aktuell. Interdisziplinäre geriatrische Versorgung (5. Ergänzungslieferung, im Druck).
  • Weidner, F., Brandenburg, H., Schulz-Nieswandt, F. (2009). Pflege und Betreuung im Wohnquartier. Expertise für das Land Rheinland-Pfalz (im Druck).
  • Brandenburg, H. (2009). Was ist gute Pflege? In: Augustin, G., Reiter, J., Schulze, M. (Hg.). Christliches Ethos und Lebenskultur. Paderborn: Bonifatius, 403-416.
  • Brandenburg, H. (2009). Das Resident Assessment Instrument - eine Chance für die Pflege in Deutschland. In: Bartholomeyczik, S. & Halek, M. (Hrsg.), Assessmentinstrumente in der Pflege. Möglichkeiten und Grenzen. Hannover: Schlütersche, 27-46.
  • Brandenburg, H. (2009). Strategien zur Qualitätssicherung der Pflege in Pflegeheimen  - eine kritische Einschätzung. In: Maier, W. & Dibelius, O. (Hrsg.). Dokumentation des Demenzsymposiums Bonn

 

 

mehr Veröffentlichungen ...

Mitgliedschaften

  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (Berlin), des Deutschen Vereins für Pflegewissenschaft (Duisburg), der Gesellschaft für Sozialen Fortschritt (Köln) sowie der Gerontological Society of America (New York)
  • Mitglied des wiss. Beirats des Entwicklungszentrums; Gut alt werden, Sindelfinden (Verbund der katholischen Pflegeeinrichtungen: Paul Wilhelm v. Keppler Stiftung, Caritasverband f. Stuttgart e.V. und Stiftung Haus Lindenhof)
  • Mitglied des Editorialboards der „Zeitschrift für Pflegewissenschaft“ (Hps-Mediaverlag)
Kontakt

Prof. Dr. Hermann Brandenburg

Philosophisch-Theologische Hochschule

Pallottistr. 3

56179 Vallendar

 

Tel.: 0261 6402 257

 

E-mail: hbboxter(at)t-online.de

Veranstaltungen

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Wissenschaftstheorie