Modulverantwortung: JProf. Dr. Helen Kohlen
Termin: 9.11.09 von 10.00- 16.00 Uhr
Thema: Anforderungen an eine moderne Ethik im Gesundheits- u. Pflegewesen ... ppt
Forschungsethik I – Neutralität und Forschung
Inhalte und Ziel
Die Inhalte umfassen historische und theoretische Grundlagen der Forschungsethik. Wir beschäftigen uns mit allgemeingültigen Richtlinien und ethischen Prinzipien der Pflegeforschung sowie der Rolle von organisierten Experten-Foren zur Begutachtung von Forschung (internationalen, nationalen und lokalen Ethikkommissionen). Die Frage nach der Neutralität gehört dabei zu einer Grundsatzfrage, der wir uns in der ersten Veranstaltung am 9.11.09 widmen wollen. Ziel der Veranstaltung ist es, die forschungsethischen Fragen auf das eigene Promotionsprojekt zu beziehen und eigene Anliegen zu konkretisieren.
Konzeption, Ausblick
Das Seminar umfasst drei separate Veranstaltungen, die aufeinander aufbauen, d.h. es finden im Anschluss an die Grundlegung und Verortung ihrer spezifischen Fragestellungen (der DoktorandInnen), zwei Fortsetzungsveranstaltungen statt. Gegebenenfalls werden hier weitere Experten eingebunden.
DozentInnen
Prof. Dr. Paul Wainwright (Kingston University)
JProf. Dr. phil. Helen Kohlen
Literatur
Prof. Dr. Paul Wainwright (Kingston University); JProf. Dr. Helen Kohlen
Termin: 12.05.10 von 9.00- 13.30 Uhr
DozentInnen
Prof. Dr. Paul Wainwright (Kingston University)
JProf. Dr. phil. Helen Kohlen
9.00 h – 10.30 h
Vortrag und Diskussion
Die Rolle der Ethikkommissionen und die Frage ihrer Autorität
11.00 – 12.30
Individuelle Beratung
Forschungsethische Fragen der Doktoranden und Doktorandinnen zu ihren eigenen Arbeiten
Dozent
Prof. Dr. Paul Wainwright (Kingston University)
Literatur
Prof. Dr. Paul Wainwright (Kingston University); JProf. Dr. Helen Kohlen
Termin: (wird noch bekannt gegeben); 9.00 – 13.30
Thema:
Forschungsethikkomitees: Praktiken und Befunde in Deutschland, England und den USA.
In dieser Abschlussveranstaltung zur Forschungsethik soll es um die konkrete Praxis von Forschungsethikkomitees in Deutschland, England und den USA gehen. Folgende Fragen sollen dabei leitend sein? Wie ist ihre unterschiedliche Arbeitsweise und wer der beteiligten Akteure spielt welche Rolle in welchem Teil des Entscheidungsprozesses? Welche „Fälle“ haben in der Geschichte dafür gesorgt, dass Forschungsethikkommissionen selbst ethische Standards erfüllen müssen?
Dozent
Prof. Dr. Paul Wainwright (Kingston University)
JProf. Dr. Helen Kohlen
Literatur
Prof. Dr. Paul Wainwright (Kingston University); JProf. Dr. Helen Kohlen
Termin:07.06.2010
Dozent: Heiner Friesacher
Inhalte:
Zum Kernbestand einer jeden wissenschaftlichen Disziplin werden Theorien und Modelle gerechnet. Die Pflegewissenschaft hat seit etwa einem halben Jahrhundert (wenn wir von Florence Nightingale´s „Notes on Nursing“ absehen) eigene Theorieentwürfe vorgelegt. Diese zeichnen sich überwiegend dadurch aus, dass Sie auf normativen Idealen der jeweiligen Autorinnen basieren und in ihrer breite und ihrem Abstraktionsgrad empirisch nicht in Gänze prüfbar sind. Die neueren, empirisch gegründeten Theorien mittlerer Reichweite sind anwendungsbezogen, ihnen fehlt aber oftmals die notwendige kritische Reflexion der Praxis und der eigenen, zu Grunde liegenden Vorannahmen. Beide Theorietypen sind eher als traditionell und affirmativ zu kennzeichnen und stützen die bestehende Praxis. In Absetzung dieser Theorieansätze sind, je nach Ausrichtung, kritische Theorien an der Kritik und Veränderung des Bestehenden interessiert, ihr Telos sind vernünftige Zustände. Das setzt zunächst voraus das geklärt wird, was kritische Theorien sind, wie ihre Begründungsbasis aussehen könnte und anhand welcher Kriterien kritische Theorien einer Überprüfung stand halten. In wie weit in der Pflegewissenschaft kritische Theorieansätze rezipiert werden wird anhand einiger konkreter Beispiele diskutiert.
Literatur
Dr. Heiner Friesacher
Eine Einführung in das Denken des Tacit Knowing View
Dr. Stefan Fothe; Universität Linz (A)
Der Tacit Knowing View interessiert sich für das Können von Experten („Könnerschaft“). Aufsetzend auf Ryles Kritik am Mentalismus ist er dabei Ausdruck einer Re-Konzeptualisierung von Wissen und Können, oder anders gesagt, von Denken und Handeln. Die in dieser Weise betriebene differenzierte Analyse, wie Können und Wissen zusammenhängen, ist auch für die Pflegewissenschaft von Bedeutung.
Ein, wenn nicht das, zentrale Konzept des Tacit Knowing View ist dabei die (nicht-mentalistische) Vorstellung Polanyis, nach der alles Handeln stets zweierlei ist: Indem wir bestimmte Dinge instrumentalisieren, wird es uns möglich andere Dinge zu erreichen. Ganz wie der Klavierspieler, der seine Finger instrumentalisiert, um das Erklingen des Musikstücks zu ermöglichen. Auch dieses Konzept soll in Hinblick auf seine Relevanz für die Pflegewissenschaft betrachtet werden.
Um darüber hinaus die Anschlussfähigkeit des Tacit Knowing Views an häufiger rezipierte Vorstellungen zu illustrieren, werden die Überlegungen mit dem Expertiseentwicklungsmodell Benners zusammen geführt.
Grundlagenliteratur
Eine Einführung in das Denken des Tacit Knowing View.
Dr. Stefan Fothe; Universität Linz (A)
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