Gott mit Seinen Augen sehen

3. Akademietag über das Leben nach dem Tod am 26. Januar gut besucht

„Ein langweiliger Himmel ist eine abstruse Vorstellung“.

Man hörte aus dem Worten  des Referenten, Dogmatik-Professor P. Dr. Markus Schulze (PTHV), das große Anliegen heraus, den christlichen Glauben an das ewige Leben von Staub und Missverständnissen zu befreien.

Vor einer mit ca. 250 Personen gut gefüllten Aula zeigte er überzeugend Ansatzpunkte im menschlichen Selbstbewusstsein für das Endgültige auf: die Sehnsucht nach Glück; das unerschütterliche Festhalten an einer nicht nur zeitlichen Gerechtigkeit; die menschliche Fähigkeit unterscheiden zu können zwischen dem, was zeitlich und begrenzt ist, sowie dem der Zeit Enthobenen, Endgültigen.

 Und „todsicher“ steht dem Menschen der eigene Tod vor Augen, der immer wieder als ein Geschehen erfahren wird, das einer Geburt gleicht: mit vielen Schmerzen des Loslassens verbunden und zugleich in der unbesiegbaren Hoffnung auf Neues.

Ein Schwerpunkt seines Vortrags konzentrierte sich auf die biblische Aussage, der Mensch sei dazu geschaffen und bestimmt „Gott von Angesicht zu Angesicht zu schauen“.

Schulze machte deutlich, dass es dabei nicht etwa um ein teilnahmsloses „zur Kenntnis nehmen“ geht; dass vielmehr mit „schauen“ eine sich hingebende Wahrnehmung gemeint ist, sowohl in empfangender, letztgültig zufriedener Ruhe wie zugleich in kreativem Ausdruck des eigenen Inneren.

Himmel bedeute dann, dass der Mensch in letztmöglicher Weise zu sich selbst findet, weil Gott sich ihm auf unmittelbare, unzweifelhafte Art mitteilt. So mit Gott verbunden sein – unvermischt in der Wahrung der eigenen Identität, ungetrennt in der nicht mehr gefährdeten Gemeinschaft – ist nicht nur der in der gesamten Heiligen Schrift offenkundige Wille Gottes; es ist auch der tiefste Wunsch des Menschen, sein letztes Ziel und seine Bestimmung.

Der letzte Akademietag mit einem expliziten Glaubensthema (Prof. Dr. Alfred Schuchart in der Begrüßung: „Sowohl der Atheist wie auch der Christ sprechen, wenn sie das Leben nach dem Tod leugnen bzw. bejahen, als Glaubende.“) rundete die sehr erfolgreiche und im weiten Umfeld bekannte „Januar-Serie“ von Vortragsveranstaltungen ab.

Herzlicher Dank gilt allen interessierten Teilnehmern, die durch ihr Interesse den Akademietagen ungebrochene Attraktivität verleihen und durch ihre Spenden die Finanzierung tragen;

Dank an Prof. Dr. Alfred Schuchart SAC, dem als Emeritus in Pastoraltheologie und Erwachsenenbildung dieses Angebot ein besonderes Anliegen ist; Dank in besonderer Weise dem Frauenteam aus Vallendar, das mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen den Tagen eine besondere Note verleiht!

Einführungsrede Professor Dr. Alfred Schuchart SAC

Presseartikel Andreas Krisam

Referat Professor Dr. Markus Schulze SAC