Gegenseitiges Verständnis

Mit knapp 400 Teilnehmern war der 2. Akademietag zum Thema „Das Zeugnis des Islam und die Antwort des christlichen Glaubens“ mit Prof. Christian W. Troll von der Jesuitenhochschule in St. Georgen / Frankfurt sehr gut besucht.

Troll erläuterte das Glaubens-  und Selbstverständnis des Islam anhand von dessen wesentlichen Säulen wie des Korans als Quelle der islamischen Religion.

Er wies auf Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Islam hin, verschwieg jedoch auch nicht bedeutsame Unterschiede. So wird im Islam Jesus zwar als Prophet verehrt, seine christliche Bedeutung als Gottessohn, Messias und Erlöser abgelehnt. Die Unterscheidung Christentum zum Islam stellte er an den Begrifflichkeiten Trinität, Erlösung dar und verwies darauf, dass der Islam diese Grundelement des christlichen Glaubens ablehne.

In der Erklärung über die nichtchristlichen Religionen hat das 2. Vatikanische Konzil den Islam als monotheistische Religion anerkannt und herausgestellt, dass beide Religionen den einen Gott anbeten und gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit eintreten.

Deshalb lautete auch der abschließende Appell des Referenten an die Zuhörer: „Als christliche Bürger sollten wir im gegenseitigen Respekt unsere muslimische Nachbarn menschlich annehmen. Auf deren Fragen können wir jedoch nur Antworten geben, wenn wir selbst von unserem christlichen Glauben überzeugt sind und diesen authentisch leben. Dies gilt auch dort, wo sich unser Glaubensverständnis von dem des Islam unterscheidet, wie in der liebenden Selbstoffenbarung Gottes in Jesus Christus. Nur wenn wir gegenseitig diese Verschiedenheit aushalten, kann es zu einem wirklichen Dialog kommen.“

Die Teilnehmer engagierten sich lebhaft in der Diskussion, welche sich dem Vortrag anschloss. Ein muslimischer Student bedankte sich ausdrücklich für die objektive und respektvolle Art, den Islam darzustellen.

Wer gerne ausführlicher den Gedanken von Prof. Troll folgen möchte, sei verwiesen auf dessen Internetseite:

www.antwortenanmuslime.com