Vom 12.-14.03.2012 veranstaltete das Kardinal Walter Kasper Institut an der Philosophisch-Theologischen Hochschule ein Symposion zum Thema "Priestertum Christi und priesterlicher Dienst". Den rund 180 Teilnehmern, zu denen auch die Regenskonferenz im deutschsprachigen Raum zählte, beschäftigten sich an drei Tagen mit Fragen des Priestertums angesichts der Herausforderungen der Moderne.
Weihbischof Helmut Dieser (Trier) eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort. Walter Kardinal Kasper sprach sich in dem sich hieran anschließenden Referat für eine Erneuerung des priesterlichen Dienstes aus einem lebendigen Glauben aus. Wichtig sei besonders eine "theozentrische Wende" und eine "neue lebendige Zeugnisgestalt". Die Professoren Söding und Hoping gingen in ihren jeweiligen Referaten auf den Begriff des Priestertums bzw. der Lebensdiakonie Christi im Neuen Testament ein. In besonderer Weise wurde hierin die Würde des Laien und das gemeinsame Priestertum aller Christgläubigen konturiert.
Der Beitrag von Kardinal Koch, der wegen Krankheit nicht persönlich an der Tagung teilnehmen konnte, stellte sich Fragen der Identitätsfindung des Priesters heute. Bemerkenswert waren dabei besonders die Ausführungen des Kardinals über einen neuen Amtsstil, der die Aufgaben von Laien und Priestern im gemeinsamen Dienst am Glauben stärker miteinander verbindet. In den Beiträgen der Professoren Wollbold und Tück wurde der Aufgabe einer überzeugenden Lebenskultur des priesterlichen Dienstes aus pastoraltheologischer und aus literarischer Perpektive nachgespürt.
Prof. Schulze ging dem Priestertum in den Ausführungen des Thomas von Aquin nach, um zum Vateramt des Bischofs im Vortrag von Prof. Kunzler überzuleiten.
Viele Anregungen und Impulse wurden auf diesem 6. Symposion des Kardinal Walter Kasper Instituts geboten, wie die Freundlichkeit im Miteinander und die Freude am Glauben die Teilnehmer sicherlich noch eine Zeit begleiten werden.
Einen ausführlichen Beitrag zum Symposion finden Sie hier.
Vallendar, April 2011 -
Zum fünften Mal hatte das Kardinal Walter Kasper Institut zu einem Symposion an die Philosophisch-Theologische Hochschule nach Vallendar geladen. Thema der diesjährigen Veranstaltung war "Die Liturgie der Kirche". Die dreitägige Veranstaltung mit rund 160 Teilnehmern wurde von einer Vielzahl hochkarätiger Referenten mitgestaltet, die den Teilnehmern einen beeindruckenden Einblick in die Weite und Vielgestalt der Liturgie zu geben vermochten.
Kardinal Walter Kasper eröffnete seinen Vortrag mit einem Plädoyer für eine "erneuerte liturgisch-sakramentale" Kultur, die auf die tiefgehende Reform der liturgischen Reformen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil aufmerksam macht. In besonderer Weise bedürfe es dabei einer neuen Bewusstwerdung für das Heilige und die Erhabenheit der Liturgie als Kommunikationsprozess zwischen Gott und den Menschen, so Kasper.
Prof. Dr. Albert Gerhards (Bonn) ging in seinem Vortrag auf die Frage der ästhetischen Gestalt der Kirche ein. Liturgie sei "nie nur starrer Ausdruck einer geschichtlichen Entwicklung", sondern "ein lebendiger Prozess" zwischen Sein und Werden.
Kardinal Kurt Koch, Präsident des Rates zur Förderung der Einheit der Christen, betonte die Notwendigkeit, die positiven Früchte der nachkonziliaren Entwicklung zu schützen, wobei einer auf die noch ausstehende vollständige Rezeption und Umsetzung der Liturgiereform des zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) aufmerksam machte. In Gestalt einer erneuten liturgischen Bewegung kann es gelingen, das "Erbe des Konzils" für die heutige Gestalt der Kirche neu fruchtbar werden zu lassen.
Den Ansatz neuer sprachlicher und inhaltlicher Auslegung der Liturgie griff auch Prof. Dr. Thomas Söding (Bochum) in seinem Referat zur Liturgie und Martyrie in der Offenbarung des Johannes auf, in der er die Bedeutung der Bildsymbolik für den katechetischen Charakter der Liturgie reflektierte. Vor dem Hintergrund einer neuen religiösen Sprachfähigkeit setzte Prof. Dr. Albert Biesinger (Tübingen) Analysen und Herausforderungen für eine innovative Pastoral in großen Seelsorgeräumen. Wer eine erneute Verlebendigung der Liturgie anstrebe, der dürfe nicht an den Kindern vorbeisehen. Nach Biesinger gilt es "liturgisch adäquat dem Ritus folgend und zugleich kind-, familien- und erwachsenengerecht" Eucharistie zu feiern.
Prof. Dr. Alfons Knoll (Regensburg) griff diese Überlegungen in der Frage "Liturgiefähiger Mensch - menschengemäße Liturgie" auf, um die Konzepte und Grundanliegen der liturgischen Bewegung bei Romano Guardini neu zu vergegenwärtigen.
In einer zugleich sprachästhetischen wie bildmetaphorischen Darstellung erschloss Prof. Dr. Jan Heiner Tück (Wien) das Mysterium der Wandlung vor der Eucharistietheologie des Hymus "Pange lingua" des Thomas von Aquin. Den Abschlussbeitrag bot Herr Prof. Dr. Michael Kunzler (Paderborn), der die Anwesenden in die Liturgie der orthodoxen Kirche einführte.
Den Höhepunkt und zugleich das Ende der Tagung bildete die Feier der Liturgie im ostkirchlichen Ritus, der Pater Dr. Ivan Sokolovsky SJ vorstand und die unter Mitwirkung des Gospodi-Chors Tübingen gestaltet wurde.
2010
Symposion "Das Evangelium Jesu Christi" vom 15. bis 18. März 2010
Vom 15.-18. März lud das Kardinal Walter Kasper Institut an der PTH Vallendar in Zusammenarbeit mit dem internationalen katholischen Missionswerk Missio e.V. zu einer Fachtagung zum Thema "Das Evangelium Jesu Christi - Impulse zur Neuevangelisierung in Deutschland" ein. Das Symposion zielte darauf neue Wege und Ansätze für die dringende Aufgabe der Verlebendigung des Glaubens und der Neuevangelisierung zu entwickeln. Inhaltlich kam dem Symposion sowohl eine fachwissenschaftliche als auch eine praxisorientierte Ausrichtung zu.
Neben Walter Kardinal Kasper hatten auch Ivan Kardinal Dias; Bischof Stephan Ackermann (Trier); Bischof Kurt Koch (Basel); Bischof Joachim Wanke (Erfurt); Prälat Dr. Klaus Krämer (Aachen); Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff (Freiburg i. Br.); Prof. Dr. Thomas Söding (Bochum) als Referenten zugesagt.
2009
Symposion Die Kirche Jesu Christi vom 03.-05. Juli 2009
Vom 3.-5.7. Juli findet zum dritten Mal an der Philosophisch-Theologischen Hochschule eine Fachtagung mit Walter Kardinal Kasper statt, ehemals Bischof von Rottenburg-Stuttgart, jetzt als Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen in Rom zuständig für Fragen der Ökumene und der Beziehung zwischen Christen- und Judentum.
Thematisch wird sich das Symposion der Frage nach der inneren und äußeren Gestalt der Kirche Jesu Christi stellen, die ihrem missionarischen und diakonischen Auftrag nachkommen will. Dabei bietet eine auf Jesus Christus hin zentrierte und von der Eucharistie her gedachte Kirchenlehre das Fundament für die Auseinandersetzung mit den Fragen unserer Zeit und für das heute drängende ökumenische Gespräch.
Zugleich wird im gerade begonnenen, von Benedikt XIV. ausgerufenen „Priesterjahr“ das kirchliche Amt thematisiert werden, unter der Fragestellung der gemeinsamen Teilhabe aller Getauften an Leben und Sendung der Kirche. Weitere Schwerpunkte des Symposions werden sein: der bischöfliche Dienst, die pastorale Neuordnung in den deutschen Diözesen, der diakonische Wesenszug von Kirche und nicht zuletzt die Katechese als ihre formende Kraft.
Renommierte Theologen haben ihr Kommen zugesagt und werden das Symposion inhaltlich gestalten, darunter die Bischöfe von Limburg und Basel sowie Professoren theologischer Fakultäten aus ganz Deutschland.
Eine Pressekonferenz findet am Freitag, 03.07. 2009 um 11.00 Uhr an der Hochschule statt. Zum feierlichen Gottesdienst – am Sonntag, 5.7. um 11 Uhr in der Kirche der Hochschule – sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Das Symposion wird durchgeführt vom „Kardinal Walter Kasper Institut für Theologie-Ökumene-Spiritualität“ in der PTHV. Dieses gibt die Schriften des Kardinals neu heraus, zurzeit erscheinen gerade die Bände 11 und 12 zum Thema „Kirche“. Der Kardinal ist seit 2003 Ehrendoktor der PTHV.
Startdatum: 03. Juli 2009
Enddatum: 05. Juli 2009
Startzeit: 15:00 Uhr
Endzeit: 14:00 Uhr
fileadmin/user_upload/PDF_Theo/KWKI/Rueckmeldekarte.PDF
2008
Symposion Gottesfrage 11.-13.04.2008
Es sei „höchste Zeit“, von Gott zu reden, sagt der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper. An der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) der Pallottiner sprach der Präsident des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen am Wochenende von einer in Westeuropa zu beobachtenden Wiederkehr des Atheismus und atheistischer Propaganda. Man denke etwa an die auf dem aktuellen Buchmarkt erfolgreichen Abhandlungen „Der Gotteswahn“ von Richard Dawkins und „Gott ist nicht groß“ von Christopher Hitchens. Auch von einer Wiederkehr der Religion sprach Kasper. Die aber führe keineswegs einfach zum christlichen Gottesglauben zurück.
2007
Symposion Ökumene in aktiver Geduld 01.-03. Juni 2007
Symposion und Festwochenende aus Anlass des Goldenen Priesterjubiläums
Dankbar blickt unsere Hochschule zurück auf die inhaltlich reich gefüllten und atmosphärisch dichten Veranstaltungen am vergangenen Wochenende. Führende Vertreter aus christlichen Kirchen und ökumenischer Theologie trafen in unserem Haus zusammen, um Leben und Wirken von Kardinal Kasper zu ehren und sich durch eigene Beiträge am Mühen um die Einheit der Kirchen zu beteiligen.
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