Buchvorstellung und Kolloquium zur vergleichenden Ordensgeschichte

Buchvorstellung und Kolloquium in Paderborn

Von: Angelica Hilsebein, Fachstelle Franziskanische Forschung e. V.

Am 18. Juni wurde der 3. Band der „Geschichte der Sächsischen Franziskanerprovinz" in Paderborn vorgestellt. Er behandelt die Zeit vom Kulturkampf bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts.

P.  Werinhard Einhorn OFM, Hans-Georg Aschoff, P. Joachim Schmiedl ISch,  Gunhild Roth und Gerhard Lindemann (v. l. n. r.)

P. Werinhard Einhorn OFM, Hans-Georg Aschoff, P. Joachim Schmiedl ISch, Gunhild Roth und Gerhard Lindemann (v. l. n. r.)

Im Rahmen des Kolloquiums „Vergleichende Ordensgeschichte: Periodisierungen von Provinz- und Kongregationsgeschichten im 19. und 20. Jahrhundert“  am 18./19. Juni 2010 im Franziskanerkloster Paderborn präsentierten Verlag, Autoren und Herausgeber  das über 1000 Seiten umfassende Werk. Es ist das Ergebnis einer langjährigen Forschungsarbeit auf der Grundlage zahlreicher Quellen aus den Archiven von Paderborn bis Rom. Herausgeber Joachim Schmiedl und die Autoren Hans-Georg Aschoff, Gerhard Lindemann, P. Werinhard Einhorn sowie die Redakteurin Gunild Roth erinnerten vor dem Hintergrund der bevorstehenden Fusion der vier  deutschen Franziskanerprovinzen zur gesamtdeutschen Franziskanerprovinz am 1. Juli 2010 an das wechselvolle Leben der sächsischen Franziskaner in der Zeit des Kulturkampfes bis zum Anfang des 21. Jahrhunderts.

Das Kolloquium „Vergleichende Ordensgeschichte: Periodisierungen von Provinz- und Kongregationsgeschichten im 19. und 20. Jahrhundert“ ging der Frage nach, inwieweit die den Provinz- und Kongregationsgeschichten zugrunde liegenden Periodisierungen miteinander verglichen werden können. Der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Hans-Georg Aschoff erläuterte zu Beginn, wie die Ordensgeschichte in den Kontext der allgemeinen Kirchengeschichte eingebettet ist. Anschließend stellten Ordensbrüder aus den verschiedenen Gemeinschaften, Historiker und Archivare Konzepte zur Periodisierung ausgewählter Ordensgemeinschaften (Franziskaner, Kapuziner, Jesuiten, Benediktiner sowie einzelner Frauenkongregationen) zur Diskussion.

Das Kolloquium wurde von der Fachstelle Franziskanische Forschung e.V. (FFF, Münster), dem Institut für Theologie und Geschichte religiöser Gemeinschaften (IRG, Vallendar), dem Schwerter Arbeitskreis Katholizismusforschung und dem Arbeitskreis Ordensgeschichte 19./20. Jahrhundert organisiert.