Sonntagsmatineen 2012

Die diesjährigen Sonntagsmatineen des Ethik-Instituts Vallendar stehen unter der Jahreslosung "Allokationsethik - oder wenn das Geld die Moral bestimmt".

Welche Auswirkungen  haben Sparzwänge auf unsere zukünftige Versogungssituation? Wo kommen Werte heute überhaupt noch in unserer Gsellschaft vor? Sind Christen gar zu einem alternativen Lebensentwurf herausgefordert?

Vor dem Hintergrund dieser und vieler weiterführender Fragen werden sich Referenten aus den Bereichen Management und Wirschaft, Soziologie sowie Theologie und Ethik zu Wort melden und Konzepte einer verantwortlichen Zukunftsgestaltung vorstellen.

   

Ort: Aula der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar

Zeit: 10.30-12.00 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos!

 

Termine:

 

So., 06.05.: Bedeutung der 7 Todsünden für die Wertedebatte heute.

                   (Prof. Dr. Alfred Bellebaum)

Do, 10.05.: Der Euro und seine Zukunft                                                                 

                   (Wilhelm von Haller) (Sondertermin 19.00 Uhr-21.00 Uhr, Aula)

 

So., 23.09.: Wirtschaftliches Wachstum und Lebensqualität

                  (Prof. Dr. Michael Frenkel) (Hörsaal 1) 

So., 21.10.: Veranstaltung abgesagt

                   (Prof. P. Dr. Heribert Niederschlag SAC)

 

Sonntagsmatinee 11.09.2011

Nahtoderfahrungen. Impulse zu einem Leben vor dem Tod

Prof. P. Dr. Heribert Niederschlag referierte in der letzten Sonntagsmatinee des Jahres zum Thema Nahtod. In einem informativen wie zugleich auch appellativen Vortrag gab der Referent ethische und auch lebenspraktische Impulse zu einem verantworteten Leben vor dem Tod. Gerade in der Zeit der Moderne, in der durch zahlreiche technische Hilfsmittel das Leben verlängert bzw. der Tod hinausgezögert werden kann, stellt sich die Frage nach einer verantwortlichen, gelingenden Lebensgestaltung. Der Tod ist dabei weniger Feind des Lebens als Wegweiser, ja Kontrastfolie, den eigenen Lebensweg kritisch zu hinterfragen: „Habe ich das Thema meines Lebens schon gefunden?“ „Was ist meine eigentliche Aufgabe auf der Welt?“

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Ausstellung "Ovarial Carcinom"

Sonntagsmatinee 03.07.2011

„Um Leben und Tod“ Verfassungsrechtliche Kritik am Hirntodkonzept für die Transplantationsmedizin

  

Prof. Dr. Wolfram Höfling vom Institut für Staatsrecht der Universität Köln führt am Sonntag, den 03.07.2011, die mehr als 40 Teilnehmer in die juristische Entwicklungsgeschichte und die Diskussionsprozesse zur aktuellen Debatte um die Regelungen zur Organspende. Prof. Höfling weist in diesem Zusammenhang auf die Schwierigkeit zur normativen Definition des Todes angesichts eines umfassenden Bedarfs an Organen in der Transplantationsmedizin hin. Kritisch wird in den damit verbundenen Darstellungen auch die Kompetenzverlagerung zur Ausgestaltung konkreter Verfahrensregeln vom Gesetzgeber auf die Bundesärztekammer verdeutlicht. Dem Recht auf Leben eines jeden Menschen korreliert nach deutscher Rechtsauffassung auch die Verpflichtung einer klaren Bestimmung und Fortentwicklung der Kriterien zum Hirntod und Herztod.

Unabhängig von der Gültigkeit bestehender Kriterien wird von Seiten des Referenten noch einmal deutlich auf die Notwendigkeit zu einem verantwortlichen und zudem würdevollen Umgang mit der Sterblichkeit menschlicher Existenz verwiesen, die gerade auch in der aktuellen Diskussion in besonderer Weise herausgefordert ist.

In einer sehr angeregten Diskussion fanden im Anschluss an den Vortrag Fragen zur Verhältnisbestimmung von Todeskriterien und Menschenbild ebenso ihre Berücksichtigung wie Impulse zu einer verantwortlichen Aufklärungsleistung im Raum der Organspende.

Sonntagsmatinee 17.04.2011

Wann ist der Mensch tot? Kriterien in der Medizin

Vallendar, den 17.04.2011. Mit dieser Fragestellung eröffnete Prof. Dr. Dr. Thomas Heinemann vom Lehrstuhl Ethik, Theorie und Geschichte der Medizin an der PTHV den Zyklus der diesjährigen Sonntagsmatineen des Ethik-Instituts.

In sehr anschaulicher Weise wurde den rund 30 Teilnehmern neben einer Darstellung der historischen Entwicklung von Todeskriterien in der Medizin, physiologische und anatomische Hintergründe besonders des Hirntodkriteriums erschlossen, die deutlich die Schwierigkeit einer exakten Bestimmbarkeit von Lebensbeginn und Lebensende offenbarten. Philosophische Zugänge, etwa die Frage, was das Leben des Menschen eigentlich begründet, wie auch neurologische Erhebungen im Umfeld des Sterbeprozesses bemühten den Diskurs wechselseitig. Die aktuellen Bestimmungen zur Diagnostik des Hirntodes, gerade auch in Abgrenzung und Ergänzung zur Bestimmung des Herztodes, wurden von Prof. Heinemann vor dem Hintergrund der historisch gewachsenen Gestalt der deutschen Gesetzgebung kurz skizziert, wobei die Bestimmungen zur Organspende der Deutschen Stiftung Organspende auf ein besonderes Interesse der Zuhörer stießen.

Die anschließende Diskussion ermöglichte einen ebenso angeregten wie kritischen Austausch über die gegenwärtige kriteriologische Bestimmung des Todeszeitpunktes aus Sicht der Medizin wie eine Auseinandersetzung mit der Position der Kirche.

Sonntagsmatineen 2010

Thomas R. Elßner: Zehn Gebote - sind sie auch heute noch gültig? (12.09.2010)

 

In der letzten Sonntagsmatinee für das Jahr 2010 beschloss Prof. Thomas R. Elßner (Alttestamentler der PTH Vallendar) am 12.09.2010 das Jahresthema "Wer glaubt handelt anders?!" mit seinem Referat über den Dekalog. Neben exegetischen Grundlagen, die den Hörer an Hand von Ex 20 und Dtn 5 in die Welt des Alten Testments führten, spürt der Referent dem soziokulturellen Hintergrund der Gebote nach. Worin liegt der Wert jener "göttlichen" Leitlinien, die Menschen durch die Jahrtausende verbinden und sie damit auch für uns heute noch bleibend aktuell macht? Es sind Fragen nach der Freiheit und dem Gelingen des Lebens. Die "10 Gebote" sind weder lebensfeindlich, noch wollen sie einen Zwang ausüben - im Gegenteil, sie zielen darauf, das Leben des Einzelnen und das Miteinander zu sichern.

In der sehr angeregten Diskussion der rund 25 Teilnehmer zeigte sich in eindrücklicher Weise, welches Potenzial dem Dekalog auch heute noch mit Recht beizumessen ist.

Heribert Niederschlag: "Die Kunst des Betens" (27.06.2010)

 

"Zum Größten , was wir empfangen können,

zum Schönsten, was wir erfahren dürfen,

und zum Wichtigsten, was wir tun müssen, gehört das Gebet."

(Sr. Maria Julitta Ritz)

 

In Stellvertretung für Prof. Dr. Bernhard Sill führt Prof. P. Dr. Heribert Niederschlag SAC am 27.06.2010 die rund 30 Teilnehmer der Sonntagsmatinee in die Welt des Betens ein. Den Zuhörern und Zuhörerinnen erschloss sich dabei eine Welt, die im Gebet nicht nur die Kraftquelle für unser tägliches Leben findet, sondern letztlich auch die Dimension ausweist, von dem her die Gestaltung unseres Lebens gelingen kann. Was trägt uns in unserem Leben? Was sind wir bereit, zu geben, um das Gute wirklich einzulösen?

In der ethischen Entscheidung werden wir zu den Eltern unserer eigenen sittlichen Persönlichkeit. (Gregor von Nyssa) Das Gebet kann uns dabei den Weg weisen und helfen zu erkennen, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Ein Glaube, der unser Leben wirklich zu wandeln vermag und der zum Leben hilft, ist ein gelebter Glaube in lebendiger Beziehung zu Gott. Im Gebet hat der Mensch Zugang zum liebenden dreifaltigen Gott und vermag zu dem Ziel zu gelangen, wozu uns Angelus Silesius eindringlich aufruft: "Mensch, werde wesentlich!"

Josef Schuster SJ: Moral und Glück. Sind die Guten die Dummen? (25.04.2010)

 

Mit dieser plakativen und zugleich kritischen Anfrage eröffnete Prof. P. Dr. Josef Schuster SJ von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Frankfurt/St. Georgen die diesjährigen Sonntagsmatineen. In seiner Darstellung machte Prof. Schuster den rund 30 Teilnehmern deutlich, dass Moral und Glück keineswegs identisch, aber noch weniger Gegensätze sind. Angesichts einer natürlichen Ausrichtung der Moral auf das Gute, das dem Menschen Wesensmäßige, vermag der Mensch allein darin sein Glück zu finden. Die philosophische Leitperspektive "Werde der Du bist" habe daher auch in der Moderne keineswegs an Geltung verloren. Neben der persönlichen Lebensaufgabe, das eigene Glück zu finden, betonte Schuster, dass Glück keineswegs ein "andauernder" Zustand ist, sondern sich stets neu prozesshaft realisieren muss.

Rückblick Sonntagsmatineen 2009

Rückblick zu den Sonntagsmatineen des Jahres 2009 "Grenzenlose Selbstbestimmung.

Kontakt

Ethik-Institut an der Phil.-Theol. Hochschule Vallendar

Pallottistr. 3, 56179 Vallendar

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Fax: 0261/6402-300

E-Mail: i.proft(at)pthv.de