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Herausforderungen im Umgang mit Demenz 22.11.2010

 

Am 22.11.2010 fand an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar in Zusammenarbeit mit der Katholischen Akademie Trier und der Bezirksärztekammer Koblenz eine interdisziplinäre Tagung zur Demenz statt.

Die Veranstalter hatten es sich zum Ziel gesetzt in Vorträgen und Workshops auf die vielfältigen Herausforderungen und Probleme im Umgang mit Demenz aufmerksam zu machen und Modelle und Konzepte ihrer Begleitung vorzustellen.

Prof. Dr. Hans-Georg Nehen (Essen) eröfnete seinen Vortrag mit den zu erwartenden demographischen Veränderungen der Gesellschaft und deren Auswirkungen auf die Versorgung demenziell erkrankter Menschen. Er betonte in besonderer Weise, dass die Diagnose von Demenz individuell ausgerichtet sein muss. Neben Kennzeichen und Typen der Krankheit und einer Skizzierung des Krankheitsverlaufs wurde die besondere Gestalt sozialer Herausforderungen besonders im familiären Umfeld aufgezeigt.

Prof. Dr. Hermann Brandenburg (Vallendar) stellte seine Ausführungen unter die Perspektive der Person-Umwelt-Transaktion, wonach ein Umdenken in der Begegnung mit Demenz geboten ist Die Krankheit ist danach weniger von den Defiziten als von den verbleibenden Möglichkeiten des Lebens zu verstehen. Nicht von pharmazeutischer Seite seien in unmittelbarer Zukunft große Entwicklungssprünge zu erwarten - vielmehr stelle sich die Herausforderung einer neuen Kultur im Umgang mit Demenz.

Dieser Gedanke fand auch Anklang in den Darstellungen von Frau Dr. Verena Wetzstein (Freiburg), die vorallem den öffentlichen Umgang mit Demenz kritisch anfragte. Oft werde Demenz dämonisiert und Betroffene wie pflegende Angehörige stigmatisiert. Eine Fixierung auf eine rein kognitive Definition des Menschen sei das große Problem der Moderne. Diese gelte es zu durchbrechen, um den Menschen im ganzheitlichen Blick eines Beziehungsgeschehens wahrzunehmen.

Den Vorträgen schlossen sich drei Workshopangebote an, die Themenfelder regionaler Versorgung, Konzepte und Modelle in Alten- und Pflegeheimen als auch internationale Perspektiven in den Blick nahmen.

Das Abschlussreferat bildete eine Auswertung des Entlastungsprogramms bei Demenz (Ede), welches von Frau Ursula Laag (Köln) vorgestellt wurde. Ziel des Programms war die Sichtbarmachung der vielfältigen Belastungen in Pflegesituationen und die Entwicklung entsprechender Angebote zur Verbesserung der Situation pflegender Angehöriger.

Eine Ausstellung von Kunstwerken von Menschen mit Demenz von Frau Anke Hettinger (Köln) rundete die Veranstaltung ab. Rund 100 Teilnehmer nahmen an der Tagung teil.

03.02.2010                                                                     Medizinethischer Arbeitskreis: Begegnung und Umgang mit Suchtkranken

Herzliche Einladung zum medizinethischen Arbeitskreis am Mittwoch, den 03. Februar 2010, um 19.30 Uhr an der PTH Vallendar. Dr. Andreas Bell (Erzbistum Köln) wird zum Thema "Begegnung und Umgang mit Suchtkranken" referieren.

 

Die Veranstaltung ist kostenfrei und für Ärzte mit 2 CP zertifiziert.                  

 

10.02.2010                                                                  Selbstbestimmtes Sterben? – Zur gesetzlichen Neuregelung der Patientenverfügung und ihren Konsequenzen 

                                         

Sonntagsmatineen 2010

Die diesjährigen Sonntagsmatineen des Ethik-Instituts Vallendar stehen unter der Jahreslosung "Wer glaubt, handelt anders?!"

Die Sonntagsmatineen finden jeweils jeweils von 10.30-12.00 Uhr in der Aula der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar statt.

 

Termine:

 

25.04.2010

Josef Schuster SJ: Moral und Glück. Sind die Guten die Dummen?

 

27.06.2010

Bernhard Sill: Die Kunst des Betens

 

12.09.2010

Thomas R. Elßner: Zehn Gebote - sind sie auch heute noch gültig?

 

 

Die Teilnahme ist kostenlos! Nähere Informationen finden sie hier.

Kontakt

Ethik-Institut an der Phil.-Theol. Hochschule Vallendar

Pallottistr. 3, 56179 Vallendar

Tel.: 0261/6402-603 oder -233

Fax: 0261/6402-300

E-Mail: i.proft(at)pthv.de