Ethik-Institut

Das im Oktober 2006 an der PTHV gegründete Ethik-Institut bearbeitet ethische Fragestellungen, vor allem für christliche Trägerorganisationen im Gesundheits- und Sozialwesen. Der Arbeitsschwerpunkt liegt zunächst auf der Medizin- und der Pflegeethik. Geplant sind darüber hinaus weitere Sektionen zur Führungs- und zur Wirtschaftsethik. Ein medizinethischer Arbeitskreis sowie regelmäßig stattfindende Sonntags-Matineen tragen das Anliegen in die Öffentlichkeit.

Das Logo

 

Das Logo des Ethik-Instituts zeigt ein durch mehrere Sprossen unregelmäßig geteiltes Rundbogenfenster, über dem sich zwei weitere Bögen verbinden. Dieses Motiv ist für vielfältige Interpretationen offen, die helfen können, ethischer Arbeit Konturen zu geben.

Die primäre Funktion eines Fensters ist natürlich, die Sicht auf etwas Dahinterliegendes zu eröffnen, pointiert gesagt, „Durchblick“ zu schaffen, eine Weitung des Horizonts zu ermöglichen. Mit den einzelnen Scheiben des Sprossenfensters ist hier aber zugleich angedeutet, dass immer dann, wenn verschiedene Personen durch das Fenster sehen, mehrere Sichtweisen entstehen. Denn die unterschiedlichen Blickwinkel der einzelnen Betrachter führen dazu, dass sie einige Aspekte schärfer in den Blick nehmen, während andere diffus bleiben. Erst in der Summe solch individueller Ansichten ist dann der Facettenreichtum des Betrachteten zu erahnen.Die rechte vertikale Sprosse und die obere horizontale Sprosse sind etwas stärker ausgeprägt, so dass in diesem Fenster auch ein Kreuz abgebildet ist. Ohne die Gesamtperspektive dominierend einzuengen oder zu verstellen, setzt dieses Sinnbild christlicher Existenz dennoch ein markantes Zeichen und gibt einen deutlichen Hinweis auf das „christliche Milieu“ des Instituts, das an einer Philosophisch-Theologischen Hochschule angesiedelt ist.Die beiden Bögen, die oberhalb des Fensters ineinander übergehen, ragen seitlich eine unterschiedlich weite Spanne hinaus. Als Architekturmerkmal verstanden leitet insbesondere der kleine Bogen den direkten Schub der oberen Wand weg und schützt so das zerbrechliche Fenster. Losgelöst vom Fenster lassen sich die Bögen aber auch als Weglinien oder als Brücke ansehen, die dann jeweils ein sozial-integratives Moment beinhalten. Straßen und Wege bringen Menschen zusammen, erschließen Landschaften, verbinden Lebenswelten; Brücken leisten dies in spezifischer Weise angesichts von tiefen Abgründen oder reißenden Flüssen.Viele weitere Deutungen zum Logo, seinen größeren Bestandteilen oder einzelnen Elementen ließen sich noch hinzufügen. Sie alle dürften die skizzierten Konnotationen verstärken:Ethik ist die Kunst, durch immer wieder neues und situationsbezogenes Ringen um die angemessene Einsicht zu verantwortbaren Entscheidungen und Lösungen oft schwerwiegender Probleme zu kommen, und dies geschieht in diesem Institut orientiert an christlichen Wertmaßstäben, für alle Phasen des menschlichen Lebensweges.Dieses Fenstermotiv, das dem Ethik-Institut als Logo dient, ist in stilisierter Form dem Haupteingang zur Philosophisch-Theologischen Hochschule nachempfunden – und auch das lässt vielschichtige Assoziationen zu …

Kontakt

Ethik-Institut an der Phil.-Theol. Hochschule Vallendar

Pallottistr. 3, 56179 Vallendar
Tel.: 0261/6402-603 oder -233
Fax: 0261/6402-300
E-Mail: i.proft(at)pthv.de

Selbstbestimmung am Lebensende? Tagung 15.11.2014

Das Ethik-Institut an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar lädt Sie ein zu einer interdisziplinären Tagung zum Thema „Selbstbestimmung

am Lebensende – (k)ein Recht auf Sterbehilfe?“.

 

Wann: 15.11.2014, 10.00-15.00 Uhr

Wo: PTH Vallendar, Aula

 

 

Impulsvorträge und Diskurse wollen dazu anregen, sich über Konzepte in Medizin und Pflege zu informieren und den Austausch mit Recht und Ethik suchen.

Rechtliche Entwicklungen in den Niederlanden und in Belgien werden ebenso erörtert wie die aktuell in Deutschland brisanten Fragen des assistierten Suizids

und der aktiven Sterbehilfe. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten.

Insbesondere laden wir die Mitglieder der KÄAD, der Bezirkskammer Koblenz, der regionalen Palliativkreise, Demenznetzwerke und Hospizvereine sowie die

Mitarbeitenden unter dem Dach der Marienhaus Stiftung ein.

 

 Programm und Anmeldeunterlagen

Fortbildungen des Ethik-Instituts 2014

Einstellung von Ernährung am Lebensende 16.11.2013

Tagung zur Einstellung von Ernährung am Lebensende, Kooperationsveranstaltung mit der KÄAD am 16.12013 in Vallendar. mehr

 

 

Neuerscheinung Herbst 2013

Gesundheit ist ein hohes Gut – für manche gar das höchste. Immer mehr ist heute medizinisch machbar. Aber ist es auch gerecht finanzierbar?

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