Ethikrat katholischer Träger von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen im Bistum Trier 2014-2017

Auf Initiative der vier großen katholischen Trägerorganisationen im Gesundheits- und Sozialwesen hat sich im Bistum Trier am 26. Februar 2008 mit seiner konstituierenden Sitzung ein trägerübergreifender Ethikrat gebildet, dessen Arbeit die Barmherzige Brüder Trier e.V. (BBT), die Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken mbH (cts), der Cusanus Trägergesellschaft Trier mbH (ctt, ehemals Caritas Trägergesellschaft Trier) und die Marienhaus GmbH Waldbreitbach zu gleichen Teilen unterstützen. Die Gruppe der Träger wurde 2013 um die Franziskaner vom Hl. Kreuz (Hausen) erweitert.

Zudem dient der Trägerübergreifende Ethikrat im Bistum Trier über die Deutsche Ordensobernkonferenz (DOK) auch für weitere von Orden getragene Gesellschaften mit Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen als Ansprechpartner. Der Ethikrat bearbeitet konkrete ethische Fragestellungen von übergeordneter Bedeutung, die sich in den Einrichtungen der genannten Trägergesellschaften ergeben. Er greift daneben aber auch eigenständig Themen auf, die im aktuellen gesellschaftlichen Diskurs erörtert werden und wesentliche Bedeutung für die Arbeit der Träger erlangen können. Mit seinen Empfehlungen, die in den einzelnen Trägerorganisationen eigenverantwortlich umgesetzt werden, will er den Verantwortlichen im normativen Bereich helfen, ihre Entscheidungen vor Ort ethisch reflektiert zu treffen.

Die konstituierende Sitzung der 3. Sitzungsperiode fand im Mai 2015 statt.

 

Mitglieder des Trägerübergreifenden Ethikrates (2014-2017)

Sitzung des Ethikrates mit Bischof Dr. Stephan Ackermann (26.09.2016)

Trier, 26.09.2016.

Der Ethikrat katholischer Träger von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen im Bistum Trier traf sich am Montag den 26.09.2016 im Mutter Rosa Altenzentrum zu seiner jährlichen Sitzung mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und Vertretern der Träger. Vertreter der Marienhaus Stiftung und der Hildegard Stiftung sowie der Barmherzigen Brüder Trier e.V., der cusanus trägergesellschaft trier mbh, der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken und der Franziskanerbrüder vom Hl. Kreuz (Hausen) begleiteten die Sitzung. Neben dem Austausch über konkrete Fragen in den Trägerschaften und über die aktuellen Arbeitsfelder des Ethikrates stand vor allem die Planung zukünftiger Stellungnahmen zu Advanced Care Planning, zum Umgang mit Gewalt in der Pflege sowie zur ethischen Bewertung von Sterbefasten im Vordergrund. Die Mitglieder des Ethikrates sind bis 2017 berufen, danach beginnt eine neue Sitzungsperiode.

(Bild: Rosa Roeben)

3. Sitzungsperiode des Trägerübergreifenden Ethikrates im Bistum Trier (2014-2017)

(Bild: C. Gerstenmaier, Marienhaus Stiftung)

Trier, 15.04.2015

Im Rahmen eines gemeinsamen Trägertages begegneten sich der Trägerübergreifende Ethikrat im Bistum Trier, Vertreter der Marienhaus Stiftung, der Barmherzigen Brüder Trier e.V., der cusanus trägergesellschaft trier, der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken und der Franziskaner vom Hl. Kreuz/Hausen. Bischof Dr. Stephan Ackermann begleitete das jährliche Treffen des Ethikrates mit den Vertretern der Träger und verschaffte sich einen Überblick über die Arbeit des Rates in der letzten Sitzungsperiode (2011-2014). Zentrale Themen der 2. Arbeitsperiode des Ethikrates, der seit 2008 im Bistum Trier konfessionelle Träger in medizinethischen Fragen berät, waren:

  • Bluttransfusion bei Zeugen Jehovas
  • Einstellung von Ernährung am Lebensende
  • Zirkumzision bei einwilligungsunfähigen Jungen
  • "Pille danach"
  • Wunscherfüllende plastische Chirurgie
  • Anonyme Geburt

In der 3. Sitzungsperiode (2014-2017) befasst sich der Trägerübergreifende Ethikrat gegenwärtig mit einer ethischen Stellungnahme zum "Assistierten Suizid". In den kommenden Woche werden eine Publikation sowie bedarfsorientierte Informations- und Beratungsangebote für Krankenhäuser in konfessioneller Trägerschaft vorbereitet.