Prof. Dr. Mark Andre erhielt Kunst- und Kulturpreis der Deutschen Katholiken

Prof. Dr. Margareta Gruber OSF hielt Laudatio

(v.li.): Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Komponist und Preisträger Mark Andre mit der Preisurkunde und der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Prof. Dr. Thomas Sternberg/ Foto: Deutsche Bischofskonferenz, Bonn

Vallendar, 05.12.2017. Der deutsch-französische Komponist Prof. Dr. Mark Andre (52) hat am 27. November 2017 in Leipzig den mit 25.000 Euro dotierten "Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken" erhalten. Die Verleihung fand in der katholischen Propsteikirche St. Trinitatis statt. Auf Wunsch des Preisträgers war Prof. Dr. Margareta Gruber OSF, Dekanin der Theologischen Fakultät, eine der Laudatoren. Sie schloss den Anwesenden die spirituelle Kraft der Musik Andres auf, die um das Thema des "Verschwindens" des Auferstandenen kreist: "Für Andre hinterlässt der verschwundene Auferstandene eine andere Qualität der Gegenwart – und er will sie hörbar machen. Und er schafft eine Musik, die zerbrechlich und von größter Zartheit und Vorsicht geprägt ist: noli me tangere – das zu Hörende, die Gegenwart, entzieht sich dem Zugriff, aber sie gibt sich im Entschwinden Lassen", sagte Prof. Gruber. Zum Abschluss der Feier griff der Komponist Jörg Widmann zu seiner Klarinette und spielte Andres Stück "Atemwind", das motivisch Bezug auf Johannes 3,8 nimmt: "Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht."

Der Preis wird in unregelmäßigen Abständen seit 1990 in den Sparten Literatur, Architektur, Musik, Film, Bildende Kunst oder Theater verliehen.