Pallottiner-Projekt zum guten Altwerden beendet

Pflegewissenschaftliche Fakultät der PTHV erstellte Empfehlungen

Vallendar, 15.11.2017. Das Projekt "Gut alt werden in pallottinischen Gemeinschaften" (GAGE), welches von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beider Fakultäten, Theologie und Pflegewissenschaft, der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) in den vergangenen zwei Jahren umgesetzt wurde, ist nun abgeschlossen worden. In der Laufzeit von 2015 bis Ende September 2017 fand die wissenschaftliche Beratung und Unterstützung der deutsch-österrreichischen pallottinischen Gemeinschaft zu Fragen des Alterns und der Pflege innerhalb dieses Projektes statt. Die Ergebnisse wurden bei der letzten Provinzversammlung der Pallottiner Ende Oktober 2017 in Vallendar vorgestellt.

Der demografische Prozess der Alterung der Gesellschaft zeigt sich besonders fortgeschritten in Ordensgemeinschaften, die seit Jahrzehnten sinkende Nachwuchszahlen aufweisen. Dies betrifft das Leben der Gemeinschaften in ihrem Alltag. Auch für die Theoriebildung zur Pflege in einer älter werdenden Gesellschaft bieten Ordensgemeinschaften ein wichtiges Forschungsfeld. Ziel des Projektes war eine grundlegende und nachhaltige Auseinandersetzung mit der Problematik, wie gutes Altern in pallottinischen Gemeinschaften konkret gestaltet werden kann. Die Ergebnisse sollten zu einer besseren Bewältigung des Alltags in diesen Gemeinschaften beitragen.

Nach einer systematischen Literatur-Recherche zum Thema "Altern, Pflege und Versorgung in religiösen Gemeinschaften" erfolgte eine quantitative Befragung in Form von standardisierten Fragebögen der jeweiligen Niederlassungen. In Folge wurden 17 Problemzentrierte Interviews geführt. Die methodische Beratung fand im Rahmen eines regelmäßig tagenden Projektbeirates statt. Ziel war es, Herausforderungen, Erfahrungen und Umgangsweisen mit der (Pflege)-Versorgungsthematik in der pallottinischen Gemeinschaft zu analysieren.

Die Zwischenergebnisse wurden regelmäßig mit dem Auftraggeber intensiv diskutiert. "Unsere Ergebnisse zeigen sehr deutlich, dass pauschale Lösungen nicht sinnvoll sind, sondern für jede Kommunität spezifische Lösungen gesucht werden müssen", sagt Prof. Dr. Hermann Brandenburg, Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV und Projektverantwortlicher. Prof. Brandenburg wurde von Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler, Prodekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät und Judith Bauer, wissenschaftliche Mitarbeiterin, unterstützt. Seitens der Theologischen Fakultät waren Prof. Dr. Paul Rheinbay SAC, bis April 2017 Rektor der PTHV, JProf. Dr. Edward Fröhling SAC, Lehrstuhl für Fundamentaltheologie und Theologie der Spiritualität, Prof. Dr. Joachim Schmiedl ISch, Lehrstuhl für Mittlere und Neue Kirchengeschichte, Prof. Dr. Ingo Proft, Leiter des Ethik-Institutes an der PTHV sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter Dr. Hanno Heil vom Lehrstuhl für Pastoraltheologie an der PTHV mit beteiligt.