Möglichst lange selbstbestimmt zuhause leben

Projekt STuDi geht in die zweite Phase

Vallendar, 31.07.2017. Das Projekt "STuDi" – Smart Home Technik und Dienstleistung für ein unabhängiges Leben zu Hause –  wird in den kommenden zwei Jahren von einem Konsortium unter der Leitung des IESE Fraunhofer-Instituts in Kaiserlautern unter Beteiligung des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e. V. (DIP) umgesetzt. Es ist bereits die zweite Phase des Projektes. Das DIP hat einen zweiten Standort an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) und wird von Prof. Dr. Frank Weidner, Professor für Pflegewissenschaft an der PTHV, geleitet.

Das Ziel von STuDi ist es, auf das vorangegangene Projekt "SUSI TD", welches die Sicherheit und Unterstützung für Senioren in den Mittelpunkt gestellt hat, aufzubauen. Die dort geschaffenen Erfolge sollen nun in STuDi im Hinblick auf die Entwicklung von neuen und innovativen Versorgungskonzepten wie der Verknüpfung von Smart Home Technik und präventiver Beratung ausgebaut werden. Außerdem soll ein tragfähiges System geschaffen und damit eine nachhaltige Umsetzung ermöglicht werden. In den kommenden zwei Jahren werden bis zu 100 Haushalte in Trier und im Landkreis Trier-Saarburg mit der STuDi-Technologie wie Sensorik ausgestattet.

Zukünftig wird der Anteil alleinlebender Seniorinnen und Senioren in Deutschland steigen. Dabei nimmt nicht nur der Bedarf an pflegerischer Unterstützung zu, sondern auch der Bedarf an niedrigschwelliger Alltagsunterstützung. Ältere und/oder kranke Menschen, die alleine wohnen möchten, profitieren in vielen Bereichen von moderner Technik. Dabei sind persönliche Beratung und technische Hilfen kein Widerspruch, das hat das das rheinland-pfälzische Projekt SUSI TD bereits eindrucksvoll gezeigt. Der soziotechnische Ansatz wird durch das DIP weiterentwickelt. "Das Spannende an dem Projekt ist die enge Verknüpfung von modernen technischen Möglichkeiten mit einer aufsuchenden und individuellen Beratung der Seniorinnen und Senioren. Je nach Bedarf soll die Unterstützung dazu dienen, dass die Menschen möglichst lange und selbständig am Leben in ihrem direkten Wohnumfeld teilnehmen können", erklärt Prof. Dr. Frank Weidner, Leiter des DIP.

Das Projekt wird vom rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium im Rahmen des Zukunftsprogramms "Gesundheit und Pflege - 2020" und der Initiative Gesundheitswirtschaft mit einer Landeszuwendung in Höhe von rund einer Million Euro gefördert.