Workshop zur Theaterpädagogik und Besuch des Stadttheaters Koblenz

Erfolgreiches Seminar im Rahmen des "Studium Generale" an der PTHV

Prof. Dr. Erika Sirsch (links im Bild) und Corinna Stüttgen vom Stadttheater Koblenz (schwarzes Shirt) begleiteten die Gruppe Studierender/ Foto: Sirsch

Vallendar, 5.7.2017. Im Rahmen des "Studium Generale" der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV), das von Studierenden beider Fakultäten wahrgenommen werden kann, fanden im Sommersemester 2017 zwei voneinander unabhängige Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt "Theater" statt. "Wir wollten, dass unsere Studierenden über die regulären Pflicht- und Wahlpflichtseminare hinaus, reflektive und künstlerische Kompetenzen erwerben können." Während der erste Termin an der PTHV stattfand und sich vorwiegend mit der Theaterpädagogik, befasste, fand der zweite Termin im Stadttheater Koblenz statt. Eine Gruppe von Studierenden der Theologischen Fakultät, Studierende des Lehramtsstudiengangs "Lehramt für Berufsbildende Schulen (BBS)" sowie Studierende aus dem Promotionsstudiengang Pflegewissenschaft besuchten gemeinsam mit Lehrenden der Pflegewissenschaftlichen Fakultät das Stadttheater Koblenz. Anne Rieke, leitende Theaterpädagogin am Theater Koblenz, nahm die Gruppe in Empfang. Corinna Stüttgen, Musiktheaterpädagogin, führte sie durch die Räumlichkeiten am Deinhardplatz. Sie gestattete den Besucherinnen und Besuchern im wahrsten Sinne des Wortes "einen Blick hinter die Kulissen". Nicht nur das Entstehen von Kostümen und Masken durfte beobachtet werden, auch die Theatermalwerkstatt wurde besucht. Daran schloss sich ein Workshop an, bei dem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der PTHV in der Planung eines Elements zum Theaterstück "Das Grundgesetz" selbst versuchen konnten. Nach der Einführung in das Stück folgte der eigentliche Besuch dieses Theaterstücks, das von jungen Dramatikerinnen und Dramatikern gestaltet wurde.

"Eine bleibende Erinnerung ist der Eindruck, dass Theaterarbeit und Pflegewissenschaft erstaunlich viele Parallelen haben", erklärt Erika Sirsch, Lehrstuhl für Akutpflege an der PTHV, die dieses Seminar im Rahmen des "Studium Generale" begleitet hat. "Beide arbeiten mit dem Körper des Menschen. Das hermeneutische Fallverstehen ist für Mitarbeitende des Theaters, Pflegewissenschaftlerinnen und Pflegewissenschaftler, sowie für Theologinnen und Theologen gleichermaßen von Bedeutung." Ein Bestandteil des Lehramtsstudiums ist szenisches Lernen, insofern passte dieses Seminar mit Praxisanteilen sehr gut in den Lehrplan. Die Planungen für das nächste Semester laufen bereits.