"Schwierige Schüler/innen und ihre Lehrer/innen"

Prof. Dr. Uta Oelke zu Gast beim Expertinnen-Seminar am Lehrstuhl Pflegedidaktik

Prof. Dr. Uta Oelke war zu Gast beim Expertinnen-Seminar am Lehrstuhl Pflegedidaktik (unten links)/ Foto: Verena Breitbach/PTHV

Vallendar, 04.07.2017. Im Rahmen der im Mai 2015 begonnen Seminarreihe zur Pflegedidaktik an der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) war am 03.07.2017 Prof. Dr. Uta Oelke, Professorin für Pflegepädagogik an der Hochschule Hannover, zu Gast. "Ich freue mich, dass wir mit Prof. Oelke eine Expertin eingeladen haben, die seit 1994 erfahrungsorientiert bzw. szenisch ausgerichtete Module für Menschen, die im Berufsfeld Pflege arbeiten, entwickelt und erprobt", sagte Dorothee Spürk, Lehrkraft für besondere Aufgaben am Lehrstuhl für Pflegedidaktik, in ihrer Begrüßung.

Im Mittelpunkt des Seminars, das im Rahmen des Bachelorstudiengangs "Lehramt Pflege an Berufsbildenden Schulen (BBS)" stattfand, stand das Lernen mit Verfahren szenischen Spiels. Mittels unterschiedlicher Methoden - wie szenisches Schreiben oder Fallbearbeitung durch Standbildarbeit und szenische Rekonstruktion – setzten sich die Studierenden intensiv mit dem im Fokus stehenden Thema "Schwierige Schüler/innen und ihre Lehrer/inne"“ auseinander. Dabei erstellten die Studierenden zunächst Porträts der von ihnen subjektiv als schwierig empfundenen Schülerinnen und Schülern und erkundeten, ob und inwiefern es bestimmte Verhaltensmuster gibt, die von Lehrerinnen und Lehrern kollektiv als besonders problematisch erlebt werden. Anschließend wählten die Studierenden zwei selbst eingebrachte Szenen aus, interpretierten sie szenisch und reflektierten sie anhand von Fragen wie beispielweise: Was stört, ärgert, verletzt, verunsichert mich an dem Schülerverhalten konkret? Wie reagiere ich (warum) darauf? Wo sehe ich persönlichen Weiterentwicklungsbedarf? Das Seminar endete, indem jede und jeder ein persönliches Resümee zu den neu gewonnenen Erkenntnissen zog. Zum Schluss gab Prof. Oelke den Studierenden noch einen Wunsch mit auf den Weg: "Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich die hier im Seminar gezeigte Offenheit auch im beruflichen Alltag bewahren, und dass Ihnen Gelassenheit, Humor, Ihre reflektierte Haltung sowie Ihre Selbstschutzkompetenzen helfen, mit leider nicht immer vermeidbaren schwierigen pädagogischen Situationen klar zu kommen."