"Die Wahrheit über das Sterben. Wie wir besser damit umgehen"

Veranstaltung an der PTHV gut besucht

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind gekommen, um dem Vortrag von Prof. Engelke zu lauschen. / Foto: Timo Kessler

Das Thema "Die Wahrheit über das Sterben. Wie wir besser damit umgehen" war Gegenstand einer gemeinsamen Veranstaltung des Ethik-Instituts an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) und der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV. Der Referent des Abends und Autor des gleichnamigen Buches, Prof. Dr. Ernst Engelke, führte die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Frage nach der Wahrheit am bzw. im Krankenbett ein. Engelke betonte, dass diese nicht nur sehr ambivalent, sondern letztlich auch wesentlicher Ausdruck gelingender Kommunikation ist. "Kein Sterben gleicht dem anderen - es bedarf einer Kultur des Zuhörens und des Mitgehens", sagte Engelke.

Zurückhaltung und Offenheit für die Sprachwelt und den Lebensraum des Sterbenden seien die angemessenen Umgangsformen. Sterbende wissen, zumindest implizit, um ihre Situation und suchen nach geeigneten Umgangsformen in der Bewältigung von Ängsten und Sorgen. Standardisierte Hilfsangebote wirken, wenn überhaupt, nur bedingt, so fasste der Autor einige Hauptaussagen seines Buches zusammen.  Als Brücke zwischen der Lebenswelt des "Gesunden" und der des "Sterbenden" fungiere, so Engelke, die Metapher. Das Sprechen in Bildern und Vergleichen helfe Menschen in existenziellen Situationen am Ende ihres Lebens, dem eigenen Erleben Ausdruck zu geben und biete einen wichtigen Ansatzpunkt in der Begleitung von Menschen in der letzten Phase ihres Lebens. Die Teilnehmer verließen die rund zweistündige Veranstaltung mit vielen Eindrücken und persönlichen Anregungen für eine gelingende Begegnung mit Sterbenden. Weitere Veranstaltungen sind für den Herbst 2017 in Planung.