Das Phänomen Schmerz in der Versorgung alter Menschen

Aus der Reihe "Profession, Qualität und Innovation in der gerontologischen Pflege"

In dem Seminar von Prof. Dr. Erika Sirsch waren 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer anwesend/ Foto: Lena Höffel/PTHV

Vallendar, 06.04.2017. Schmerz ist im Alter ein zentrales Phänomen und hat starke Auswirkungen auf die Teilhabe am Alltag. In der Akutpflege wie auch in der palliativen Versorgung stellt der Umgang mit diesem Phänomen alle Betroffenen vor große Herausforderungen. Schmerzassessment und schmerzreduzierende Maßnahmen sind zudem ein großer "Posten" in der Versorgung alter Menschen.

Im Rahmen einer Veranstaltung des Instituts für Wissenschaftliche Weiterbildung (IWW) an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) aus der Reihe "Profession, Qualität und Innovation in der gerontologischen Pflege" mit JProf. Dr. Erika Sirsch, Lehrstuhl für Akutpflege an der PTHV, wurde das Phänomen Schmerz und der Umgang damit aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

"Welche ethischen Implikationen hat z. B. der Schmerz in der letzten Lebensphase und welche Aufgaben haben unterschiedliche Akteure im multidisziplinären Team?", waren einige der Fragen, die innerhalb dieser Veranstaltung beleuchtet wurden. Während der Veranstaltung wurden theoretische Grundlagen, Konzeptionen ebenso wie die Vernetzung in die Versorgungspraxis behandelt.

Ziel der Veranstaltung war es, die aktuellen Herausforderungen und Lösungsvorschläge gemeinsam zu diskutieren und im Anschluss an die Veranstaltung die Beiträge in der Buchreihe "Gerontologische Pflege. Innovationen für die Praxis" beim Kohlhammer-Verlag zu publizieren. Vor diesem Hintergrund wurde ein moderierter Dialog zwischen Vortragenden und Publikum angestoßen. Davon profitierten die Vortragenden, denn sie erhielten eine Rückmeldung zu ihren Überlegungen und den Präsentationen. Und auch für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwies sich diese Konzeption als sinnvoll, denn so konnte ein direkter und persönlicher Dialog zu Perspektiven von Praxis und Wissenschaft entstehen, der seinen Niederschlag in der sich anschließenden Publikation fand.

Die Veranstaltung richtete sich an alle Mitarbeitende des Gesundheitswesens (z.B. in leitender Funktion, im Management tätige Pflegekräfte, Pflegewissenschaftler/innen, Mediziner/innen, Mitarbeitende therapeutischer Berufe, pflegerische Experten) die sich für das Phänomen Schmerz und das Schmerzmanagement in der Versorgung älterer und alter Menschen interessieren.