Projektauftakt: Pflegebedarf im Saarland (PiSaar)

Die PTHV und die Saarländische Pflegegesellschaft e.V. möchten Fakten gewinnen über den tatsächlichen Pflegebedarf im Saarland, um die Weiterentwicklung der Pflegestrukturen im Land auf eine solide Datenbasis zu stellen.

Herrn Kilian, Vorsitzender der Saarländischen Pflegegesellschaft (SPG), li. und Prof. Dr. Albert Brühl (PTHV), re.

Wie viel und welche Pflege benötigen Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen?

19.10.2011 _ Diese Frage stellten sich die Teilnehmer der heutigen Auftaktveranstaltung in Saarbrücken. Eine Fragestellung, die gleichermaßen wichtig ist für Pflegebedürftige, Betreiber von Pflegeeinrichtungen, Kostenträger sowie für die Politik. In der Fachwelt unumstritten ist die Tatsache, dass die Pflegestufen (n. SGB XI) den tatsächlichen Pflegeaufwand nur unzulänglich abbilden. Die Veränderung des Pflegebedarfes durch zunehmende Multimorbidität, einem höheren Anteil an Behandlungspflege und einer Verkürzung der Verweildauer macht dessen Abbildung mit vorhandenen Mitteln zunehmend schwieriger.

In diesem gemeinsamen Projekt erhoffen sich die Projektpartner, die Saarländische Pflegegesellschaft e.V. und die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV), Lehrstuhl Prof. Dr. Albert Brühl, Lehrstuhl für Statistik und standardisierte Verfahren der Pflegeforschung, neue Erkenntnisse sowohl in methodischer, pflegefachlicher und leistungsrechtlicher Hinsicht, die es perspektivisch ermöglichen, die Entwicklung des Pflegebedarfs im Saarland unabhängig von der Einstufung nach SGB XI zu erfassen.

Die Saarländische Pflegegesellschaft e.V. möchte Fakten gewinnen über den tatsächlichen Pflegebedarf und die Entwicklung der Pflege im Saarland, um die Entwicklung der Pflegestruktur im Saarland auf einer soliden Datenbasis gestalten zu können.

Die Projektpartner rechnen nach diesem Auftakt mit an die 100 teilnehmenden Einrichtungen. „Die Erhebung wäre dann eine der größten Echtzeiterhebungen in der stationären Langzeitpflege“, so Brühl erwartungsvoll.

Projektabschluss soll bereits im Herbst 2012 sein.

 

Informationen und Kontakt: Katarina Planer, 0261/6402 – 257 und kplaner@pthv.de