Neues Lehrgebiet: Sozialökonomie der Pflege

Pflegewissenschaftliche Fakultät ernennt den renommierten Sozialforscher Prof. Frank Schulz-Nieswandt zum Honorarprofessor und verabschiedet 12 Masterabsolventen

Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt

Die Pflegewissenschaftliche Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) bei Koblenz hat mit einem Festakt den renommierten Kölner Sozialforscher Prof. Frank Schulz-Nieswandt zum Honorarprofessor für das Lehrgebiet „Sozialökonomie der Pflege“ ernannt. Im Rahmen des Festaktes wurde zwölf Pflegewissenschaftlern der akademische Grad eines Master of Science verliehen. Sie hatten zuvor den international anerkannten Masterstudiengang Pflegewissenschaft erfolgreich abgeschlossen. Rund 120 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Kirche, Wirtschaft und Praxis nahmen an der Feierlichkeit teil.

In seiner Begrüßung dankte Prof. Paul Rheinbay als Rektor der PTHV allen Beteiligten und Förderern, die mit ihrer ideellen und finanziellen Unterstützung die Arbeit der Pflegewissenschaftlichen Fakultät möglich machen. Prof. Frank Weidner, Dekan der Fakultät, sagte in seiner Ansprache, die Fakultät habe sich in den ersten Jahren ihres Aufbaus auf die Entwicklung und Qualitätssicherung der wissenschaftlichen Lehre konzentriert. „Jetzt wird es um den Ausbau der universitären Pflegeforschung gehen“, so Weidner, „denn die Gesellschaft, die Menschen und der Arbeitsmarkt Pflege haben einen erheblichen Innovationsbedarf!“

Der neue Honorarprofessor Schulz-Nieswandt ist Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und Leiter des Seminars für Sozialpolitik der Universität zu Köln. Er ist zudem Kurator im Kuratorium Deutsche Altershilfe und Vorsitzender der Gesellschaft für den Sozialen Fortschritt e.V. Sein großes wissenschaftliches Repertoire reicht von der Gesundheits- und Versorgungsforschung im Schnittbereich zur Gerontologie, über Europarecht und europäische Sozialpolitik, Sozialwirtschaft, historische und philosophische Anthropologie bis hin zur Psychologie der Sozialpolitik, so dass er eine wichtige Ergänzung zum bisherigen Lehrkanon der Fakultät bieten wird.

Prof. Brandenburg, Prodekan der Fakultät, würdigte die zwölf Masterabsolventen: „Unter den vorgelegten Masterarbeiten zeigen etliche herausragende innovative Forschungsansätze, die der Fachöffentlichkeit nicht vorenthalten werden sollten. Wir haben ein ganze Reihe von Empfehlungen zur Veröffentlichung ausgesprochen“, so Brandenburg. Die Absolventen haben ihr Studium in nur drei Semestern durchlaufen und sich in ihren Masterarbeiten mit speziellen Fragen der praktischen Pflege auf wissenschaftlichem Niveau auseinander gesetzt. Sie arbeiten überwiegend in der Leitung, Forschung, Lehre, Qualitätsentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit verschiedener Einrichtungen des Pflege- und Gesundheitswesens. Insgesamt hat die Fakultät damit seit 2006 rund fünfzig Pflegewissenschaftler qualifiziert.

Informationen und Kontakt: Maria Peters, 0261/ 6402 – 257 und mpeters@pthv.de (Veröffentlichung frei, Belege erbeten, Bildmaterial wird auf Anfrage zur Verfügung gestellt)