Forschungsprojekte an der Pflegewissenschaftlichen Fakultät

Game Based Learning in Nursing- Spielerisches Lernen in authentischen digitalen Pflegesimulationen (GaBaLEARN)

Der BMBF-Projektverbund „Game Based Learning in Nursing – Spielerisch Lernen in authentischen, digitalen Pflegesimulationen“ (GaBaLearn) arbeitet an der Entwicklung und Erprobung von computerbasierten Lernspielen, die für eine komplexe pflegerische Fallarbeit im Rahmen der Pflegeausbildung eingesetzt werden können. Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, beruflich relevante Kompetenzen in praxisnah simulierten, digitalisierten Arbeitswelten zu erproben und einzuüben. Es werden digitale Pflegesimulationen entwickelt, die Lernenden in der Pflege die Möglichkeit geben, sich in der Entscheidungsfindung in komplexen Pflegesituationen (z. B. im Umgang mit demenziell erkrankten Menschen) einzuüben, ohne die pflegebedürftigen Menschen oder auch sich selbst zu gefährden. Die Entwicklung, Erprobung und Evaluation dieser Lernspiele erfolgen in realen Lernkontexten der pflegeberuflichen Bildung. Das Vorhaben zielt auf das breite Feld der pflegeberuflichen Ausbildung (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege) und wird exemplarisch am Beispiel der stationären Langzeitversorgung erprobt. ...mehr

Berichte/Publikationen

eduproject.eu/gabalearn/

Trailer: Game Based Learning in Nursing

Trailer Game based learning in nursing

Digitale Lösungen in der Pflege - „ePflege“ liefert Bedarfsanalysen und Handlungsvorschläge

Im Auftrag des Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat ein Konsortium bestehend aus der Roland Berger GmbH (RB), der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar gGmbH (PTHV) und dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e. V. (DIP) eine Studie zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im Pflegebereich, kurz "ePflege", erstellt. Im Fokus stand dabei zum einen die Erfassung der Ist-Situation bei der Anwendung und Entwicklung von digitalen IKT-Angeboten in der Pflege. Ferner ging es um die Identifikation von aktuellen und zukünftigen Bedarfen sowie die Analyse von bestehenden Barrieren bei der Anwendung und Verbreitung digitaler Lösungen in der Pflege. Aus den umfassenden Datengrundlagen der Studie wurde eine Reihe von konkreten Handlungsvorschlägen abgeleitet.

Die Ergebnisse der Studie ePflege fußen auf einer Onlinebefragung von 63 relevanten Akteuren im Pflegebereich, einer Analyse von 217 Projekten, in denen IKT-Ansätze mit Bezug zur Pflege entwickelt und erprobt wurden sowie einer Reihe von vier Expertenworkshops. Dabei wurden die Perspektiven von zentralen Gruppen fokussiert: Leistungsempfänger, Dienstleister, Technikentwickler und politische Akteure. Die Ergebnisse von ePflege verweisen auf Handlungsbedarfe bei der Nutzer- und Alltagsorientierung von digitalen Lösungen sowie bei der Vernetzung und Information aller Akteure. Ebenso zeigten sich Potenziale bei der Weiterentwicklung der Förderpolitik, der Forschung und Evaluation sowie der Verbesserung von Marktbedingungen zur nachhaltigen Einführung von IKT in der Pflege.

Als zentrale Handlungsbedarfe werden in der Studie die stärkere Verankerung von Pflege-IKT im Gesundheitssystem sowie Impulse für die weitere Verbreitung von IKT in der Pflege beschrieben. Konkret werden die Etablierung einer „Initiative ePflege“ und einer „Geschäftsstelle ePflege“ sowie Leuchtturmvorhaben zur quartiersbezogenen Verbreitung von IKT-Lösungen und eine „Bildungsoffensive Digitalisierung in der Pflege“ vorgeschlagen. Mit diesen Ansätzen soll zugleich an bereits abgeschlossene Förderprogramme und Projektergebnisse angeknüpft werden.

Die Studie wurde unter der Leitung von Thilo Zelt (RB), Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler (PTHV) und Prof. Dr. Frank Weidner (DIP) und ihren Teams erstellt.

Die Studie ePflege kann hier [pdf] kostenlos heruntergeladen werden.

HAbitus in der LangzeiTpflege bei Menschen mit Demenz (HALT)

Hintergrund und Ziele: Gemäß der 2005 vom BMFSFJ und BMGS veröffentlichten Pflegecharta haben Menschen mit Demenz (MmD) einen Anspruch auf Hilfe bei der Inanspruchnahme ihrer Grundrechte auf Selbstbestimmung (Art. 1) und soziale Teilhabe (Art. 6). Die Realisierung dieses Anspruchs erfordert eine Pflegepraxis, bei der MmD als Personen respektiert werden. Das von Tom Kitwood Ende des 20. Jahrhunderts entwickelte Demenz-Pflege-Konzept der Person-Centered-Care (PCC) gilt als wegweisend für die Erreichung dieses Ziels. Neueste Studien belegen jedoch, dass sich eine PCC-orientierte Pflegepraxis für MmD in stationären Pflegeeinrichtungen nicht dauerhaft stabilisieren lässt. Vielmehr fallen selbst in PCC fortgebildete Pflegepersonen nach kurzer Zeit in depersonalisierende Interaktion und Kommunikation zurück. Diese Beobachtung wirft die Frage auf, welche primärsozialisierenden, professionssozialisierenden und/oder kontextuellen Faktoren einer professionellen Habitualisierung einer PCC-Pflegepraxis und damit einer Veränderung der Pflegekultur („culture change“) entgegenstehen oder diese unterstützen. Diese Frage soll in dem vorliegenden Forschungsprojekt am Beispiel zweier auf die Pflege von MmD spezialisierten Altenpflegeeinrichtungen mit den Mitteln qualitativer empirischer Sozialforschung im Anschluss an die Dokumentarische Methode nach Bohnsack untersucht werden.  ...mehr

PiBaWü; Pflegeforschungsprojekt zur Interaktion von Pflegequalität, Pflegebedürftigkeit und Pflege-Personalbedarf

Ziele: Einrichtungsbezogene Erkenntnisse über Pflegebedürftigkeit, Personaleinsatz und Pflegequalität Ihrer Einrichtung (auch im Vergleich mit dem „Durchschnitt“ aller beteiligten Einrichtungen in Baden-Württemberg). Schaffung von Grundlagen zur Entwicklung eines Verfahrens zur Personalbemessung, das die komplexen, interaktiven Zusammenhänge von Pflegebedürftigkeit, Pflegequalität und normativer Personalausstattung berücksichtigt. Forschungsbasierte Argumentationen zu den Themen Pflegequalität und Personalbedarf für weitere fachliche und politische Diskussionen in Baden-Württemberg.  ...mehr

TZoP (Transdisziplinäre Zukunftsorientierung zur Gestaltung von Mensch-Technik-Interaktion in der Pflege)

Das Projekt zielt darauf ab, Zukunftsperspektiven für die Pflegearbeit in einer Gesellschaft des langen Lebens zu entwickeln und daraus Handlungsempfehlungen und Leitlinien für die Weiterentwicklung von Ansätzen der Mensch-Technik-Interaktion abzuleiten. Mit Hilfe der Erstellung von Szenarien werden systematisch geleitete Zukunftsdialoge initiiert, die in Form von Präsenzworkshops und webbasierten Dialogplattformen die Perspektiven einer technikgestützten Pflege aus Sicht von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Expertinnen und Experten im Umfeld der Pflegearbeit kontinuierlich und nachhaltig einbinden.  ...mehr

Gemeindeschwester-Plus

Das Projekt „Gemeindeschwesterplus“ stellt ein neues, präventiv ausgerichtetes Angebot für hochbetagte Menschen dar, die selbstständig sind, aber Unterstützung und Beratung zur weiteren Lebensgestaltung benötigen. Es soll damit eine Lücke schließen, die bislang aufgrund leistungsrechtlicher Vorgaben noch besteht. Die eigens dazu weiterqualifizierten Pflegefachkräfte (Gemeindeschwesternplus) werden hochbetagte Menschen (i.d.R. 80+) nach deren vorheriger Zustimmung zuhause besuchen und sie entsprechend ihren Bedarfen beraten. Ziel ist, Selbstständigkeit, Autonomie und Teilhabekompetenzen zu stärken und Pflegebedürftigkeit so lange wie möglich zu vermeiden bzw. zu verzögern. ...mehr

PERLE; Multiprofessioneller Personalmix in der Langzeitpflege

Hintergrund ist die angespannte Personalsituation in der stationären Langzeitpflege und die damit verbundene Herausforderung angesichts knapper Ressourcen das „Passungsgefüge“ zwischen der Situation der Bewohner und einem darauf abgestimmten Personalmix so zu gestalten, dass einerseits die Lebensqualität der Bewohner erhöht und andererseits die Belastung der Mitarbeiter reduziert werden kann. Hierzu soll vor allem der Beitrag eines multiprofessionellen Personalmix empirisch im Rahmen einer 3-jährigen Studie untersucht werden.  ...mehr

... weiter Forschungsprojekte


Forschungsprojekte an der Theologischen Fakultät

(Einträge folgen)

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