Sonntag, 26. Juli

Als Ende ein Anfang

Erste Wallfahrt der Theologischen Fakultät an der PTHV

 

Das Sommersemesters 09 endete mit einem ganz besonderen Anfang: der ersten Wallfahrt der Theologischen Fakultät, die von nun an in regelmäßigen Abständen stattfinden soll.

Das Semester brachte viele Veränderungen mit sich: Die PTHV wurde zur Universität erhoben, ein neuer Rektor ernannt und der internationale Austausch wuchs. Umso verständlicher wird, dass dieses Studienjahr des wissenschaftlichen Forschens und Lernens mit einem spirituellen Tiefgang abgeschlossen werden soll: Vertreter der Theologiestudierenden begannen zu organisieren und hatten bald als Ziel dieser ersten Wallfahrt die Benediktinerabtei Maria Laach gewählt.

 

Knapp 40km waren innerhalb von 40 Stunden zurück zu legen. Am 25. Juli startete die zehnköpfige internationale Wallfahrtsgruppe in Vallendar. Am Startpunkt in Vallendar empfingen alle Studierenden einen Segen für den Weg. Dabei wurde das je eigene Anliegen oder der Dank auf dem Weg mit eingeschlossen. Anschließend startete die Gruppe und passierte recht bald den Rhein über die Autobahnbrücke. Meist wurden jedoch Wander- und Radwege genutzt – sofern diese in Wanderkarten angegebenen Wege auch tatsächlich existierten. War dem nicht der Fall, so galt es zu improvisieren und auch einmal Brennnesselfelder und Bahngleise zu passieren. Ansonsten war der Weg von Kornfeldern und Obstplantagen gesäumt. Gegen Ende der ersten Tagesetappe wurde dies den Wallfahrern bei einem Gottesdienst auf offener Wiese bewusst, da auch das Tagesevangelium von den Früchten der Erde handelte. Nach ca. 26 Kilometern, doch ein wenig erschöpft, traf die Gruppe am Abend in Plaidt ein. Um Pause machen zu können, blieben sie zur Zwischenübernachtung im Pfarrgemeindezentrum in Plaidt.

Pilgergruppe am Sonntag in Maria Laach

 

Nach einer erholsamen Nacht begann der nächste Morgen mit einer gemeinsamen Laudes. Am zweiten Tag änderte sich das äußere Erscheinungsbild der Wallfahrt auf dreifache Weise. Zum einen zog den Wallfahrenden immer ein Teilnehmer mit dem Kreuz voraus, das am ersten Tag nicht getragen wurde. Zweitens wurde die Wallfahrtsgruppe an drei Stationen sukzessive vergrößert und drittens wurde in Folge der Vergrößerung die Gruppe heterogener, weil weitere Mitstudenten am zweiten Tag hinzustießen. So wuchs die Pilgergruppe am Sonntag auf über 20 Studenten und Freunde an.

 

Die Wegstrecke des zweiten Tages war ebenfalls wie die des ersten Tages von Zeiten des Schweigens, des Rosenkranzgebetes sowie von geistlichen Inputs und gemeinsamem Singen geprägt – aber auch dem Erleben der Gemeinschaft, gemeinsamen Mahlzeiten und freundschaftlichen, alltäglichen Gesprächen wurde ausreichend Raum eingeräumt. Als die Wallfahrer gegen 15 Uhr in Maria Laach eintrafen, wurden sie bereits sehnsüchtig von Familienangehörigen und weiteren Mitstudenten erwartet, die Kaffee und Kuchen für eine kleine Stärkung mitgebracht hatten. Vorher feierten wir noch die Eucharistie als Abschluss und Dank der Wallfahrt und unseres bewegenden Semesters. Für den Rückweg wurden schon im Vorfeld Fahrgemeinschaften organisiert, sodass alle dreiundzwanzig Wallfahrer den Heimweg entspannt im Auto antreten konnten.

 

Als Pilger konnten wir erfahren, dass Wallfahren nicht nur ein ‚sich auf den Weg machen‘ heißt, sondern dass dieser Weg, der an diesem Tag ein vorläufiges Ende fand, auch gleichzeitig der Beginn eines neuen Weges ist. Unser neuer Weg ist ein Weg in die Zukunft - mit Gott.

 

Bericht: Kathrin Lenz

 

Samstag, 25. Juli